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Thema: Deutschland - Rotes Tuch oder Segen?

Baum-Darstellung

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  1. #26
    Erfahrener User
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    Standard

    Es ist auch frei gestellt, das Rauchen zu lassen und in Dizzen zu gehen.
    Ich gehe persönlich nicht in Dizzen, ist halt nicht so mein Ding. Weder wegen Atmo, Alkohol oder Zigarettenqualm, sondern ich bin einfach nicht der Typ dafür.
    Ich gehe ab und zu in Clubs, wenn meine Uni ne Party gibt und ansonsten bin ich eher ein Mensch, der es sich mit Kumpels zuhause mit ner Pulle Bier für sie, ner Cola für mich und nem guten Thriller, Action-, Sci-Fi- oder Horror-Film vor die Glotze hockt.
    Ich rege mich nicht meinetwegen auf, sondern wegen allen anderen, die in Dizzen gehen und sich erhöhtem Krebsrisiko aussetzen müssen.
    Wenn ich in ne Dizze gehen würde, wäre die laute Musik für mich klar, auch dass getrunken und gelacht wird. Wenn mir derjenige, der lallend vom Hocker fällt nicht nachher mit dem Auto die Knochenstruktur umändert, stört mich das nicht.
    Wenn mir die Musik all zu laut wird, kann ich mir wie gesagt die Ohren etwas abschirmen oder mich weiter weg von den Boxen setzen.
    Gegen Trinken auf Parties habe ich wie gesagt nichts, weil's mir nicht gesundheitlich schadet, wenn sich ein anderer die Leber wegsäuft. Ich mache mit anderen Leuten, die nichts trinken, zum Beispiel gerne Wetten, wer als erster seinen bisherigen Nahrungskonsum auf dem Klo lässt, weil er zu viel getrunken hat.
    Das Leute gerne auf ein AC/DC-Konzert gehen, kann ich verstehen. Die Leute gehen ja gerade dahin, weil AC/DC nicht leise Kuschel-Rock dahinklimpert, sondern harte Bässe und Gröhlen die Musik dominieren.
    Wenn da vereinzelte Kiffer stehen, kann man denen noch ausweichen oder die Konzerthalle ist entsprechend belüftet.
    Aber in ne Disko zu gehen, wo man nur noch wegen der Lichteffekte was sehen kann oder wirklich eine flächendeckende Zigaretten-Benebelung ein "gesundes" Atmen unmöglich macht, ist unzumutbar.
    Zumal eine Disko ja ein viel breiteres Spektrum an Leuten abdeckt. In Diskos gibt es Techno, Rock, Pop, Soul, Rap...alle verschiedensten Stile.
    Für jeden ist halt was dabei.
    Es mag auch auf AC/DC-Konzerten Leute geben, die das Kiffen so stört und die bis auf Rock'n'Roll erzkonservativ eingestellt sind, aber die werden ja nicht als Hauptpublikum angesprochen. Einzelne Personen müssen sich dann halt zurückhalten, wenn sie ein AC/DC-Konzert so besuchen wollen. Das Spektrum ist hier nicht so breit und Leute müssen sich halt darauf einstellen, dass Hard-Rocker auch Kiffer in ihrer vergleichsweise kleinen Klientel haben.
    Aber Nichtraucher sind keine Minderheit und viele Leute werden gesundheitlich durch von ihnen nicht gewollte Faktoren, gegen die sie nichts machen konnten weil es halt zu viele Leute gemacht haben, geschädigt.
    Wenn jetzt ein passionierter Nichtraucher in einen Tabak-Laden stürmt und dort über den Qualmgeruch meckert, der gehört sicher in die Klapse, keine Frage.
    Aber wenn jetzt eine Gruppe Jugendlicher in eine Dizze geht, die Gruppe bestehe aus Nichtrauchern, und ein Nichtraucher erleidet durch den Rauch der Zigaretten meinetwegen Lungenkrebs(angenommen, jemand anders könnte es genau beweisen, dass gerade ein Rauchpartikel die erste Krebszelle hat entarten lassen), ist das schrecklich und sollte unterbunden werden.
    Es gibt aber kaum Nichtraucher-Diskos, weil man sich damit um die 40% Kundschaft entgehen lässt.
    Wenn einer sagt, ihm sei die Musik in einer Disko zu laut und er trägt einen Gehörschaden davon, ist er meiner Meinung nach selbst schuld, weil eine Disko zur Widergabe von Musik ausgelegt ist. Genau wie ein Laden mit Wasserpfeifen zum Rauchen von Wasserpfeifen ausgelegt ist.
    Wenn man in einer Disko wütend wird, weil einem die Musik zu laut ist, gibt es eine weit verbreitete Alternative namens Cafè oder Lokal.
    Aber wie gesagt: Es gibt wenig Nichtraucher-Diskos.
    So wäre ich auch für ein Verbot von Ghettoblastern, wenn man sich einem Gehörschaden nicht mehr entziehen kann, weil rund vierzig Prozent oder mehr sich nur noch mit lauten Ghettoblastern durch Gegenden bewegen, die nicht zwangsläufig darauf ausgelegt sind.
    Laute Musik in einem Cafè ist zum Beispiel in der Regel nicht angedacht, allerdings wäre ich der letzte, der jemanden beschimpft, weil er sich mit Kopfhörern eine für sich ähnliche Lautstärke schafft, die andere Leute nicht schädigt.
    Es geht mir um Rücksicht.
    Es gibt da für mich einen Unterschied:
    Wenn ich beispielsweise in ein Auto-Kino fahre, wo verschiedene Filme laufen(Beispiel für eine Disko), wäre ich mit Recht wütend, wenn mir jemand mit seinem Wagen voll hinten drauf fährt oder zwei Typen die ganze Zeit ein Crash-Derby veranstalten.
    Wenn ich allerdings in ein Crash-Derby fahre(Beispiel für das AC/DC-Konzert) und mich da über einen Crash beschwere, wäre das schon nicht mehr gerechtfertigt.
    Ein Diskotheken-Besitzer muss sich halt genau wie der Raucher darauf einstellen, dass keiner gesundheitlich geschädigt wird.
    Wenn beispielsweise 1/1 Raucher- und Nichtraucher-Diskotheken vorhanden wären, wo Nichtraucher und Raucher sich ohne unzumutbare Wege ihre Alternative suchen können, könnte man von mir aus das Rauchverbot abschaffen. Aber so ist es die Diskriminierung einer großen Bevölkerungsgruppe, die berechtigter Weise laute Musik fordern kann, ohne voll gequalmt zu werden.
    Es gibt selten AC/DC-Konzerte, auf denen ich einem Kiffer begegnen könnte, wenn die Polizei oder Security ihn nicht vorher rausschleift, und da muss ich mich eventuell darauf einstellen, dass ich solchen Leuten ausweichen müsste. Aber eine Diskothek hat fast immer am Abend geöffnet, ist ein Treffpunkt für viele Jugendliche und Erwachsene und wenn ich den Rauchern dort einfach nicht mehr ausweichen kann und dadurch massiven Schaden nehme, muss das Unterbunden werden.
    Wenn jetzt jede Disko einen Nichtraucher-Bereich angemessener Größe besitzt, wo die Belüftung den giftigen Rauch abführt, bevor er die Nichtraucher erreicht, dann wäre das anders.

    Und nem Headbanger, der egal auf welchem Konzert nicht darauf achtet, dass er allen Leuten in seiner Umgebung eine reinhaut, selbst wenn die auf sowas achten, der sollte sich dann auch nicht wundern, wenn jemand mit Headbangen anfängt und ihn KO schlägt, denn da war das ein körperlicher Angriff offensiverer Natur und da würde ich mich an der Stelle auch offensiver verhalten, wenn keine Entschuldigung folgt.
    Geändert von TekFan (29.11.2007 um 12:59 Uhr)
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