Ein Argument dieser Art lese und höre ich so oft, doch es ist total aus der Luft gegriffen und unlogisch.
Tatsachen
a) Es ist ein Computerspiel mit fiktiven Charakteren, niemand kommt zu schaden
b) Du läufst in dem Spiel herum und tötest diese virtuelle Menschen
Jetzt musst du dich nur noch fragen was schlimmer ist. Würdest du einen Mörder oder einen Grabschänder/Leichenverstümmler länger in den Knast schicken?!
Worauf ich hinaus will ist, dass es für einen von der dargestellten Handlung (Erschießungen am laufenden Band) losgelösten reifen Menschen keinen Unterschied mehr macht, ob die er die Leute nur umbringt und sie weiterhin so aussehen wie vorher (nur regungslos) oder, ob sie in Teilen da liegen. Der schlimmere Akt ist die Tötung. Moralisch jedenfalls macht das den Bock doch auch nicht mehr fett. Da es aber keine Tötung ist, da niemand da ist außer Elektronen, ist es auch keine perverse Leichenschändung, sondern sfx.
Für das Spielgefühl hingegen macht es einen riesen Unterschied, ob ich den toten Koreaner noch im Gebüsch verstecken also anfassen kann, oder nicht.
Wenn ihr physische Schäden an nicht existenten Leichen als Perversion empfindet, wieso rastet ihr beim Anblick eines Massakers nicht noch mehr aus? (NanoSuit Soldat in einem Koreaner Dorf)
Ballerspiele gut zu heißen und gleichzeitig RagDoll Effekte als pietätslos zu betrachten ist folglich völlig inkonsequent. Entweder ich habe totale Distanz zu meinen Handlungen in diesem Spiel (ergo macht mir nichts was aus) oder nicht, dann sollte ich es besser sein lassen.
Das muss mir bis heute mal einer schlüssig erklären, das ist schlicht Heuchelei!





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