Zitat Zitat von 1337_alpha Beitrag anzeigen
Wir leben hier immer noch in Deutschland und da ist es ja Gott sei Dank jedem selbst überlassen ob er sich lieber mit Mathe, Physik oder anderen Dingen beschäftigt.
selbstverständlich, das habe ich auch noch nie anders sehen wollen. Es steht jedoch auf einem anderen Blatt wo der Staat über die Schulen und die Eltern über die Erziehung die Anreize setzen. Würden die Anreize anders gesetzt, würden Leute sich im Schnitt auch mit anderen Sachen befassen wollen.
Und ich weiß auch nicht ob ein ausgeprägtes Interesse für Mathematik, Physik und Co auch wirklich zu beneiden ist.
Da kommen dann andere, in meinen Augen weitaus Wichtigere , Bereiche des Lebens viel zu kurz
seltenlautes LOL.
Ausgeprägtes Interesse für Bildzeitung, Top-Model und Co sind also wertvoller als ein Bisschen was Handfestes? Das musst du mir erklären.

Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
Natürlich sollte Lernen keine Arbeit sein, aber man kann halt nicht erwarten, dass jemand Spaß am Lernen hat, wenn ihn das Thema garnicht interessiert. Würdest du etwas lernen wollen, was dich total langweilt?
wie bereits oben gesagt. Ich will niemandem etwas vorschreiben außer den Lehrenden... und die Eltern bitten die Anreizschwerpunkte anders zu setzen. Kaum ein Mädchen spielt freiwillig mit Barbies wenn man ihm Lego hinwirft... nur mal als plumpes Beispiel.
Was dein Beispiel betrifft, da kenn ich selber genügend Widersprüche. Warum muss ich Programmieren können, wenn ich Zeit am Computer verbringe? Frag doch mal, wie viele der Programmierer Ahnung von der Elektronik in der PC-Hardware haben...
Die Welt ist nicht digital (was die reinen Programmierer zugegebenermaßen oft nicht rallen). Man kann nicht nur 1 oder 0 Ahnung haben, sondern auch etwas ein Bisschen können. Es geht um Breitenwissen in den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Unsere Post-Industrielle Gesellschaft voller Service-"Industrien" krankt da (nicht nur) meiner Meinung nach stark an breiten Gesellschaftsschichten mit einem Steckenpferd für die genannten Dinge, obwohl eine größere Zahl derer durchaus sinnvoll wäre. Es geht ja nicht nur darum, was man als Job macht, es geht um Allgemeinbildung. Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung kann nichtmal ansatzweise grundlegende Dinge des Lebens (das sind halt Naturwissenschaften) einschätzen.

Das finde ich extremst bedenklich, völlig unabhängig davon, dass damit die Workforce fehlt die man eigentlich bräuchte um den Fortschritt (den wir brauchen) voranzutreiben. Diese Leute handeln absolut irrational, wenn sie z.B. nach Fukoshima Geigerzähler kaufen oder für bullshit wie Routen zur Wasserader-Detektion usw. Geld ausgeben. Natürlich ist das die Minderheit, aber das waren auch Extrembeispiele.