Ich bin auch im Schützenverein, am Anfang war wirklich jeder Schuss mit dem Luftgewehr ein Erlebnis, dann nur noch Normalität. Es geht wirklich nur darum, was das Schussergebnis ist. Mit KK ist es das Selbe. Auch das wird irgendwann irgendwie langweilig. Wenn Schießen halt zum Hobby gehört - und: ja es ist ein Hobby wie jedes andere - dann sucht man nach dem alten Schießgefühl. Ich hab nie professionell Fussball gespielt, aber vielleicht ist es das "Tor-Gefühl". Das geht in der Regel nur, wenn man auf ein höheres Kaliber umsteigt. Soviel zur Frage, warum man große Waffen "braucht". Einfacher finde ich es wirklich, wenn man zu einem Verein fährt, wo man solche Waffen schießen darf, da braucht man nicht erst den Schein und nicht das viele Geld für eine eigene Waffe, obwohl es auch sehr teuer ist . Ich kann aber auch die Leute verstehen, die Waffen "sammeln", ist halt fast wie Briefmarkensammeln, es geht um den Sammlerwert einer Waffe.
Wozu man noch Waffen braucht? Manchmal hab ich das Gefühl, dass unser Staat vielleicht nicht immer in der Lage sein wird, die Ordnung aufrecht zu erhalten, wenn schon ein paar Steineschmeißer riesen Probleme verursachen. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass mit einer Waffe ein Sicherheitsgefühl verbunden ist. Man legt seine Sicherheit nicht gern in die Hände anderer. Das Sicherheitsgefühl wird selbst dann noch groß sein, wenn jeder eine Wafffe hat.
Eigentlich denke ich auch, dass man nicht so leicht an Waffen rankommen sollte, einfach um Massaker zu Vermeiden. Aber eins kann man nicht leugnen: Wer wirklich eine Waffe will, wer ein Massaker plant, der kommt irgendwie immer ran. Und Leute, die gern ein bisschen Spaß beim Schießen haben wollen, können das nicht auf legalem Wege. Man muss ja nicht jedem eine Waffe geben, aber man kann zumindest das Schießen erlauben, dass von vertrauenswürdigen Personen beaufsichtigt wird. Und zwar mit jeder Waffe.