Volle Zustimmung. Ich selbst kann nicht von mir behaupten, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Aber wenn es Menschen hilft, ihr Leben erfolgreich zu gestalten, dann kann ich da kaum Kritik anbringen.
Das Thema lautet "Wissenschaft vs. Bibel", es wird oftmals auf Kreationismus eingegangen und dann menschliche Paradebeispiele von Weltvergessenheit und Unkenntnis der (bzw. Unglauben an die) Wissenschaft angeführt.
Ganz ehrlich, wer einzig an die "göttliche Schöpfungslehre" glaubt und alles andere als Unfug oder Teufelszeug abtut, den nehme ich vielleicht als Mensch ernst aber nicht in seinen Ansichten. Natürlich gibt es einen Haufen solcher Leute und es wäre wahrscheinlich durchaus wünschenswert, wenn es derer weniger gäbe oder sie besser gebildet wären, aber ist das ein Standpunkt, der mich interessiert? Ist das die Diskussion, die mich interessiert?
Die Frage ob die Bibel oder die Wissenschaft Recht hat, ist doch obsolet. Die Wissenschaft ist auf dem Stand von 2010, die Bibel ist auf dem wissenschaftlichen Stand der Leute, die vor 1800 Jahren ihre Texte verfasst haben und einen Schuss Pathos und verschiedene mehr oder weniger unterschwellige Botschaften hineingemixt haben. Seit damals hat sich die Wissenschaft enorm verändert, die Bibel kaum und die christliche Kirche auch nicht sehr viel.
Wer soll da schon Recht haben?
Interessanter fände ich eine Diskussion mit progressiven Gläubigen als Thema oder Teilnehmern. Einfach ein Austausch mit normalen Menschen, die unter heute üblichen Umständen sozialisiert wurden und sich ihre eigene Meinung gebildet haben.
Sonst kann man auch mit den Amish über die Vorzüge des Internets diskutieren.
Edit: Nur kurz.
Allein für die Balance. Das Argument zieht nicht. Natürlich ist mir das auch lieber, aber das stellt doch die Zusammenhänge unzureichend dar. Es gibt religiös motivierte Menschen, die Gutes tun, im Kleinen, wie im Großen und es gibt Fanatiker, die im Namen der Forschung Entsetzliches tun.
Nimm Pater Maximilian Kolbe als Beispiel für jemanden, der im Extremfall sein Leben gab und ein oder mehrere andere rettete oder die Motivation unter Gefahr für die eigenen Gesundheit Gutes zu tun, wie man sie Mutter Teresa nachsagt. Als Negativbeispiel will ich nur mal jemanden wie Josef Mengele anführen, der auch überzeugt von seinem Tun war oder andere perverse Dinge, ich verlinke hier mal ein weiteres Beispiel.
Es gibt für alles Negativbeispiele. Deshalb ist etwas per se doch nicht gut oder schlecht - dafür braucht es schon eine etwas ausgiebigere Betrachtung.





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