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Thema: Wissenschaft vs. Bibel

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Professional Avatar von randfee
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    Religion sollte die Lebensweise der Menschen nicht mehr und nicht weniger beeinflussen wie eine Unterhaltungssendung, genauso habe ich es gemeint. Ich habe in einem früheren post hier gesagt, dass ich sehr tolerant dem Glauben eines Individuums gegenüberstehe. Was auch immer derjenige glaubt, wenn es ihm persönlich hilft mit dem leben klar zu kommen bzw. Trost zu finden, von mir aus gern, auch wenn ich es gern anders sehen würde.
    Ich finde man kann all das auch finden wenn man sich nichts in dem Maße vormacht, denn das verzerrt doch nur unnötig die Sicht auf die Dinge wie sie wirklich sind. Ich weiß aus meinem Elternhause, dass man Kinder (mich) auch durchaus mit realistischem Weltbild erziehen kann OHNE ihnen irgendwelche Stories über Hirngespinste von vor zweitausend Jahren einzutrichtern. Moralvorstellung, Ethik und Menschenliebe müssen definitiv nicht mit Religion begründet werden. Auch "du sollst nicht stehlen/töten" etc. ist einfach LOGISCH, wenn ich in einer Gruppe erfolgreich zusammenleben will muss ich natürlich ein gewisses Maß an Ordnung haben und mich nicht gegenseitig fertig machen. Sowas als eigene Leistung zu instrumentalisieren oder sich gar als Monopolist für die Grundlage einer gut funktionierenden zivilisierten Gesellschaft zu deklarieren finde ich äußerst dreist!
    Auch die Fähigkeit ohne Religion und Glaube nicht völlig hilflos im Leben zu stehen kann man seinen Kindern anerziehen, auch das Argument für "Halt im Leben" finde ich an den Haaren herbeigezogen. Für wen halten sich solche Redenschwinger eigentlich? Ja ich weiß.... für Leute "die in den Himmel kommen". Ganz im Gegenteil, ich denke wirklich aufgeklärte Menschen mit starker Selbstschätzung und guter Erziehung stehen in vielen Lebensabschnitten besser dar als die Gläubigen:

    Die Tatsache, dass eine schwere Krankheit oder ein Unfall nicht vorherzusagen sind und einfach nur Pech (=Zufall) sein können muss doch für einen rationalen (sorry, mißbrauche es hier für weltlichen) Menschen wesentlich einfacher zu akzeptieren sein als für einen Gläubigen. Der Gläubige wird wahrscheinlich versuchen mit Gott zu kommunizieren (beten) oder gar (Gott verbiete ) sich fragen warum Gott dies nur zugelassen hat? So ein Mensch muss doch seinen eigenen Gott hassen oder zumindest arg zerrissen sein von Zweifeln oder Erklärungsversuchen. Da bin ich aber klar "rational" und akzeptiere, dass das Konzept der Wahrscheinlichkeit das Universum voll und ganz durchdringt.

    Religion sollte in seiner ursprünglichen, friedlichen und harmonischen Form eher die Lebensweise der Menschen beeinflussen
    In seiner ursprünglichen Form versuchten ein paar frühe Homo Sapiens durch Variation von Ritualen und "gebeten" das Wetter zu beeinflussen oder Jagdglück durch irgendwelches Gefuchtel zu erzwingen, willst du dahin zurück?
    Noch einmal, wer privat irgendwas denkt und tut darf dies jederzeit tun, aber ein Massenphänomen auf so irrationaler Ebene sollte bitte hinter uns liegen. Das schürt nur Konfliktpotential und ist auch (meiner Meinung nach) nicht wirklich gut für die "Seele" der Menschen. Wie ich oben sagte: Ein fest im leben stehender Atheist hat doch viel weniger Zweifel, Furcht und Erklärungsnot.
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  2. #2
    Professional Avatar von HunT
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    Zitat Zitat von randfee Beitrag anzeigen
    Die Tatsache, dass eine schwere Krankheit oder ein Unfall nicht vorherzusagen sind und einfach nur Pech (=Zufall) sein können muss doch für einen rationalen (sorry, mißbrauche es hier für weltlichen) Menschen wesentlich einfacher zu akzeptieren sein als für einen Gläubigen. Der Gläubige wird wahrscheinlich versuchen mit Gott zu kommunizieren (beten) oder gar (Gott verbiete ) sich fragen warum Gott dies nur zugelassen hat? So ein Mensch muss doch seinen eigenen Gott hassen oder zumindest arg zerrissen sein von Zweifeln oder Erklärungsversuchen. Da bin ich aber klar "rational" und akzeptiere, dass das Konzept der Wahrscheinlichkeit das Universum voll und ganz durchdringt.
    Ich fand und finde heute immer noch Diskussionen darüber, ob es Zufall oder Schicksal gibt, interessant. Oft reden wir bei schlimmen Ereignissen von Schicksalschlägen und bei glücklichen Ereignissen von purem Glück bzw. Zufall. Ich persönlich glaube aber nicht an Zufälle, denn es ist ein unüberschaubares Chaos an Variablen, welches auch das Universum beeinflussen würde. Ebenso finde ich strikte Lebensfäden, die man oft mit dem Begriff Schicksal verbindet, zu extrem. Dennoch tendiere ich mehr dazu, dass nichts nach Zufall passiert, auch wenn wir es nicht sofort erkennen. Die Natur ist weitaus komplexer als wir vermuten und nicht nur das was wir sehen und hören und dabei beziehe ich mich nicht auf irgendeine "heilige" Schrift.

    Zitat Zitat von randfee Beitrag anzeigen
    In seiner ursprünglichen Form versuchten ein paar frühe Homo Sapiens durch Variation von Ritualen und "gebeten" das Wetter zu beeinflussen oder Jagdglück durch irgendwelches Gefuchtel zu erzwingen, willst du dahin zurück?
    Noch einmal, wer privat irgendwas denkt und tut darf dies jederzeit tun, aber ein Massenphänomen auf so irrationaler Ebene sollte bitte hinter uns liegen. Das schürt nur Konfliktpotential und ist auch (meiner Meinung nach) nicht wirklich gut für die "Seele" der Menschen. Wie ich oben sagte: Ein fest im leben stehender Atheist hat doch viel weniger Zweifel, Furcht und Erklärungsnot.
    Es geht auch darum, dass sich Religionen an die Zeiten anpassen sollten, wenn Konflikte vermieden werden sollen. Der Islam ist hierbei ein echter Homo Sapien.
    "Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck."
    (Laplace, frz. Astronom u. Mathematiker, 1749-1827)

  3. #3
    Professional Avatar von Biggreuda
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    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Es geht auch darum, dass sich Religionen an die Zeiten anpassen sollten, wenn Konflikte vermieden werden sollen. Der Islam ist hierbei ein echter Homo Sapien.
    Abgesehen davon, dass meines Wissens kaum einer hier wirklich deine "Religion" (in Anführungszeichen, da auch/zum Teil bestehend aus einer Kampfkunst[?]) versteht, würde ich mal sagen, dass man derartige Religionen nicht mit einem fortgeschrittenem Stadium der Evolution vergleichen sollte.
    Und wenn, dann würde ich die von dir genannte (Islam, nicht deine) eher einer missglückten Mutation aus dem frühen Trias einstufen, nicht nach einem fast dem heutigen Stand entsprechenden denkenden Wesen...
    ​​

  4. #4
    Professional Avatar von randfee
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    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    ....Ich persönlich glaube aber nicht an Zufälle
    hat ja nichts mit "glauben" zu tun. Kannst du nicht rechnen?
    , denn es ist ein unüberschaubares Chaos an Variablen, welches auch das Universum beeinflussen würde.
    hä? was?
    Dennoch tendiere ich mehr dazu, dass nichts nach Zufall passiert, auch wenn wir es nicht sofort erkennen. Die Natur ist weitaus komplexer als wir vermuten und nicht nur das was wir sehen und hören und dabei beziehe ich mich nicht auf irgendeine "heilige" Schrift.
    Aber gerade der Grad der Komplexität spricht doch für statistische Balance! Natürlich ist alles noch weit komplizierter als das was wir heute erfassen, wer hat denn das Gegenteil behauptet? Trotzdem ist Statistik und das Prinzip der Wahrscheinlichkeit im Höhsten Maße etabliert. Es ist in seiner Einfachheit überall anzutreffen. Ich habe auch "Bauchgefühle", so "glaube" ich, dass mit unseren Gravitationstheorien irgendwas nicht stimmt. Beweise sind die Beobachtungen auf großen Längenskalen, es passt einfach nicht. Auf kurzen Längenskalen ist das, was wir haben, eine gute Näherung, aber da fehlt ein Term mit kleinem Einfluss, der aber im Grenzwert für große Distanzen dominant wird! Ich finde Occam's Razor ist für weit mehr als nur die Naturwissenschaft gut zu verwenden und wenn man das bedenkt so ist das Konzept der Wahrscheinlichkeit mit Abstand die beste Beschreibung für gewisse Vorgänge, was wir bisher haben. Bis es kein besseres gibt bzw. Anzeichen, dass es garnicht zu gebrauchen ist, sollte man es daher auch verwenden.
    Ein Beispiel ist: Würfeln. Selbstverständlich ist das Ergebnis eines Würfelwurfes nicht wirklich eine Wahrscheinlichkeitssache. Die Anfangsbedingungen des Systems (Würfen, Winkel, Geschwindigkeit, Temperatur, Luftbewegung) bestimmen mit hoher Sicherheit das Ergebnis bereits beim Loslassen ABER, die Parameter kann niemand verlässlich messen und selbst wenn, Heisenberg hat auch noch ein Wörtchen mitzureden :P
    Geändert von randfee (04.11.2010 um 01:31 Uhr)
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  5. #5
    Professional Avatar von HunT
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    Zitat Zitat von Biggreuda Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass meines Wissens kaum einer hier wirklich deine "Religion" (in Anführungszeichen, da auch/zum Teil bestehend aus einer Kampfkunst[?]) versteht, würde ich mal sagen, dass man derartige Religionen nicht mit einem fortgeschrittenem Stadium der Evolution vergleichen sollte.
    Es ist keine wirkliche Religion, sondern eigentlich eine über Generationen weitergegebene Lehre zu erkennen, dass die Natur mehr ist als nur irgendwelche mathematischen Gleichungen, die wir im Physikunterricht versuchen zu erklären. Das mag vielen vielleicht auch schon klar sein, aber die meisten haben noch nicht wirklich begriffen, was damit gemeint ist.

    Zitat Zitat von randfee Beitrag anzeigen
    hat ja nichts mit "glauben" zu tun. Kannst du nicht rechnen?
    Ja, gerade weil ich rechnen kann, ist es für mich umso unwahrscheinlicher, dass alles nach Zufall geschiet. Dein Beispiel mit dem Würfel zeigt aber auch, dass es kein absolutes Schicksal gibt. Vieles ist näherungsweise berechenbar, genauso wie das Leben selbst, nur würden wir uns niemals hinsetzen und just for fun alle Möglichkeiten durchrechnen, die in naher Zukunft vorkommen könnten.

    Zitat Zitat von Mafiaaffe Beitrag anzeigen
    Fail.
    Homo Sapiens = moderner Mensch (lat. für ‚der weise, einsichtsvolle Mensch)
    Erbsenzähler! Du weißt, wie ich das gemeint habe.
    "Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck."
    (Laplace, frz. Astronom u. Mathematiker, 1749-1827)

  6. #6
    Professional Avatar von randfee
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    dann gehe etwas tiefer in die Physik hinein und du wirst sehen, dass es aber Zufall gibt, aber nur auf Quantenebene!
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  7. #7
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    Dann berechnen wir alle Möglichkeiten. Ich stelle mir ein riesiges Baumdiagramm mit verschiedensten Ergebnissen und Kombinationen in meinem Kopf vor. Aber jetzt habe ich eine Frage: Mein Leben hat also bisher einen bestimmten "Weg", eine Kombination von Ergebnissen auf diesem Baumdiagramm beschritten. Wodurch wurde dieser bestimmt? Ich nehme an, durch verschiedenste Faktoren/Einflüsse. Aber weshalb kam gerade diese Kombination an Ereignissen zustande? Zufall oder Schicksal?

  8. #8
    Erfahrener User Avatar von Mafiaaffe
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    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Der Islam ist hierbei ein echter Homo Sapien.
    Fail.
    Homo Sapiens = moderner Mensch (lat. für ‚der weise, einsichtsvolle Mensch)
    "God is an ever-receding pocket of scientific ignorance." - Neil DeGrasse Tyson

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