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Thema: Verschwörungstheorien

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  1. #1
    Prophet Avatar von 1337_alpha
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    Tobias Jaecker 1 : suiheisen 0

    www.tagesschau.de
    Verschwörungstheorien im Internet Eindeutig, scheinbar schlüssig - und kaum zu widerlegen

    Viele Menschen sind überzeugt, die Anschläge vom 11. September 2001 seien von den USA inszeniert worden. Aktuell kursieren Theorien, wonach Al-Kaida-Chef Bin Laden nicht tot sei. Verschwörungstheorien bieten eindeutige Erklärungen in einer komplexen Welt, sagt der Publizist Jaecker im Gespräch mit tagesschau.de.

    tagesschau.de: Verschwörungstheorien sind populär. Zu historischen Ereignissen wie dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, dem Mord an John F. Kennedy, der Mondlandung oder dem 11. September 2001 kursieren diverse Legenden, an die viele Menschen glauben. Wie entstehen diese Theorien?
    Tobias Jaecker: Sie entstehen bei Krisen und Konflikten - immer dann, wenn etwas undurchschaubar erscheint oder einfach unfassbar ist. So war es nach den Anschlägen vom 11. September, und so ist es jetzt nach der Tötung Bin Ladens. Bislang ist kein Foto des toten Al-Kaida-Chefs veröffentlicht worden, die schnelle Seebestattung überrascht. Und schon behaupten einige, Bin Laden sei schon seit Jahren tot und wittern eine Vertuschung dieser "Tatsache". Verschwörungstheorien liefern scheinbar schlüssige Erklärungen, das macht sie so erfolgreich.


    tagesschau.de: Welche Bedürfnisse werden dadurch befriedigt?
    Jaecker: Verschwörungstheorien sind eindeutig, sie benennen klar die vermeintlichen Drahtzieher des Geschehens. Damit geben sie vielen Menschen das gute Gefühl, die Zusammenhänge zu durchschauen. Die Ausgangfrage ist dabei immer gleich: Cui bono, wem nützt es? Aktuell behaupten Verschwörungstheoretiker, die Nachricht von der vermeintlichen Tötung Bin Ladens nutze Barack Obama, weil sie ihm die Wiederwahl sichere. Das mag ein willkommener Nebeneffekt für den US-Präsidenten sein. Aber hat er die ganze Aktion nur zu diesem Zweck durchgeführt?


    tagesschau.de: Viele Verschwörungstheoretiker argumentieren, man werde "ja wohl noch mal fragen dürfen".
    Jaecker: Natürlich ist es ein zutiefst menschliches Bedürfnis, nach einleuchtenden Erklärungen zu suchen. Aufklärung und Kritik sind selbstverständlich richtig und wichtig. Bei Verschwörungstheorien handelt es sich aber um das glatte Gegenteil: Es sind selbsterfüllende Prophezeiungen.


    tagesschau.de: Was zeichnet diese Theorien aus?
    Jaecker: Entscheidend ist ihre geschlossene Form: Die zentrale Frage nach dem Täter und den Schuldigen steht immer vorher fest. Darauf aufbauend werden ausgeklügelte Begründungszusammenhänge konstruiert. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass Verschwörungstheorien oft widersprüchlich sind: Willkürlich herausgegriffene Fakten dienen als "Beweise". Zufälle werden bestritten. Alles, was in die Theorie nicht hineinpasst, wird unterschlagen oder als "Propaganda" abgetan. So werden komplexe Vorgänge auf eine simple und überschaubare Story reduziert.
    Auf der Suche nach dem Schuldigen

    tagesschau.de: Ist das auch eine Abwehr der komplexen Moderne? Oder geht es nur um die Suche nach Sündenböcken?
    Jaecker: Das hängt eng miteinander zusammen. Verschwörungstheorien blühen tatsächlich deshalb, weil sich viele Menschen die komplexen Vorgänge in unserer Gesellschaft nicht erklären können und nach einem Schuldigen für Miseren suchen. Die Theorien basieren auf Personalisierung: Stets wird im Verborgenen wirkenden Mächten unterstellt, das "einfache Volk" über den Tisch zu ziehen. Das war schon im 19. Jahrhundert der Fall, wie die antisemitische Hetzschrift "Die Protokolle der Weisen von Zion" zeigt. Darin wird im Grunde die gesamte moderne Gesellschaft durch das geheime Wirken "der Juden" erklärt. Heute wird Amerika mehr denn je für alle möglichen als negativ empfundenen Entwicklungen wie etwa die wirtschaftliche Globalisierung, verantwortlich gemacht.


    tagesschau.de: Warum sind die USA ein beliebtes Ziel?
    Jaecker: Die USA haben eine große Macht, und die setzen sie auch ein. Das macht es Verschwörungstheoretikern leicht, ihnen reflexartig alle möglichen Dinge in die Schuhe zu schieben. Verschwörungstheorien sind allerdings nur dann erfolgreich, wenn sie gesellschaftliche Stimmungen und Vorurteile aufgreifen. In Deutschland gibt es eine unselige Tradition antiamerikanischer Ressentiments. Viele trauen "den Amis" generell nicht über den Weg. Deshalb werden sie für viele negative Dinge verantwortlich gemacht. Auch bei der Finanz- und Wirtschaftskrise war das zu beobachten. Indem die Schuld an derartigen Entwicklungen allein auf Amerika projiziert wird, verblassen die eigenen Fehler.


    tagesschau.de: Im Fall Bin Laden beklagen viele Beobachter die Informationspolitik der USA. Lassen sich Verschwörungstheorien durch totale Transparenz entkräften?
    Jaecker: Der DNA-Test oder die Begründung für die schnelle Seebestattung werden als Lügen abgetan. Dabei könnte man die Aussage der US-Regierung, dass man eine Pilgerstätte für Al-Kaida-Anhänger verhindern wollte, durchaus für schlüssig halten. Doch Verschwörungstheorien mit Argumenten widerlegen zu wollen, ist in der Regel zwecklos - Verschwörungstheoretiker fühlen sich dadurch in ihren kruden Theorien meist nur noch mehr bestätigt.


    tagesschau.de: Welche Rolle spielt das Internet?
    Jaecker: Es beschleunigt und verstärkt die Entstehung von Verschwörungstheorien, unbewiesene Behauptungen ohne Quellenangabe werden oft in Sekundenschnelle zu vermeintlichen Beweisen. Auch das gefälschte Foto mit der angeblichen Leiche Bin Ladens, das am Tag nach der Tötung im pakistanischen Fernsehen gezeigt wurde, kursierte bereits vorher im Internet.
    Zum 11. September gibt es Hunderte von Webseiten oder Amateurvideos mit gigantischen Klickzahlen, die nachweisen wollen, dass die USA hinter den Anschlägen stecken. Das Internet verschafft derartigen Theorien eine neue Sichtbarkeit und Wucht. Es sind ideologische Deutungsmuster in unübersichtlichen Zeiten, die im Internet ihr ideales Medium gefunden haben. Zur Aufklärung oder gar zu einer Verbesserung der Verhältnisse tragen diese Theorien nichts bei. Sie schüren Ressentiments und bedienen Feindbilder - das macht sie so gefährlich.
    Das Interview führte Patrick Gensing, tagesschau.de

  2. #2
    Semi Pro Avatar von suiheisen
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    Es hätte auch gereicht wenn du meinen Benutzernamen nicht noch gespostet hättest aber irgendwie scheinst du dich damit toll zu fühlen sowas zu machen was?

    Und dieser Schrott interessiert mich nicht wirklich, weil man das ganze umgekehrt genau so darstellen könnte. Desweiteren ist es eine Lüge zu sagen man würde sich diese Sachen ausdenken und sich irgendwelche Schuldigen aussuchen. Das würde keinen Sinn ergeben. Die Leute forschen danach und finden in den kleinsten Ecken dann die nötigen Beweise. Aber wenn man jemand ist, der gegen Verschwörungstheorien ist, dann ist es rellativ einfach einen Sachlichen aber falschen Inhalt darüber zu erläutern. Alleine schon weil sie offt als Quatsch dargestellt werden und um so glaubwürdiger wirkt solch eine Aussage wie in diesem Interview. Man erreicht mit Psychologischen Tricks, in welcher Form auch immer, schon eine große Wirkung.
    Und ausserdem würden die ganzen Enthüllungen von Wikileaks alle sammt falsch sein, wo man aber weiß dem ist nicht so.

    alleine der Satz "Auch das gefälschte Foto mit der angeblichen Leiche Bin Ladens, das am Tag nach der Tötung im pakistanischen Fernsehen gezeigt wurde, kursierte bereits vorher im Internet." is total Banana, ich meine jo sicher war es schon früher da aber wer hat es denn vor ein paar Tagen als wahres Bild veröffentlicht? Die Verschwörer oder die öffentlichen Medien?

    Denk lieber selber mal nach bevor du sowas postet ABER JAJAJA wir haben alle unsere eigenen Meinungen.
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  3. #3
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    Du glaubst bestimmt auch das die Mondlandung niemals stattgefunden hat?
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  4. #4
    Semi Pro Avatar von suiheisen
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    Zitat Zitat von Adenan Beitrag anzeigen
    Du glaubst bestimmt auch das die Mondlandung niemals stattgefunden hat?
    na das wars jetzte^^..
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  5. #5
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    Naja,ich kann einfach nicht verstehen warum du diese Verschwörungstheorien so vorbehaltlos glaubst.

    Und glaub mir,es gibt immer noch Menschen die nicht an die Mondlandung glauben.
    (Zumindest nicht an die erste)
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  6. #6
    Semi Pro Avatar von suiheisen
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    Zitat Zitat von Adenan Beitrag anzeigen
    Naja,ich kann einfach nicht verstehen warum du diese Verschwörungstheorien so vorbehaltlos glaubst.

    Und glaub mir,es gibt immer noch Menschen die nicht an die Mondlandung glauben.
    (Zumindest nicht an die erste)
    Die Mondlandung geht mir irgendwie am ***** vorbei, ob gefakt oder nicht.
    Und ich gucke mir die Dinge schon genauer an bevor ich hier irgendwas "glaube"
    Aber lassen wir es gut sein, ist ja nicht so als würde ich wirklich jeden Quatsch den 0815 Verschwörer behaupten glauben^^ Aber nach eurer Meinung wohl doch aber naja bla bla
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  7. #7
    Semi Pro Avatar von suiheisen
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    Hier gibt er ab 14:40 - 30:00 sein Statement ab zu den Artikeln gegen Verschwörungstheoretiker von letzter Woche. Könnte man sich mal anschauen und dann seine Meinung dazu geben aber hört auch die kompletten 15:20 Minuten an. Wer will kann ja auch noch weiter gucken aber naja, werdet ihr wohl eh nicht.
    (Und wer nur sowas schreibst wie: Der Typ hat keine Ahnung, was fürn Freak etc. und kein anständiges Gegenargument, der sollte es am besten lassen mit dem schreiben, weil dadurch kann man euch nicht ernst nehmen.)

    EDIT: bin zum entschluss gekommen, dass man sich das ganze Video angucken sollte und dann seine Meinung dazu posten sollte.

    Hier noch sein Artikel darüber:
    Spoiler zu Verschwörungstheorien:
    eit dem blutigen Einsatz des Navy SEAL Team 6 vom vergangenen Sonntag in Pakistan, dessen Ablauf ständig vom Weißen Haus revidiert wird, garnierten die Mainstream-Medien viele ihrer Berichte mit mahnenden Hinweisen auf Verschwörungstheoretiker oder widmeten jenen gar ganze Artikel. Mit behäbiger Routine wird die gleiche Bandbreite an irreführenden und abgenutzten Erklärungsmustern abgespult, weswegen Menschen weltweit es für möglich erachten, dass der militärisch-industrielle Komplex für geschätzte 3000 Milliarden Dollar Umsatz durch Osama Bin Laden in den letzten 15 Jahren es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt. Verschwörungstheorien – so die vielzitierten akademischen Korrespondenten - würden in einer unsicheren Welt Halt und Wärme spenden. Es völlig unlogisch, dass die Inside-Job- Hypothese bei 9/11 in irgendeiner Weise beruhigender oder leichter zu verkraften sei als die offizielle Verschwörungstheorie der Bush-Administration, und leider sind Fachidiotie und Betriebsblindheit nicht heilbar. Eine kleine Bande von dilettantischen Höhlenmännern, die durch unvorstellbares Glück um den mächtigsten Sicherheitsapparat der Welt herummaneuvrieren konnten, wäre für uns alle kein Anlass um an der Welt zu zerbrechen und nicht mehr vor die Tür zu gehen. An Terror stirbt – trotz der Panikmache und Verschwörungskrämerei der Regierungen – im Westen statistisch gesehen so gut wie niemand. Dagegen sterben Leute massenhaft bei Autounfällen und trotzdem fahren wir weiter und nehmen das Risiko von tragischen Zufällen in Kauf. Die These, dass eine internationale technokratische Elite die Vereinigten Staaten als Motor benutzt für die gewaltsame Etablierung einer tyrannischen Weltregierung und dabei vor nichts zurückschreckt, ist hingegen extrem angsteinflößend.
    Natürlich darf auch der mehr oder weniger explizite Pauschalvorwurf nicht fehlen, dass kritisch denkende Leute praktisch geisteskrank seien. Publikationen wie “Psychologie Heute” und andere versuchen verstärkt, neue psychische Krankheitsbilder herbeizureden die selbstverständlich einer Behandlung durch ihre Zunft bedürfen. Eine Vielzahl an Historikern hat Regierungsterror in zahllosen Fällen aufgedeckt; glaubwürdige und ehrbare Individuen aus jeder Gesellschaftsschicht sind auch im Fall 9/11 bemüht, sich Gehör zu verschaffen. Feuerwehrleute, Polizisten, und Ersthelfer an Ground Zero sind alle Teil der verächtlich als Verschwörungstheoretiker bezeichneten Bewegung. Architekten, ranghohe Regierungsfunktionäre, Geheimdienstler, der heldenhafte Hausmeister des WTCs William Rodriguez und mindestens die Hälfte der Hinterbliebenen der Opfer der Anschläge forschen neben vielen anderen Leuten im Fall 9/11 und kamen zu der informierten Schlussfolgerung, dass 9/11 ein Inside Job gewesen war. Die Mainstream-Presse wagt es meist nicht, diese Personen in den Dreck zu ziehen. Man lässt sie einfach unter den Tisch fallen.
    Als “Conspiracy-Entrepreneur”, also als zynischer Geschäftemacher dessen Produktesortiment aus Verschwörungstheorien besteht, gilt jeder der über das gelegentliche Bloggen hinaus kritischen Journalismus betreibt und seine Arbeit als Unternehmen betreibt. Medien kosten Geld – aber der kritische Journalist darf halt nun mal laut ungeschriebenen Gesetzen einfach keines verdienen. Staatliche Medien können sich darauf verlassen, dass die Regierung die Bürger um GEZ-Gebühren zwangsweise erleichtert und private Medienkonglomerate sind zu Multimilliarden-Dollar-Imperien angewachsen die wiederum noch größeren multinationalen Konzernen gehören, die entgegen den Regeln des Marktes eine unheilvolle Allianz mit Regierungen eingegangen sind. Die Kosten, die Osama Bin Laden dem amerikanischen Steuerzahler verursacht hat, werden auf 3000 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dieses Geld wanderte in die Taschen von Konzernen wie General Electric, dessen große TV-Sender wie MSNBC regelmäßig in Dokumentarprogrammen vor den finsteren Verschörungstheoretikern hinsichtlich 9/11 warnen. Die Massenmedien sind es gewohnt, für einen einzigen Camcorder mal eben 50.000$ auszugeben; ganze Filmproduktionen wie Alex Jones’ ENDGAME kosten hingegen nur rund 150.000$ und können im Netz kostenlos gesehen werden.
    Mit der alten Taktik “Schuld durch Assoziation” insinuieren auch allerhand “Experten”, die kritisch denkenden Zweifler seien prinzipiell Anhänger der Protokolle von Zion und irgendwie auch von Adolf Hitler. Um heutzutage die Handlungen von Israels Regierung politisch korrekt zu kritisieren, braucht man bald wohl Universitätsabschlüsse in Semantik, Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Extreme geistige Verrenkungen sind nötig, um die Standards zu erfüllen welche vorgegeben werden: Holt man etwa nicht weit genug aus oder relativiert nicht im geforderten Maße oder äußert seine Kritik etwas zu häufig oder fügt nicht seitenweise Kleingedrucktes bei, hat man sich auch schon selbst aufs Abstellgleis bugsiert für das “gesonderte Hervorheben” von Israel. Kaum eine PR-Gelegenheit vergeht an dem nicht ein Funktionär Israels die Kritiker ermahnt, objektiv zu sein und die gleichen Maßstäbe anzulegen wie bei anderen Nationen. Bekanntermaßen ist jedoch objektive Kritik das absolut allerletzte was eine Regierung möchte. Obwohl es theoretisch völlig legitim ist, höhere Maßstäbe an Israel anzulegen, kann man darauf getrost verzichten. Israel ist leider extrem beliebig. Folter und unmenschlichen Behandlung von Gefangenen? Alter Hut. Inszenierte Kriegsprovokationen? Standardrepertoire zahlloser Staaten. Kollektivbestrafung? Nullachtfünfzehn. Massaker? Verdeckte Terroroperationen? Ohne Schmutz an den Händen bleiben einem höhere Ämter verschlossen. Wie anderswo auch.
    Der ehemalige britische Innenminister John Reid traf sich im Oktober 2006 mit Ministern aus den sechs größten Ländern der EU und es wurde laut einem BBC-Bericht “beschlossen, durch Zusammenarbeit das Internet zu einem gefährlicheren Ort für Terroristen zu machen.” Wie soll das erreicht werden? Durch ein rigoroses Vorgehen gegen jeden der das Internet dazu benützt, um “Propaganda zu verbreiten”. Im Zuge der Säuberungsaktion sollen das Internet und weitere Medien auf ein junges Publikum abzielen mit staatlich abgesegneter Indoktrination darüber, dass es beim Krieg gegen den Terror nicht um imperiale Hegemonie und die Vernichtung von Freiheiten gehe. Reid sind die Taktiken von Despoten nicht unbekannt als ehemaliger Hardcore-Stalinist, Mitglied der schottischen kommunistischen Partei und Alkoholiker mit einem Hang, Leuten ins Gesicht zu schlagen. Die Paranoia der britischen Regierung vor jedem der “Propaganda verbreitet”, welche mit ihrer eigenen konkurrieren könnte, ist vielleicht einer der Gründe warum das Recht zu protestieren durch den 2005 Serious and Organized Crimes Act abgeschafft wurde. Den Briten ist es nur dann gestattet, gegen die Regierung zu protestieren wenn sie die Erlaubis der Regierung besitzen. In anderen Ländern würde man das einen Polizeistaat nennen, in Simbabwe und China ist es Normalität. Die Gesetze gegen die Glorifizierung von Terror sind so breit definiert dass sogar Widerspruch gegen die “offizielle Erklärung” der Regierung über Terroranschläge als feindliche Propaganda gewertet werden kann.
    Das einzig verbleibende Medium für den Widerstand gegen den Verlust der Freiheiten im Westen ist das Internet. Es raubt dem Establishment den Schlaf, zu wissen dass Bürger vor ihren Computern sitzen und ihre Empörung elektronisch der ganzen Welt vermitteln können. Die europäische Union ist im Zuge, das Internet völlig zu regulieren. Der erste Schritt ist die Einführung von Lizenzgesetzen welche eine Registrierung, Steuern und eine Erlaubnis für den Betrieb einer Webseite nötig machen. Falls das Material auf der Webseite gegen die breit definierten EU-Gesetze gegen “Hetzrede” verstößt, wird die Webseite nicht zugelassen sein.
    Das weiße Haus machte nach 9/11 eindeutig klar dass auf Bürger abgezielt werde, welche Informationen verbreiten die den Interessen der US-Regierung zuwiderlaufen und dass jene Bürger als feindliche Kämpfer eingestuft werden. Dies ist kodifiziert in Untersektion 27 der Sektion 950v. des Military Commissions Act of 2006. Bushs eigenes Strategiedokument für den Sieg im “Krieg gegen den Terror” listet “Verschwörungstheoretiker”, d.h. jeder der Regierungskorruption und die Lügen über wichtige Ereignisse entthüllt, als “terroristische Rekruteure” und erklärt, deren Einfluss auf die Gesellschaft zu eliminieren zu wollen. In seiner Rede im Oktober 2006 benannte der Direktor des US-Heimatschutzministeriums Michael Chertoff das Internet als “Terroristen-Trainingslager” durch welches “unzufriedene Menschen in den USA radikale Ideologien und potentiell gewalttätige Fähigkeiten” entwickeln können.
    Wie am 17. Juni 2007 im Sunday Express berichtet wurde, sagte der italienische Präsident Giorgio Napolitano während einer Nachrichtenkonferenz in Siena:
    “Jene die anti-EU sind, sind Terroristen”.
    Er attackierte Euro-Skeptiker die davor warnen dass der vorgeschlagene neue EU-Vertrag die Machtbefugnisse der Mitgliedsstaaten zu sehr aushöhlt:
    “Es ist psychologischer Terrorismus, die Gefahr eines europäischen Superstaats zu unterstellen”.
    Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler war ebenfalls anwesend und nickte zustimmend bei den Anmerkungen des italienischen Staatsoberhauptes. Köhler beschrieb die Taktiken der Euroskeptiker als “populistische, demagogische Kampagnen”. Die Worte der beiden Männer wurden von vielen Deutschen und Italienern als kaum verhüllter Versuch gewertet, Euroskepsis mit der Demagogie und dem Populismus der faschistischen Regime von Adolf Hitler und Benito Mussolini zu verbinden.


    http://www.youtube.com/watch?v=gtiAK...&feature=feedu
    Geändert von suiheisen (09.05.2011 um 14:58 Uhr)
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