Hoffe du antwortest mir trotzdem noch :P

Zitat Zitat von FHG Beitrag anzeigen
Du polemisierst nur und gehst nicht für Deine Forderungen auf die Straße.
Ich provoziere - ist klar, auch schon wegen des Alters zu Dir - sollte aber auch positiv verstanden werden, wenn man da etwas nachdenkt.
Den Vorwurf will ich nich stehen lassen...
Ich geh auf die Straße für fast alles was in meinen Augen wichtig ist...
Flyer, Peditionen und Informationen verteil ich auch gerne, genau so versuch ich
im RL und im Internet so vielen Menshcen wie möglich die Augen zu öffnen.

Aber wenn ich mir die Zahl der kritisch denkenden Menschen oder die Anzahl
der Mitdemonstranten so anschaue, dann macht das eher depressiv...
Ändern muss sich was im Denken der Menschen und anschließend bei den Wahlen...

Und eigentlich ist deine Generation genau die, die sich doch mehr als empört
über solche Zahlen zeigen sollte? Natürlich war die Nachkriegszeit wohl eine
Zeit, die ich und Gleichaltrige uns nicht mal vorstellen können...

Wenn heute jemand 80 Stunden/Woche arbeiten müsste, um am Ende gerade
so die Miete zu zahlen (wie vor ~120 Jahren), fändest du es auch unfair, richtig?
...aber wieso soll sich dann heute niemand beschweren dürfen, wenn wir seit
über 40 Jahren keinen Gewinn an Lebensqualität mehr hatten?

Die Nachkriegsgeneration(en) hat/haben dafür gearbeitet, dass es ihren Kindern
und Ekelkindern besser gehen wird...
Aber diese Kinder und Enkel haben nichts davon, weil der Wohlstand/Überfluss
für den die Generationen gearbeitet haben, sich jetzt auf 1% der Bev. konzentriert.

Da sollte absolut jeder das Recht haben sich zu beschweren, egal ob es meinem
Großvater schlechter ging... das was er mit aufgebaut hat, dient den falschen
Menschen....

Obwohl sich die Kaufkraft ver3-/4facht hat, stagnierte oder sank sie
in den letzten ~40 Jahren für die meisten Deutschen. Es macht sich nur nicht
so stark bemerkbar, wenn Gammelfleisch, Analogkäse und Kleidung aus
Kinderarbeit hier verkauft wird...

Auch wenn du es so nicht meinst, kommt es so vor, wie eine weit verbreitete
Meinung: "Uns gehst doch besser als vor 60 Jahren, also beschwer dich nicht!"
... das legimitiert nur dazu, dass sich wenige alles nehmen dürfen und der Rest
nicht nach seinem Anteil des Kuchens fragen darf... der Rest soll schön brav
weiterhin 40 Stunden arbeiten, bzw. steigt die Stundenzahl ja wieder (Chen) ...

Vorallem würd ich behaupten, dass der Kapitalismus nicht weniger Leid anrichtet und
anrichten wird, als Kriege...
Wenn man arbeitet und arbeitet, aber immer weniger entlohnt wird dafür,
schädigt das die Psyche und schürt vorallem Hass (gegen die, denen es nicht besser geht).
-> Hass der Griechen auf Deutsche, Hass der Deutschen auf Ausländer die
Arbeitsplätze nehmen, Hass der schlecht Bezahlten auf Sozialhilfeempfänger...

Genau so sorgt das System dafür, dass Milliarden Menschen Hunger leiden.
Umverteilung von unten nach oben funktioniert international eben genau so,
weshalb z.B. Kenia erst seit ~25 Jahren Hungernde hat... dafür fahren die
Reichen hier rießen Gewinne ein, indem sie den Armen das nehmen, was sie
selbst absolut nicht brauchen...

Wenn man das System nicht stopt, geschieht das hier auch !!!
Hat dafür deine Mutter/die Trümmerfrauen unser(e) Land/Wirtschaft aufgebaut?
Damit hier bald wieder >90% hungern und in Armut leben?

Also sorry... vielleicht komm ich populistisch, wirr, faul oder arrogant rüber,
aber ich versteh nicht wieso sich niemand über diese Themen aufregt....
Noch weniger nachvollziehbar find ich Anfeindungen/Angriffe gegen mich von
Menschen, die fast immer zu den Benachteiligten des Systems gehören,
wie eben du auch... (Außer du hast 2 Eigenheime und 3-4 PKWs?)

Das sind ja keine erfundenen Zahlen oder realitätsferne Vorstellungen die ich
hier bringe... das ist alles vorhanden und theroretisch sofort umsetzbar.