Um nochmal alles zu wiederholen (scheint ja ignoriert/nicht verstanden worden zu sein)

Länder wie Portugal und die Niederlande haben Drogen zu weiten Teilen legalisiert.
Die reine Anzahl der Konsumierenden ist auf lange Sicht entweder gleich geblieben oder gesunken.
Das gilt für weiche Drogen wie Cannabis und für harte Drogen wie Heroin.
Durch das Legalisieren müssen evenutele Süchte keine Angst mehr vor Verfolgung haben. Es kann effektiver und einfacher geholfen werden.

Das sind Fakten. Quellen habe ich schon gepostet. Also keine Meinungen von mir oder sonst wem.
Jetzt seid ihr dran (du, arroganter Vogel, insbesondere. Dass man andere Studien finden kann hast du so gesagt. Zeig sie mir. Und vor allem, von wem sie gemacht wurden und auf welches real Beispiel sie sich beziehen. Du stellst ja auch schließlich die unbewiesene Behauptung auf.,)

Und jetzt Gedankengänge von mir:

Wenn eine EU weite Legalisierung von z.b. Cannabis, durchgesetzt werden würde, dann:
Könnten Grenzkontrollen entschärft werden. D.h. diese werden auf das Niveau des Zigaretten Schmuggels o.ä. runter gefahren.
In der gesamten EU würden es illegale Dealer, also die jetzigen Händler, weitaus schwieriger haben Konsumenten für ihre Produkte zu finden.
Die Hygiene der legalen Drogen wird die der illegalen locker übertrumpfen.
Dank freier Marktwirtschaft und Konkurrenz werden die legalen Produzenten der Drogen nach einiger Zeit bessere, billigere und gesündere Produkte verkaufen können.
Beispiel: Russland. Da hat der Verbot von Schnapps genau das bewirkt: Dreckiges, stümperhaft hergestelltes Gesöff. Bei dem nicht nur massenweise Hersteller drauf gegangen sind, sondern vor allem auch Konsumenten.
Nächster Punkt: Das Geld was jetzt noch in die Verfolgung und Verurteilung von Konsumenten verschwendet wird, kann Sinnvoll in andere Bereiche investiert werden:
Aufklärung zum Thema Drogen (vernünftige, nicht der Stuss der im Moment an Plakaten rumhängt), Unterstützung und Hilfe für Drogensüchtige, etc.
Außerdem wird verhindert, dass das Leben von "vielen" Jugendlichen ruiniert wird, durch aufgeflogenen Kontakt mit harmlosen Substanzen (Cannabis ist ja nun einfach mal, vor allem im Vergleich zu anderen bewusstseinsverändernden Substanzen, als Harmlos zu beschreiben) oder einfach nur mal rumprobierten.

Das Argument der Verwahrlosung der Gesellschaft finde ich mit am trifftigsten, gegen die Legalisierung.
Aber auch nicht besonders überzeugend.
Werden auf einmal alle Leute zugedröhnt rumlaufen?
Tun sie es jetzt schon? Auf Alkohol oder den leicht verfügbaren illegalen Drogen?
Nein. Bei uns zumindest nicht. (tiefes Ruhrgebiet)
Die über-aggressiven Spacken um halb zwölf Nachts in der Bahn sind meistens nicht auf Heroin oder Koks, sondern "auf" Alkohol.
Ein besonders starkes Argument für das Verbot von Alkohol sind die auch nicht. Warum also gegen eine Legalisierung von andere Drogen?

Am Ende noch ein rebellisch liberales Argument (was für mich auch das stärkste ist): Jeder Mensch sollte für sich selber entscheiden können, was gut ist und was schlecht. Schadet er anderen Menschen mit seinem Verhalten, so muss er halt die, vom Staat festgelegten, Konsequenzen tragen.
Diese Konsequenzen müssten dann auch vernünftig sein, also vernünftige Bestrafungen und vernünftige Durchsetzung, was aber in Deutschland nicht der Fall ist. (Die Ubahn Totschläger Geschichten kennt man ja....)

Wird wohl noch alles ziemlich lange Utopie bleiben...