Die
InformationWeek berichtet über eine
Larabee-Präsentation, welche
Intel für einige Analysten und Journalisten abgehalten hat. Dabei wurde interessanterweise auch das Thema
Raytracing (für den Einsatz unter Spielen) nunmehr klar in Zusammenhang mit dem Larabee-Projekt gebracht, selbst wenn die eigentliche Demonstration dann mangels derzeit vorhandener bzw. lauffähiger Larabee-Hardware noch auf QuadCore-Prozessoren lief. Damit ergibt sich zum ersten Mal ein belegbarer Hinweis darauf, daß Intel das Larabee-Projekt auch für den Einsatz im Grafikkarten-Markt als Beschleuniger für gewöhnliche Computerspiele vorsieht ... ... Einschränkenderweise muß man allerdings dazusagen, daß Intel hier den schwierigst möglichen Weg gewählt hat, um auf dem Markt der Spiele-Beschleuniger zu punkten: Denn sofern die Intel-Beschleuniger nur für Raytracing geeignet sind, würde Intel faktisch in einem eigenen Markt (nicht unähnlich Ageia) stehen und müsste erst langwierig die Spieleentwickler überzeugen, die Intel-Beschleuniger explizit zu unterstützen. Auf der anderen Seite könnte Intel natürlich auch zum jetzigen Zeitpunkt schon wesentlich mehr wissen als wir und aufgrund interner Marktprognosen davon ausgehen, daß zum Larabee-Erscheinen sich Raytracing auch bei den anderen Grafikchip-Entwicklern durchzusetzen beginnt ...
... Danach sieht es derzeit allerdings noch nicht aus. Man muß hier auch sehen, daß der Paradigmen-Wechsel weg von der dreiecksbasierten Texturierung hin zu Raytracing doch schon als gewaltig erscheint und sich der Wechsel selber langsam ankündigen und genauso langsam vollziehen wird. Eher denkbar ist es, daß Raytracing für einige Grafik-Teilbereiche einzusetzen, am grundsätzlichen Aufbau heutiger 3D-Grafik aber nichts zu ändern (wie auch schon
hier angedeutet). Dies dürfte einem dedizierten Raytracing-Beschleuniger allerdings nichts nützen, dieser kann seinen Vorteil nur bei vollständiger Raytracing-Grafik ausspielen - und trifft dort wie gesagt auf das alte Henne-Ei-Problem ...