Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber ich habe einen Beitrag aus einem anderen Forum gefunden, den ich hier unbedingt zur "Beruhigung" der Gemüter zitieren möchte, da es Menschen gibt, die sich einfach besser ausdrücken können als ich. Da ich hier in dem Thread auf etwaige Antworten nicht mehr eingehen werde, bitte ich euch das einfach mal durchzulesen und nachzudenken, was Toleranz uns lehren soll.
Einen Beitrag weiter vom selben Verfasser:[...]jemand anderen verstehen, bedingt ja zunächst sich selbst zu verstehen, bedeutet den Versuch zu unternehmen, sich in die Gedankenwelt eines anderen hineinzuversetzen und diese nachzuvollziehen. Bezogen auf mich selbst entsteht dann so etwas wie Beziehung eben, die Kunst des Miteinanderseins, aus der sich Toleranz entwickelt und die auch niemand jemals in Perfektion beherrschen wird.
Den Menschen ist offenbar mitgegeben, alles in Kästchen zu sortieren. Frei nach dem Motto, da sind Muslime drin und die sind so, da sind die Christen drin und die sind so, usw….. Ein Unterschied scheint allenfalls darin zu bestehen, wieviele Fächer der jeweilige Mensch in seinen Kästchen bereit hält.
Es kommt mir der Verdacht auf, dass Menschen nicht nur gern andere versuchen zu sortieren, sondern das unabdingbare Bedürfnis haben, sich selbst einem solchen Kästchen dazu zu definieren. Scheinbar sind Zuschreibungen unverzichtbar, alles andere macht die Welt undefinierbar und wirr.
Nun, wenn der Begriff Agnostiker mit irgendwelchen Zuschreibungen verbunden ist, will ich keiner sein.
Ich für mich akzeptiere die Begrenztheit des menschlichen Geistes. Wir wissen wenig. Und von dem Wissen, was wir uns angeeignet haben, hat uns vieles das Leben einfacher gemacht. Aber ich denke es gab und gibt auch vieles was wir besser nicht gewusst hätten. Eigentlich ist es immer eine dialektische Frage, ohne endgültige Bewertung. Ohne Rad hätte es niemals Transportkarren gegeben, aber auch niemals Streitwagen. War es nun gut oder schlecht, dass das Rad erfunden wurde?
Auch wenn es vieles einfacher macht, die Welt ist nicht schwarz weiß, sie ist auch nicht plus oder minus, das gibt es nur in der dummen Maschine, mit der ich gerade diese Zeilen tippe.
Die Frage nach Gott oder wie auch immer man ein Wesen bezeichen könnte, dem man die Erschaffung dieser Welt zuschreibt, ist eben auch immer verbunden mit einer Theorie über die Entstehung der Welt. Gibt es Gott oder nicht? Dies ließe sich nach meinem Dafürhalten nur dann befriedigend beantworten, wenn ich Gewissheiten hätte. Weil aber niemand bei der Entstehung der Welt zugegen war und auch nichts aufgezeichnet wurde, können wir nur Theorien entwickeln, die sich zu Wahrscheinlichkeiten mehr oder weniger verdichten, niemals aber zu Gewissheiten. Insofern wird die Frage nach Gott für mich unbeantwortbar bleiben, dessen zumindest bin ich mir gewiss.
Quelle[...]Plus und Minus theortische von Menschen erdachte, wie du schon festgestellt hast, mathematische Werte. Sie helfen eben theoretische, mathematische Abbilder der Natur zu liefern, eben um Natur berechenbar zu machen, wobei die Berechenbarkeit um so mehr gelingt, je mehr Fakten uns bekannt sind. D. h. wenn uns sämtliche Phänomene bekannt sind, können wir auch alles berechnen. Bisher allerdings, gelingt uns dies nicht einmal bei so banalen Dingen, wie Wirbelstürme, geschweige denn bei solch komplexen Dingen wie die Entstehung des Universums.
Dass die existierenden Religionen auf überlieferte Geschichten basieren, mit denen sich Menschen in früherer Zeit die Welt erklärten und dass die pfiffigen darunter verstanden haben, diese Geschichten so zu interpretieren, dass sie hierdurch ihre Macht rechtfertigen und etablieren konnten, ich denke darüber sind wir uns sehr einig. Das berührt aber nur die Frage nach den Religionen, nicht die Frage nach einer möglichen Existenz Gottes, wenn man sich auf diesen Begriff für das Ungewisse einigen kann.
Nichts desto trotz glaube ich an die Wirkung religiöser Rituale. Nicht in dem Sinne, dass eine übernatürliche, transzendale Kraft wirkt, sondern in dem Sinne, dass psychologische Wirkungen freigesetzte werden. Allerdings wirken die Phänomene auch in einem nichtreligiösen Zusammenhang (siehe 3. Reich).
Also ich bin ein völlig unreligiöser Mensch und kann auch nur schwer nachvollziehen, wie in einer Zeit, wie der jetzigen, wo wir einen derart großen Zugang zu Informationen (bezogen auf Länder mit Informationsfreiheit) und vor allem Hintergrundinformationen haben, Menschen vorbehalt- und kritiklos Dinge glauben können, die irgendwann einmal, nicht so ganz zwecklos, von irgend wem aufgeschrieben wurden.
Wenn es denn so etwas gibt, wie Gott, ich schließe die Varinate nicht aus, denn befindet er sich ohnehin in Dimensionen die für Menschen nicht zugänglich sind. D. h. irgendwelche Kommunikationen mit diesem Wesen entspringen meiner Überzeugung nach ausschließlich Halluzinationen.
Also, solange mir nicht bewiesen werden kann, dass es kein transzendales oder übergeordnetes Wesen gibt, schließe ich dessen Existenz nicht aus, nicht mehr aber auch nicht weniger. An irgendwelche Strafgerichte oder was es sonst noch geben mag, glaube ich nicht. Warum es im Menschen so etwas, wie das Gute gibt, daran knobele ich noch. Was hält uns (zumindest die Mehrheit der Menschen) ab, ohne Rücksichten unser Ding durchzuziehen? Ich denke, das hat was mit genetischen Progammen zu tun, die sich über die Jahrtausende durch knallharte Auslese durchgesetzt haben.
Kann euch das Forum nur empfehlen mal durchzulesen. Gibt viele interessante Beiträge.




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