Ich habe mich jetzt mal ein wenig über Vista erkundigt. Das scheint ja wirklich ganz nett zu sein. Was mich freut ist, dass von dem ganzen Paladium, NGSCB, TCPA, trusted computing oder wie immer MS das Ding jetzt nennt nicht mehr viel übrig geblieben ist.
Lediglich zwei Features gibt es noch, die einen Nutzen aus einem Fritz-Chip auf dem Board ziehen würden.

Secure Startup und Bit Locker.

Secure Startup stellt lediglich sicher, dass niemand, der direkten Zugriff auf den Rechner hat, nicht einfach irgend eine Platte oder CD mit einem Betriebssystem anschließen kann um von dort aus zu booten um dann Daten auf der Platte im Rechner Daten zu manipulieren.

Das bedeutet aber auch, dass man von dem Rechner nicht mehr per CD, Floppy oder sonstwas booten kann. Nur noch mit der Original-Platte.


Der BitLocker macht eigentlich auch nichts anderes als die Daten auf der Platte zu schützen. Und zwar verschlüsselt er die Daten auf der Platte, sodass sie nur im Original-Rechner wieder entschlüsselt werden können. Wenn einem also einer die Platte klaut, kann er damit nichts anfangen.


Was sehr interessant klingt, dass ist das SuperFetching, eine Weiterentwicklung des Prefetchers von XP.

Der analsyiert genau wie bei XP immer, welche Anwendungen man häufig verwendet und cachet diese schon einmal im freien Ram. Das macht Win XP ja auch schon so.

Vista erkennt aber auch welche Programme man an welchen Wochentagen zu welchen Uhrzeiten verwendet und lädt diese schon einmal in den Speicher, wenn es mal wieder Zeit ist.

So dürfte bei mir wohl jeden Morgen um 5:00 Opera sowie TheBat schon einmal gepuffert sein. Aber nur Wochentags. Am WE erst um 10:00.

Das SuperFetching nutzt sogar externe Flash-Medien zum Cachen der Daten, wenn man dies möchte. Das ist aber eigentlich nur für User mit weniger als einem GB Ram empfehlenswert oder Notebook-Usern, die ihre Platte schonen und somit den Stromverbrauch senken wollen.

Des Weiteren wurde das Problem beseitigt, dass nach dem Starten eines Spiels oder anderen speicherintensiven Anwendung der Cache immer weg war.

Bei Vista ist das anders. Da wird zum Beispiel nachts um 2:00 der Cache in's Pagefile verschoben, bevor das speicherintensive Defragprogramm gestartet wird und nach dem Beenden wird der Cache wieder zurück in den Ram geholt. So läuft morgens alles wieder genauso schnell wie Abends, obwohl Nachts eine speicherintensive Anwendung lief.


Was ich auch sehr gut finde ist, dass es so viele neue Sicherheits-Features bekommen hat. Mit Vista ist es endlich mal möglich auch als eingeschränkter Nutzer arbeiten zu können ohne Probleme zu bekommen. Jetzt gibt's unter Windows auch sowas wie nen su und selbst wenn man sich als Administrator einlogt arbeitet man standardmäßig nur mit eingeschränkten Rechten. Für höhrere Privilegien muss man immer erst eine Messagebox bestätigen.

Die Firewall scheint ja jetzt auch bidirektional zu funktionieren.

Das komplette Netzwerksystem wurde anscheinend auch von Windows Server 2003 übernommen. Da wurde der TCP/IP-Stack ja schon von Grund auf neu entwickelt und das hat jetzt wohl auch Einzug in Vista gehalten.
Wenn man jetzt ähnliche Ergebnisse erwarten kann, wie bei Windows Server 2003, dann dürften sich die Pings um einiges verbessern, was den Online-Gamern ja sehr zu Gute kommen wird.

Alles in Allem scheint das ein nettes Sytem zu werden und aus dem TCPA-Monster ist anscheinend ja wohl nicht mehr viel übrig geblieben. Das erwartet man erst mit der nächsten windows Version.