Ein Crash von Michael Schumacher im Auftakt-Training zum Großen Preis von Monaco hat im Fahrerlager eine Sicherheitsdiskussion ausgelöst.
Donnerstag, 11:23 Uhr: Sieben Minuten vor Ende der Session startet Michael Schumacher noch einmal zu einer schnellen Runde durch. Doch schon nach wenigen Metern, am Ende der Start- und Zielgeraden, kracht der Rekordchampion mit seinem Mercedes-Silberpfeil ziemlich heftig in die Streckenmauer.
"Das Auto wurde instabil und die Räder haben blockiert", beschrieb Schumacher seinen Abflug in der Sainte-Devote-Kurve. Genau an der Stelle, an der am Dienstag ein LKW-Fahrer eine laute Explosion und ein Feuer verursacht hatte.
"Ich habe nur diese riesige Rauchwolke gesehen und dann flogen Reifen durch die Luft und Benzinkanister explodierten", beschrieb Augenzeuge Force-India-Pilot Paul di Resta den Zwischenfall. Gerüchten zu Folge soll der LKW-Fahrer während des Tankens geraucht haben.
Strecke nach LKW-Explosion nur notdürftig repariert
Die Strecke wurde anschließend nur notdürftig repariert - möglicherweise zu notdürftig. Denn nach Schumacher rutschten am Donnerstag gleich fünf weitere Fahrer aus der Sainte Devote. Bereits vor dem Training hatten einige Fahrer bereits kritisierten, dass der Asphalt an dieser Stelle nicht stabil genug und wegen des ausgelaufenen Öls auch zu schmierig sei.
Die Befürchtungen haben sich offenbar bestätigt. Nun sind die Sorgen groß: Ist die Strecke in der Sainte Devote sicher genug? Hält der Asphalt bis zum Rennen am Sonntag? Bricht der Belag etwa beim Start auf, ist ein Massencrash programmiert.