Mercedes GP Vorschau: Großer Preis von Malaysia


Michael Schumacher

Was mögen Sie besonders am Sepang International Circuit und was sind die Herausforderungen daran?
„Sagen wir es so: Malaysia ist eines unserer Heimrennen, deshalb sind wir besonders motiviert und freuen uns, dort zu fahren und von PETRONAS und der malaysischen Bevölkerung unterstützt zu werden. Die Strecke an sich ist klasse, denn sie weist eine Vielzahl an Überholmöglichkeiten pro Runde auf. In einigen Kurven sind unterschiedliche Linien möglich, was sonst kaum auf einer anderen Strecke der Fall ist. Ich bin schon immer gerne dort gefahren und ich freue mich darauf, wieder dort zu starten.“

Das Team erlebte ein schwieriges Wochenende in Australien. Was erwarten Sie vom zweiten Rennen?
„Es besteht kein Zweifel daran, dass wir besser als beim Auftaktrennen abschneiden möchten, das für uns alle eine Enttäuschung war. Wir sehen das als eine Herausforderung an und es ist noch viel zu früh, um uns abzuschreiben. Alle im Team sind positiv gestimmt und in Angriffslaune. Ich erwarte ein besseres Wochenende für uns, auf dem wir aufbauen können.“

Nico Rosberg

Wie schätzen Sie den Sepang International Circuit in Malaysia ein?
„Sepang ist meine Lieblingsstrecke im Formel 1-Rennkalender. Sie ist schnell und fordernd, besitzt einen schönen Streckenverlauf und eine Vielzahl an verschiedenen Kurven - alles eine tolle Strecke. Im vergangenen Jahr qualifizierte ich mich als Zweiter und holte den ersten Podestplatz des Teams. In diesem Jahr kehre ich mit einem guten Gefühl zurück und hoffe, wieder ein gutes Ergebnis beim Heimrennen unseres Titelpartners PETRONAS zu erzielen.“

Erwarten Sie in Malaysia ein besseres Wochenende?
„In Australien erlebten wir ein schwieriges Wochenende, aber das Team hat hart gearbeitet und wir sind zuversichtlich, dass das Auto in Malaysia zuverlässig sein wird. Melbourne ist eine ganz besondere Strecke und wir sind überzeugt, dass wir nach den kommenden Rennen ein viel besseres Verständnis für die Performance unseres Autos haben werden. Ich hoffe, dass wir am nächsten Sonntag einige Leute überraschen können. Seit dem letzten Test in Barcelona wissen wir, dass das Auto schnell ist, jetzt müssen wir daran arbeiten, dieses Potential unter Beweis zu stellen.“

Ross Brawn, Teamchef

„Als Heimrennen unseres Titelpartners PETRONAS ist der Große Preis von Malaysia ein sehr wichtiges und bedeutendes Rennen für unser Team. Das gesamte Team genießt den alljährlichen Besuch in Kuala Lumpur und am Sepang International Circuit sowie die beispiellose Gastfreundschaft unserer Freunde von PETRONAS und der malaysischen Fans.“

„Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres Wintertestprogramms in Barcelona hatten wir entsprechende Erwartungen an den Saisonauftakt, dennoch erlebten wir beim ersten Rennen ein schwieriges Wochenende. Wir hatten eine Reihe von Problemen, die dazu führten, dass unser Auto für das Qualifying und das Rennen weit vom Optimum entfernt war. Danach hatten wir Pech, dass Michael und Nico einen enttäuschenden Doppelausfall erlitten.“
„Seit Melbourne lag unser Hauptaugenmerk darauf, uns in unseren Standorten in Brackley und Brixworth neu zu formieren, das Wochenende genau zu analysieren und den besten Weg herauszufinden, wie wir ab Malaysia das volle Potential des Autos abrufen können. Wie wir auf die Enttäuschung von Melbourne und die vor uns liegenden Herausforderungen reagieren, wird ein wahrer Maßstab für unser Team sein.“

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef

„Sepang ist eine sehr anspruchsvolle Rennstrecke. Es gibt eine Vielzahl von Kurven mit unterschiedlichen Radien, die von den Formel 1-Fahrzeugen gute aerodynamische Stabilität und -Effizienz erfordern. Gleich an vier Stellen des Kurses werden die Bremsen besonders stark gefordert. Extreme klimatische Bedingungen mit hohen Temperaturen und großer Luftfeuchtigkeit sind während des Rennwochenendes in Sepang die Norm und die Wahrscheinlichkeit von Regen an den Nachmittagen - also während Qualifying und Rennen - ist groß. Der Grand Prix in Malaysia ist eines unserer Heimrennen, unser Titelpartner Petronas hat seinen Stammsitz in Kuala Lumpur, und Nico holte dort im letzten Jahr mit Rang drei unseren ersten Podiumsplatz. Seit dem Rennen in Australien hat unser Team in Brackley, Brixworth und Stuttgart hart gearbeitet, um die dort aufgetretenen Probleme mit der Zuverlässigkeit und der Leistungsfähigkeit zu beheben. Unsere Zielsetzung ist, in Malaysia in besserer Form zu sein.“
http://www3.mercedes-gp.com/de/#/s/n...s-von-malaysia



Red Bull: KERS-Entscheidung am Freitag

In Australien siegte Red Bull ohne KERS, doch in Malaysia wird das System wichtiger - Laut Christian Horner nun mehr Vertrauen in die Sicherheit

Red Bull dominierte mit Sebastian Vettel den Saisonauftakt. Und das ohne die Zusatzpower von KERS. In Malaysia könnte die Konkurrenz, die das System an Bord hat, am Start und auf den langen Geraden allerdings größere Vorteile haben als in Melbourne. Deshalb tendiert Red Bull dazu, KERS in Sepang einzusetzen. Eine Entscheidung soll am Freitag fallen. In Australien gab es noch Bedenken in Sachen Zuverlässigkeit.
Dort hatte das Team KERS nach dem Training am Freitag wieder ausgebaut. "Es war in Australien eine sehr kurzfristige Entscheidung, ob wir es drin lassen oder ausbauen. Und es war eine gemeinsame Entscheidung", berichtet Teamchef Christian Horner der 'BBC'. "Es bestand ein Risiko, also haben wir beschlossen, es nicht einzusetzen. Denn abgesehen vom Start selbst bringt das System auf einer Strecke wie Melbourne nur sehr geringe Vorteile. Auf anderen Strecken sind die Vorteile größer."
KERS sei im Freitagstraining in Melbourne ohne Probleme gelaufen. "Wir hatten nur relativ wenig Vertrauen in das System, weil wir noch nicht viel damit gefahren waren", begründet Horner den Ausbau. "Jetzt haben wir die nötigen Kilometer abgespult und nachdem wir alle Komponenten inspiziert haben, ist unser Vertrauen gewachsen. Wenn es am Freitag in Malaysia gut funktioniert, dann wird es am Wochenende in Malaysia sein Renndebüt geben."
Laut Horner machen die 80 Zusatz-PS des Red-Bull-KERS pro Runde 0,3 bis 0,4 Sekunden aus. "Da ist natürlich klar, dass wir es so schnell wie möglich im Auto haben wollen. Aber wir werden die Performance oder die potenzielle Zuverlässigkeit nicht aufs Spiel setzen, wenn wir nicht das Gefühl haben, dass es schon einsetzbereit ist", schränkt Horner ein.
http://www.formel1.de/de/3260/Red+Bu...newsID/1666162