Grundsätzlichg kann man jedes Leiden so darstellen, dass sich der Zuschauer zum Leidenden hingezogen fühlt (das gilt auch für Mörder, Vergewaltiger, usw.)
Deshalb finde ich es zum Teil lächerlich, dass sich die Weltöffentlichkeit über einige Spezialfälle so auslässt, obwohl das Leid in der Welt doch so unendlich ist. Wir hier vor unserem PC können gegen Guantanamo gar nichts unternehmen. Wer es wirklich will, müsste alles Geld und seine ganze Kraft dafür aufbringen, sein Leben also dafür hingeben. Von Meinungen zum Thema wird die Lage dort nicht schlechter oder besser.
Soll heißen: Eine Meinung haben ist gut, aber man soll sich doch bitte nicht so drüber aufregen und kein Herzblut reinstecken, es bringt eh nix. Wenn wir uns über alles Leid so aufregen würden, wären wir längst verzweifelt.
Wenn man für die Anwendung menschenunwürdiger Methoden ist, um andere Menschenleben zu retten, muss man grundsätzlich auch akzeptieren, dass Unschuldige betroffen sind. Und keiner von uns kann sich da auf eine Seite stellen.
Den Obamaismus halte ich hier für sehr fehl am Platz. Guantanamo ist nur EIN Lager, davon gibt es mehr. Obama verdient sich einen guten Ruf dafür, dass er die Ursache nicht ändert, aber die Folgen einfach von der Bildfläche verschwinden lässt..




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