Ich habe Far Cry 3 nun auch durchgespielt und kann mich leider den positiven Eindrücken hier im Forum gar nicht anschließen. Kurz gesagt: ich bin total enttäuscht.

Die ersten paar Spielstunden fand ich ja noch ganz ok. Tiere jagen um Beutel und Brieftaschen herzustellen, ist eine ganz nette und neue Idee gewesen. Auch neue Gebiete per Funkturm (auf der Karte) freizuschalten fand ich super. Und selbst feindliche Camps übernehmen fand meinen Zuspruch. Mit der Spielzeit merkte ich aber, daß sich die Welt erkunden überhaupt nicht lohnt. Alles sieht überall gleich aus: hier mal ein Wasserfall, dort mal ein steiler Abhang...Grafisch sieht das ja ganz schick aus, nur spielerisch ist das recht altbacken. Far Cry 3 hat wie sein Vorgänger das gleiche Problem: die Spielwelt ist einfach zu leer. FC 2 hatte da eine abwechslungsreichere Spielwelt mit Dschungel, Bergen, Steppe...Es lohnt sich einfach nicht auch noch den letzten Winkel auf der Karte zu erkunden, da es außer Beutekisten nichts zu entdecken gibt. Es gibt keine NPC´s die auf einen zu kommen und einen Nebenquest anbieten. Diese gibt es nur in eroberten Camps - sind aber letztendlich immer die gleichen - lahm !!! Dann gibt es noch vereinzelte NQ an bestimmten Stellen. Diese sind aber so mies, das ich davon schnell die Schnauze voll hatte.

Irgendwann kam für mich der Punkt, daß ich nur noch stur die HQ gemacht habe und selbst die war nix. Man wird von einer Selbstmordmission zur nächsten gejagt. Bei Call of Duty wird sich über die massenhaft auftauchenden Gegner geärgert - in FC 3 ist das nicht anders. Permanent kämpft man gegen eine Übermacht an Gegnern. Der Gipfel ist ja das blöde Speichersystem. Möchte man irgendwann ein bestimmte Mission wiederholen, weil man bzw. diese anders lösen möchte, geht das nicht, weil man nicht speichern kann. Auch Freiheit bedeutet nicht immer gleich Freiheit. Bei einigen Mission wird man abgestraft wenn man das Missionsgebiet verlässt. Dies verhindert, daß man eine Mission auf mehreren Wegen lösen könnte.

FC 3 gaukelt dem Spieler eine offenen Welt vor, die im Grunde einen sturen linearen Spielverlauf folgt. Nach FC 2 ist für mich das Offenen Welt Prinzip im Far Cry Universum gänzlich gescheitert. Teil 1 war da ganz anders und vor allem abwechslungsreicher. Wenn ich noch daran denke, wie oft ich den Demolevel - mit dem Fort auf dem Berg - (vor Erscheinen des Spiels) gespielt habe und immer andere Lösungswege gefunden habe - war das geil !

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, daß ich jetzt einen Monat lang intensiv Skyrim gespielt habe und von der Größe, genialen Quest´s und einer lebendigen Spielwelt erschlagen wurde - irgendwie hatte ich gehofft, daß FC 3 auch so sein wird - das war ein Irrglaube, leider !