Ich denke es ist manchmal wie eine Art Hassliebe was die Communityarbeit angeht.
Meine Hauptkritikpunkte:
- Ein Communitymanager sollte sich wirklich IN der Community darum kümmern das engagierte Projekte mehr offizielle Hilfe bekommen und man sich nicht alle Sachen auf 100 Seiten zusammen suchen muss und bei nicht lösbaren technischen Problemen oder Bugs alleine dasteht. Dieser Manager sollte sich der im Übermaß vorhanden technischen Probleme annehmen denn wenn man schon ein „Friss Affe oder stirb“ – Free SDK raus bringt und erwartet das nun „Großes“ damit passiert dann sollte man auch für Modder einen entsprechend technischen Support im Hintergrund haben.
Beziehe ich das mal auf unser, ich sage mal Communiytprojekt, „DrakesLegacy“, so ist das teilweise unglaublich welcher Spagat teilweise notwendig ist technisch nicht dokumentierte Probleme zu meistern oder besser gesagt: Welcher Modder kennt den Spruch nicht „Eine CryEngine ohne Fehler wäre keine“.
Kurz: Ein Mann in der Community, nur für die Community, der sich WIRKLICH um akute Dinge kümmert. Das würde nicht nur der Community gut tun sondern auch dafür sorgen das evtl. einige Projekte keine Angst mehr vor der CryEngine haben und endlich schnell richtiges KnowHow verbreitet wird und vor allem Probleme gelöst werden.
- Mein zweiter Punkt ist die nicht direkte Erreichbarkeit eines Crytek – Mitarbeiters bei akuten Fragen zur einem Engineproblem. Obwohl es zahlreiche Emailadressen gibt, werden (zumindest in dem Raum den ich kenne) keine davon beantwortet. Diesen Punkt kann man evtl. mit Punkt 1 verbinden denn dann wäre ja eine Schnittstelle geschaffen.
So etwas kann in meinen Augen eigentlich nicht sein.
- Editierung der Crydocs. Gute Dokumentationen sind alles. Zwar hat sich Crytek viel Mühe gegeben die Crydocs entsprechend einzurichten dennoch setzen diese in meinen Augen teilweise zu viel voraus, sind unvollständig oder unübersichtlich und es fehlen diverse Musterdatein. Gerade die Hierarchien machen einem das Leben teilweise schwer. Wenn man Communityarbeit betreibt dann sollte man meiner Meinung nach gerade den technischen Support als wichtigstes Instrument für den späteren Spielspaß und Konsum sehen denn gerade die MODs können für Langzeitmotivation sorgen und sind das was Spiele am Leben hält.
- Die Kommunikation zur Community im Allgemeinen finde ich teilweise sehr schlecht. Als nach Crysis 2 der Aufschrei groß war und erst Stück für Stück die Einschränkungen der Engine bekannt wurden (wenn man damals das Spiel erst einmal zum Laufen gebracht hat) hat man sich in große Ausreden geflüchtet und damit der bis dato sehr geschätzten Firma ein zweites Mal unglückliches handeln attestiert… Da gab es viele „Mogelein“ (so will ich sie mal nennen) und Dinge die hier in Deutschland zumindest für viel Kopfschütteln gesorgt haben. Es ist nunmal kein Geheimnis das über den ganzen Teichen die Spieler anders ticken und jeder der NewYork als Schauplatz gesehen hat wusste genau das das Spiel nur einen Zweck hatte: Endlich den Durchbruch im amerikanischen Markt. Schlauchmaps für die „fetten Pommeskinder“, die ohnehin kaum noch allein bis 3 zählen können (Dieser Satz ist bewusst überspitzt) und Action das die Rohre glühen. Die europäischen Entdecker, Erschaffer, Erfinder und Genießer von Crysis 1 – Feeling in Urlaubsflair hat man dabei völlig vernachlässigt. Heute rudert man zurück „Jaja, man hat mit Crysis 2 wohl einiges verkehrt gemacht Aaaaaber so schlecht war es dann auch nicht… Ein Mix aus Crysis 1 und 2 wird dann Nummer 3. Super, ist das Comunityarbeit? Bestimmt nun nicht mehr der Spieler das Spiel sondern der Kontinent mit dem stärksten Umsatz? Erst Hüh dann Hot und die Hoffnung wir haben alles vergessen? Stichwort „vergessen“: Genauso wie die Leute die in den Fanforen die ersten Ragdollpatches für Crysis 1 gebracht haben und dann per „offiziellem Schreiben“ die Fansides gebeten wurden „derartige“ Dinge nicht mehr zu unterstützen. Quasi durch die Brust in den Rücken geschossen ABER erst genau diese (aus FarCry bekannten) Features in Messevideos zeigen…
Kurz: Crytek sollte meiner Meinung nach ein wenig Fingerspitzengefühl bei den kleinen Indistudios abschauen. Ein Beispiel wäre da Grinding Gear Games, wo wirklich das halbe Entwicklerteam das Forum von „Path Of Exile“ moderiert und die Spieler wirklich einen Großteil des Spiels selbst mitbestimmen und balancieren sollten und konnten. So erschafft man Communitydenken und nicht Misstrauen und Frust, was sich hier langsam breitmacht.
- Das führt mich zum nächsten Kritikpunkt: Man hat als Konsument von Crysis manchmal das Gefühl nur „Zahler“ und „durchschaubar“ zu sein. Ständig geht’s um Raubkopierer, ständig um Sicherheitsmaßnahmen und Onlinegängelei. Erstes wird mittlerweile so offen zitiert das man sich schon fragt ob hier mit einem Kunden oder einem Verurteilten gesprochen wird. „Ja, sie erwerben nicht das Spiel sondern nur das Recht es zu spielen…“, Aha und warum ist es dann nötig eine Onlineverbindung mit dem Free SDK zu halten, es ist ja kein Spiel? „.. Keine Antwort“. Gerade letztere Schnüffeltools (die es ja offiziell nicht gibt) sind dabei besonders interessant. Genauso interessant ist das der Login vom Free SDK unten in der Konsole meinen Klarnamen kennt. Dieser existiert bei keinem Account von mir, weder hier noch bei Crydev, noch in irgend einer Form auf meinem PC und schon gar nicht im Zusammenhang mit Crysis. Ist schon komisch das ICH dort persönlich eingeloggt bin…
Kurz: Ich bin Kunde und unterwerfe mich zumindest notwendigen Kopierschutzmaßnahmen aber ich erwarte eine transparente Aussage zu meinen Daten und eine vernünftige Bewertung als Käufer des Produktes und nicht ein immer skeptischer Blick ob auch wirklich alle installierten Crytekprodukte ordnungsgemäß gekauft wurden, wobei niemand weiß welche Tools meine Festplatte nach sonstwas untersuchen.
![[!] Eure Meinung zum Community Managment](https://www.crytek-hq.com/forum/../images/sonstiges/theme_bgs_logos/chq_home_logo.png)



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