Gut erkannt. Und was macht den Agnostizismus aus? Die reine prinzipielle Erkenntnisfähigkeit eines Gottes, nicht der Glaube oder Nicht-Glaube. Darum also, weil es mir nicht um Plausibilitäten geht, wenn ich sage, dass ich nicht glaube, sage ich zugleich aber auch, dass ich es nicht für weniger wahrscheinlich halte, dass es etwas gibt. 50-50 also. Dies hat jedoch nichts damit zu tun, dass ein Agnostiker unentschlossen ist, er ist lediglich der philosophischen Ansicht, da es keine Beweise für oder gegen etwas gibt, wir auch nicht wissen können, ob es da was gibt. Deshalb erscheint ihm der Glaube oder Nicht-Glaube als irrelevant. Es ist sehr wohl möglich, auch außerhalb von Plus und Minus zu denken und diese Ansicht auch zu vertreten.
Fälscherlichweise verstehst du aber, weil ich sage, dass ich nicht an eine Gottheit glaube, das als Beweis dafür, dass ich Atheist sei. Haarspalterei nenne ich das, nichts weiter, denn wäre ich agnostischer Atheist, würde ich die Nichts-Existenz eines Gottes, also mein Nicht-Glaube wäre größer als mein Glaube. Da ich mich jedoch, wie oben erwähnt, nicht an den Glauben fessel, bin ich kein Atheist.





Zitieren
