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Thema: Wissenschaft vs. Bibel

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  1. #11
    Erfahrener User Avatar von Mafiaaffe
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    Standard

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, auf welche Schule du gegangen bist und schon garnicht, in welchem Land diese Schule war, aber Religion an heutigen Schulen und auch zu meiner Zeit ist nichts anderes als Philosophie. Dort wird dir nicht auf fanatische Weise beigebracht, was du zu denken hast.
    Von fanatisch war in diesem Zusammenhang nie die Rede. Es hat evolutionäre Gründe warum Kinder unhinterfragt die meisten Sachen glauben, die ihnen ihre Eltern oder andere autoritäre Personen erzählen und diese Ansichten oft bis zum erwachsenen Alter beibehalten.

    Auch sah mein Religionsunterricht ganz anders aus, wir mussten z.B. Aufsätze darüber schreiben, warum es wichtig ist an einen Gott zu glauben, außerdem wurden uns Dinge gepredigt wie: ohne einen Gott würde die Menschheit untergehen u.Ä. und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dein Religionunterricht sich ausschließlich auf philosophische Aspekte beschränkt hat, dann wäre es kein Religionsunterricht mehr. Aber selbst wenn, bundesweit ist es sicherlich nicht so.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Hey, auf meiner Schule haben wir in Religion sogar fast nur Filme geschaut, die etwas mit Religion zu tun haben, wie z.B. "Der Exorzist". Danach saßen wir am Tisch und haben mit dem Lehrer ausgiebig diskutiert, warum das nicht möglich ist.
    Nun, der Papst ist da anderer Meinung. Sogar der Vatikan hat seinen eigenen Exorzisten und besonders in Osteuropa und Afrika wird Exorzismus noch heute praktiziert.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    "Indoktrination" klingt für mich nach altem Denken. Schwarz/Weiß Denkmuster. Nur weil jemand an Gott glaubt, ist er also "indoktriniert"?
    Das habe ich nicht behauptet, obwohl es in den meisten Fällen sicherlich wahr ist. Du würdest sicherlich nicht an einen Gott glauben hätten deine Eltern dich nicht mit diesem Glauben erzogen und wie gesagt ich mache hier keinem Vorwürfe. Ich habe aus dem gleichem Grund, lange Zeit an einen Gott geglaubt und diese Ansicht mit ähnlichen irrationallen Argumenten vertreten, wie du jetzt.

    Wie auch immer, meine Kritik galt der Religion, nicht dem Glauben an einem Gott. Es gibt eine vielzahl von Theisten die sich nicht als Religiös bezeichnen.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Religion, wenn sie richtig beigebrach wird, hat keinen Platz für Fanatismus.
    Fanatismus Definition:
    "Als Fanatismus (von fr: fanatique oder lat. fanaticus; göttlich inspiriert) bezeichnet man im engeren Sinn das Besessensein von einer Idee, Vorstellung oder Überzeugung („ein fanatischer Anhänger einer Ideologie oder einer Gruppierung“)...
    ...Erscheinungsformen von Überzeugungen, die häufig in fanatischer Weise vertreten werden, sind u. a. extremistische Ideologien, Rassimuss, Fundamentalismus und religiöser Fanatismus."

    Fanatismus ist die wahre Form der Religion. Besonders der Koran verlangt eine wörtliche Auslegung. Ein Muslim der behauptet, dass der Islam die Religion des Friedens ist und Nächstenliebe verbreitet, mag ein guter Mensch sein, aber er ist kein guter Muslim genausowenig wie ein Christ, der für gleiche Rechte für Homosexuelle eintritt sicherlich ein guter Mench ist, aber gemäß der Bibel kein guter Christ.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Fanatismus entsteht durch Irrglaube oder Pseudo-Glaube.
    Genaugenommen ist der moderate Glaube, Pseudo-Glaube, da er oft in keinem Fall mit den heiligen Schriften, der jeweiligen Religion vereinbar ist. Die Bibel ruft ganz klar zur Steinigung ungehorsamer Kinder und zum Mord an Homosexuellen auf und fordert für die Arbeit am Sabbat die Todestraffe etc. Das neue Testament verwirft diese Regeln nicht, ganz im Gegenteil, auch wenn viele moderate Christen versuchen, dir genau das weiß zu machen und eine metaphorische Auslegung macht in diesen Fällen keinen Sinn.
    Auch wenn in der Bibel, im Gegensatz zum Koran, nie erwähnt wird, dass sie wörtlich genommen werden muss, tun viele Christen besonders in Amerika genau das. So setzen sich einige beispielsweise in Demonstrationen für die Hinrichtung von Homosexuellen ein, in besonders extremen Fällen begehen sie sogar Morde z.B. an Abtreibungsärzten (welch Ironie).

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Wenn also Menschen andere Menschen für einen Glauben töten, hat das nichts mit der Religion zu tun, an die die Menschen glauben sollten. Im Gegenteil, Religion soll ein friedliches Zusammenleben und gegenseitge Aktzepanz bringen.

    Wenn Menschen sich also gegenseitig für einen Glauben umbringen, dann mache ich dafür die Menschen selbst verantwortlich, nicht die Religion.
    ...sagte der Papagei.

    Es sind die heiligen Texte, die zum Terror aurufen, der Koran benutzt sogar genau dieses Wort! und es sind die heiligen Texte die zum Mord an Ungläubigen Homosexuellen etc. aufrufen. Die Islamisten die im Namen ihrer Religion töten, tun nur das was ihre Religion von ihnen verlangt, genau wie die Selbstmordattentätter - diese Leute sind fest davon überzeugt, das absolut Gute zu tun: den Willen ihres Gottes und dafür sind sie bereit sogar ihr Leben zu geben.

    "Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, dafür bedarf es der Religion." - Steven Weinberg

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht behaupten, so wie du es gerne behauptest, dass die Religion uns das Denken abnehmen soll.
    Wo kommt das Universum her? Gott hat es gemacht. Wo kommt der Mensch her? Gott hat ihn gemacht. Wo kommt Sonne, Mond und Erde? Gott... etc. und die gleiche Denkweise verfolgst du auch. Beispiel: Wo kommt Moral her? Gott. Was liegt außerhalb des Universum? Gott. Wo kommen Gefühle her? Von deiner Seele. Wo kommt deine Seele her? Gott.

    Das ist die genaue Definition des Nichtdenkens, selbst ein Papagei kann solche Schlüsse ziehen. Gott ist nur eine unehrliche Art zu sagen, dass man keine Ahnung hat und er ist eine Beleidigung für alle jene Leute, die versuchen wirklich Antworten auf solche Fragen zu finden.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Als Atheist kann man es sich auch ziemlich einfach machen, indem man sowas behauptet, gleichzeitig aber die Gegenseite für Behauptungen, geprägt von Unwissenheit, zu beschuldigen.
    Der Unterschied ist das ein Atheist sagt wenn er etwas nicht weiß und anschließend oft versucht wirkliche Antworten auf diese Dinge zu finden. Ein Theist schaltet in solchen Fällen einfach sein Gehirn aus und sagt Gott wars. Das ist zugleich unehrlich und ignorant.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Und außerdem redest zu ziemlich viel von Respekt. Respekt ist jedoch etwas anderes als Aktzeptanz. Kein Gottes erfurchtiger Mensch, der friedlich die Religion vertritt, wird dich nach Respekt bitten, sondern nur darum, dass du es aktzeptierst was seine Ansichten sind.
    Es ist mir vollkommen egal, was jemand privat glaubt. Wenn sich allerdings jemand öffentlich hinstellt, um seine Überzeugungen, egal welcher Art, zu vertretten, muss ich das weder akzeptieren noch respektieren.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Erwarte jedoch nicht gleiches, wenn du es selber nicht tust. Es ist ein Nehmen und Geben.
    Ich würde niemals Respekt oder Akzeptanz für eine Überzeugung verlangen. Ganz im Gegenteil. Sollte ich Ansichten vertreten, die möglicherweise negative Folgen auf das Allgemeinwohl hätten, würde ich sogar hoffen, dass mich jemand darauf aufmerksam macht und mir so die Möglichkeit gibt diese zu überdenken.

    Zitat Zitat von TheMegaMaster Beitrag anzeigen
    Das soll sie vielleicht, aber dennoch lässt sich eine enorme Anzahl an Konflikten durch die Existenz von Religionen begründen.
    Das ist ein wichtiger Punkt. Oft sind diese Kriege zwischen zwei oder mehr religiösen Gruppen, nichtmal religiös motiviert. Aber ohne die Religion gebe es keine Möglichkeit, Freund oder Feind überhaupt auseinander zu halten.

    Zitat Zitat von zezeri Beitrag anzeigen
    Sie haben aber auch Potential, andere Konflikte (politische/wirtschaftliche Interessen) zu verhindern.
    Nenn mir einen Fall, wo die Religion jemals einen Krieg verhindert hat.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Sorry, aber jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Wenn da welche aufgrund falscher Überzeugungen Fanatismus ausüben, kann man dafür nicht die Religion verantwortlich machen, sondern die Menschen, die anderen die Religion auf falsche Weise beibringen.
    Es gibt teilweise sehr erschreckende Aufnahmen aus dem islamischen Fernsehen, beispielsweise die eines 3 Jahre alten Mädchens das Hass gegenüber Juden predigt. Auf diese Ansichten, wird sie wohl kaum selbst gekommen sein.
    Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Fundamentalisten, egal welcher Art, auch die werden diese Ansichten, nicht selbst in ihre Köpfe gepflanzt haben.

    In beiden Fällen ist deine Aussage: "Menschen, die anderen die Religion auf falsche Weise beibringen" nichtig. Denn diese Menschen leben ihre Religion wortwörtlich, nach ihrem "heiligem" Text.

    Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
    Aber es ist natürlich immer einfacher zu sagen, dass die Religion an allem Übel die Schuld trägt.
    Das habe ich nie behauptet und ich würde es auch nie behaupten. Allerdings würde es sehr viel weniger Übles geben, ohne die Religion.
    Geändert von Mafiaaffe (14.08.2010 um 22:13 Uhr)
    "God is an ever-receding pocket of scientific ignorance." - Neil DeGrasse Tyson

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