Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
Doch, genau das ist das Problem. Ich sehe absolut kein Weiterkommen in unserer "Runde". Wenn du alles abstreiten möchtest, was du nicht beweisen kannst, dann ist das deine Sache, aber ich sage lieber VIELLEICHT, anstatt immer nur NEIN, weil ein Mr. X für uns dieses und jenes Probleme (scheinbar) gelöst hat.
Mein Problem ist Folgendes: Dein Gott ist eine von dir bewusst oder unbewusst erdachte Figur. Alle Attribute die du deinem Gott zuschreibst, hast du dir entweder ausgedacht oder aus Brüchstücken der Religion zusammengebastelt.
Was ich damit sagen will ist, dass dein Gott nicht besser oder schlechter als jedes Fabelwesen ist, was ich mir ausdenken könnte.

Trotzdem sage ich nicht, dass dein Gott nicht existiert, ich sage, dass es ohne Argumente oder Beweise absolut keinen Grund gibt dir mehr zu glauben als mir, wenn ich mir irgendein Wesen ausdenken sollte und du würdest mir, in diesem Fall, sicher mit der gleichen Skepsis begegnen, wie ich dir gerade.

Zitat Zitat von Siberian Tiger Beitrag anzeigen
aber behaupte nicht, wir Menschen wären in der Lage das gesammte Universum zu verstehen...da hört für mich jegliche Glaubhaftigkeit an die Wissenschaft auf (abgesehen von "simplen" Sachen wie die Entstehung von Planeten usw.).
Ich denke nicht, dass die Quantenmechanik, Astroteilchenphysik oder Molekularbiologie eine simple Sache ist. Ich denke auch nicht, dass wir irgendwann in der Lage sein werden alles im Universum zu erklären. Aber ich kann dir sagen, dass du die Wissenschaft ganz gewaltig unterschätzt, wenn du glaubts, dass sie nur in der Lage ist, die simplen Dinge in diesem Universum zu erklären.


Zitat Zitat von Prototype Beitrag anzeigen
Dasi st an sich aber schwer nachzuvollziehen was du da behauptest. Warum MUSS eine unendlich lange Zeit vergangen sein, bis das Universum "erschaffen" wurde. Wenn es NIE erschaffen werden musste, weil es ja Unendlich ist und davon ist ja die Rede, dann hat es praktisch unmöglich überhaupt Zeit zur entstehung in anspruch nehmen können, weil es so gesehen nie stattfand.
Warum es so sein muss, ist schwer zu beantworten. Es ist einfach ein logischer Schluss, dass sollte die Zeit absolut sein, wir die Gegenwart nie erreichen könnten oder im Falle von Gott er den Zeitpunkt der Schöpfung nie erreichen könnte.

Das war, wie ich bereits sagte, schon vor Jahrhunderten ein großes philosophisches Problem. Nebem diesem philosophischem Problem, gibt es aber auch noch ein großes wissenschaftliches Problem, denn sollte das Universum statisch sein, das heißt schon immer existiert haben, wären Galaxien u.Ä. durch die Gravitation, schon lange in sich zusammengefallen.

Vor Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie wurde allerdings, Weltweit, genau diese Ansicht vertreten und auf Grund dieses Problems, machte Einstein, wie er später selbst sagte, den größten Fehler seines Lebens.
Er dachte, dass es eine Konstante geben muss die der Gravitation entgegen wirkt, allerdings so klein, dass wir sie in unserem Sonnensytem nicht messen können, aber gerade groß genug um Galaxien auseinander zu halten. Später gelangte er zu dem Schluss, dass wir diese Konstante nicht brauchen würden, sollte sich das Universum ausdehnen.

Eine Überlegung, die ein paar Jahre später, von Edwin Hubble bestätigt wurde. Er beobachtete, dass sich Galaxien mit einer Geschwindigkeit proportional zu ihrer Entfernung von uns weg bewegten.

Wenn wir diese Bewegung zurückrechnen kommen wir zu dem Ergebniss, dass sich alles in uneresm Universum von einem "Punkt" in Raum und Zeit weg bewegt. Dieser "Punkt" an dem die Raumzeitkrümmung unendlich ist, wird auch Singularität genannt.
Wir wissen noch nicht genau was die Ausdehung (das Wort bitte dreimal unterstreichen - der Urknall war keine Explosion, sondern eine Ausdehnung der Raumzeit) auslöste. Es gibt aber verschiedene Hypothesen, für die uns allerdings noch die nötigen Beweise fehlen. Was wir aber sagen können ist, dass es keinen Moment vor diesem Zeitpunkt gab, genausowenig wie es kein nördlich vom Nordpol gibt.

Es gibt auch ein interrestanten Beitrag von Stephen Hawkings zu diesem Thema. Wenn ich finde werde ich noch hinzufügen. Ansonsten schlage ich das Buch "eine kurze Geschichte der Zeit" vor.

Zitat Zitat von Prototype Beitrag anzeigen
Wenn du sagst, die Zeit kann nicht unendlich sein weil es irgendwo angefangen hat, dann widersprichst du den Terminus des Unendlichen, denn unendlich heißt nicht nur "kein Ende", sondern auch kein Anfang.
Nicht unbedingt. Das Universum und das können wir heute mit Sicherheit sagen, hatte einen Anfang, aber wir können heute mit fast genau der gleichen Sicherheit sagen, dass es sich bis in alle Ewigkeit (in anderen Worten: unendlich lange) weiter ausdehnen wird.

Zitat Zitat von Prototype Beitrag anzeigen
Die umgedrehte 8 als unendlichkeitssymbol ist das beste beispiel, sag mir da mal wo der anfang der Linie ist. Es existiert nicht, genauso wie das Ende, dennoch gibt es dieses Symbol.
Du könntest jeden beliebigen Punkt der 8 nehmen und er wäre gleichzeitig Anfangs- und Endpunkt.