Das Problem finde ich liegt hier eher im Gameplay und der Präsentation. In allen Trailern und Gameplayvideos habe ich kein Stück Far Cry, sondern nur Stumpfes, lineares Geballer im Dschungel gesehen. Kein Gameplaywunderwerk, und ein Ego-Shooter-GTA erst Recht nicht. So viele Zwischensequenzen hauen den Spieler einfach immer wieder aus dem Spiel heraus, und man kann sich selbst 0 in das Spiel integrieren. Dazu sieht man oft auch enge Räume mit Skriptsequenzen, was mir ziemlich missfällt. Es ist einfach nichts dynamisch.
Vermutlich wird es so aussehen, dass der Open World Bereich nur zwischen den Missionen ausgenutzt werden kann, und die Missionen an sich total linear und stupides Mohrhuhn Geballer sind. Das finde ich aber schlecht gelöst, man sollte beides ineinander integrieren, wie es Far Cry und Crysis gemacht haben. Es muss nicht völlig Open World sein, es sollte nur so viel Platz bieten, dass man verschieden Vorgehensweisen hat.
Es mag Spieler geben, die sich daran erfreuen, ein Zuschauer von außen zu sein, das Geschehen zu beobachten, das Gamepad aus der Hand zu legen und die Explosionen zu bestaunen, aber so ein Spieler bin ich weiß Gott nicht. In einem Ego Shooter sollte man definitiv darauf wert legen mit dem Charakter eins zu werden, sich Strategien in Echtzeit zu überlegen, experimentieren und voranschreiten zu können. Das finde ich in Far Cry 3 aber nicht wirklich wieder. Gut, vielleicht in ein oder zwei Stellen, aber der Rest versaut mir das Spiel, dass ich bei der Ankündigung noch ganz gut gefunden habe.
Dazu kommt ja leider noch die Grafik, die ich nicht wirklich so Bombe finde, wie es manche so beschreiben mögen. Sie ist nichts besonderes, sagen wir es mal so.
Letzendlich bleiben mir kaum Kaufgründe, da der Multiplayer eh nur eine schlechte Call of Duty Kopie ist, und der Singleplayer eher ein Skriptgewitter als GTA wird.





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