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Interview mit Ray Muzyka über BioWare - und natürlich über Mass Effect 3


Das Portal videogamer.com hatte die Möglichkeit mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied (engl. Abkürzung: CEO) Ray Muzyka ein Interview zu führen. Sie sprachen mit Ray über BioWares Zukunft, wie die Firma ihren Fokus auf den Part des story tellings legte und natürlich auch über Mass Effect 3. Hier eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • BioWares Ziel war seit jeher, anspruchsvolle und emotional ansprechende Spiele zu entwickeln. Die Geschichte des Spiels ist laut Ray einer der Wege, um dies zu gewährleisten - aber es ist nicht der einzige. Schaut man auf die bisher von BioWare entwickelten Spiele, so scheint es, dass BioWare hierauf seinen Fokus gelegt hat. Bei BioWare selbst sehe man darin auch einen wichtigen Mechanismus und ein einzigartiges Werkzeug, um Spieltiefe zu erzeugen. Die vorgegebene Geschichte werde auch in Zukunft als einer der wichtigen Grundpfeiler ihres Spieldesigns sein, jedoch gebe es neben der Storyvorgabe noch andere Dinge, die die Geschichte lebendig werden lassen.

    Da sind unter anderem die eigenen Entscheidungen, die der Spieler während des Spiels trifft. Wo geht er zuerst hin? Wo danach? und wohin als letztes? Auf welche Weise bekämpft er seine Gegner, welche Taktik ist anzuwenden? Dies sind alles Entscheidungen, die den Verlauf der Erzählung beeinflussen.

    Weiterhin führt Ray die emotionalen Entscheidungen an. Diese seien so wichtig für BioWare, weil man nicht einfach nur eine Geschichte erzählen möchte, sondern eine, die emotional fesselt und die Phantasie anregt. Die Geschichte soll sich real anfühlen, sodass der Spieler sich eins zu eins mit seinem Charakter identifizieren und wie er handeln kann.
  • BioWare vergrößert sich stetig. Mittlerweile gibt es 7 Studios (Edmonton, Montreal, Austen, Virginia, San Francisco, Los Angeles und Ireland), die alle an etwas anderem arbeiten, aber doch zusammen gehören.
  • Im Vorfeld wurde für Mass Effect 3 vieles versprochen: Es soll ein toller Einstiegspunkt für neue Spieler sein und gleichzeitig allen Veteranen ein würdiges Ende ihrer Geschichte bereiten. Ray sagt dazu, dass Mass Effect 3 zum einen das Ende der Triologie darstellt und doch gleichzeitig ein neuer Beginn für den galaktischen Krieg darstellt. Er stellt damit noch einmal heraus, dass noch weitere Mass Effect Spiele folgen werden.
  • Bei BioWare ist man sich dem großen Druck bewusst, den sie elbst mit ihren Ankündigungen erzeugen. Die Mitarbeiter selbst seien sehr stolz auf ihre Arbeit und sich dessen bewusst, was die langjährigen Fans erwarten. Gleichzeitig will man aber auch neue Fans gewinnen.
  • Ray ist sich sicher, den Spagat zwischen dem Neueinstieg und einem guten Spiel für die Fans zu schaffen.
  • Auf die Frage hin, ob es ein "wirkliches Ende" bei Mass Effect 3 gebe, sagte Ray, dass die Triologie definitiv zu Ende sein wird, aber man dem Spieler nicht das Gefühl vermitteln wolle, dass es das Ende der Marke Mass Effect sei. Denn dies ist es definitiv nicht
  • In Mass Effect 3 werden telemetrische Daten erhoben werden, sodass man bei BioWare genau sehen kann, was die Spieler tun. Die Auswertung dieser Daten und das Feedback der Fans aus den Foren werden dazu genutzt werden, das Spiel stetig zu verbessern
  • Der Shadow Broker DLC war sehr erfolgreich, andere DLCs kamen hingegen nicht so gut an. Ray weiß zu berichten, dass man mit den DLCs verschiedene Zielgruppen ansprechen will und auch hin und wieder Tests bzgl. Innovationen durchführt.
  • DLCs sind für BioWare insofern wichtig, als dass man dem Spieler Gründe dafür gibt, tiefer und langfristiger in das Spieleuniversum einzutauchen. Laut dem erhaltenden Feedback vom Cerberus Netzwerk für Mass Effect 2 sieht man DLCs als Win-Win Situation für beide Seiten an

Das gesamte Interview in englischer Sprache enthält noch weitere Informationen zu Knights of the Old Republik und Dragon Age und kann auf der Seite von videogamer.com eingesehen werden.
Quelle: http://www.masseffect-universe.de/