Das Netzteil bietet nur eine grobe Spannung, die sehr lastabhängig ist und periodische Oberwellen aufweißt. Zudem ist die Spannung nicht sehr genau vorgegeben. Bei ATX-Netzteilen sind Toleranzen zwischen 5% und 10% zulässig. Je nach Spannung. Auf der 12 Volt Leitung können also 10,8 Volt anliegen oder 13,2 Volt. Das liegt immer noch innerhalb der Spezifikation und selbst die können nicht alle Netzteile einhalten.

Da ist der Toleranzbereich des Netzteils höher als die maximale Betriebsspannung des Prozessors. Das kann man also vergessen.

Außerdem schwankt die Spannung zusätzlich, wenn andere Komponenten auf einmal mehr Strom benötigen. Wenn du also ein 3D-Spiel spielst, oder gerade die Festplatten anlaufen, dann bricht kurz die Spannung ein, was bei einem Prozessor aber absolut nicht sein darf.

Für den Prozessor wird daher die Spannung aus dem Netzteil noch einmal durch sehr genaue Spannungsregler geführt, die die Spannung nocheinmal auf ein niedrigeres Niveau absenken, das sich dann auch oftmals im BIOS in 10mV Schritten einstellen lässt.

Zudem ist diese Spannung extrem Laststabil und bleibt wirklich konstant, egal wie viel Strom der Prozessor gerade braucht. Oberwellen oder andere periodische Spannungsschwankungen gibt es dort auch nicht mehr. Naja, fast nicht mehr.

Mit so einer Spannung kann der Prozessor dann arbeiten. Je kleiner die Fertigungsstrukturen der Prozessoren werden umso empfindlicher reagieren sie auf mögliche Schwankungen und deshalb müssen hochwertige Spannungsregler her, die bisher eigentlich noch nicht von Nöten waren.

Deshalb kann es sein, dass Boards mit nicht so hochwertigen Reglern nicht mit dem Conroe funktionieren.