Wir hatten das Thema ja schonmal... es geht bei Crysis nicht um Realismus.
Und Verletzungen sind offenbar absichtlich nicht umgesetzt...
Denn das zieht ja einen Rattenschwanz an Konsequenzen nach sich.
Verletzte Gegner heißt, man könnte verwundete Gegner endgültig "erledigen".. Klar, das gab es schon x - Mal bei Egoshootern, aber dass
da heutzutage der Entwickler eher vorsichtig ist, ist ja wohl klar.
Crysis hat jetzt schon keine Freigabe unter 18, das ZDF murmelt im Mittagsmagazin was von "grauenhaftes Killergame".. wenn jetzt Crytek noch Steilvorlagen liefert mit Videos, wo davonkriechende, an den Beinen verwundete Koreaner vom Spieler exekutiert werden, dann gute Nacht.
Da hat man sich für das einfache Modell "genug Treffer in der richtigen Zone = Tod / Keine Zwischenstadien (Verwundungen) möglich" entschieden.
Ich persönlich vermute deswegen auch der Entfall des Messers.. in Zusammenspiel mit dem Unsichtbarkeitsfeature des Nano-Suits liegt ja nahe, dass der Spieler dann gleich denkt: "Geil, unsichtbar von hinten anschleichen.. und dann mit dem Messer.. schlitz!"
Mit den Fäusten sieht das weniger brutal aus.
Ich wette, dass nur in Action Filmen jemand nach dem Treffer durch eine Handfeuerwaffe mehrere Meter durch die Luft geworfen wird...
Dazu reicht trotz der hohen Geschwindigkeit des Geschosses einfach die kinetische Energie nicht aus, würde ich vermuten.
Anders ausgedrückt. Derjenige, der die Waffe abfeuert, bekommt ja die gleiche kinetische Energie ab (=Rückstoß). Der dürfte ja dann auch abgehen wie Schmitz's Katze.. tut er aber nicht, maximal (je nach Waffe) blaue Flecken vom Rückstoß, nur bei falscher Verwendung und extremen Kalibern mal Brüche.
Da auf dem Weg vom Schützen zum Opfer nicht magischerweise Energie zusätzlich dazukommt (sondern genau das Gegenteil) dürfte die Szenen, wo jemand nach dem Treffer durch einer locker aus dem Handgelenk abgefeuerten MP meterweit durch die Luft fliegt, doch etwas.. ähh, überzogen sein (..um den Klugscheißmodus mal so zu beenden..)





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