Ich hatte auch alle richtig, bei einer hab ich geraten. Ich denke eigentlich, dass man als Deutscher auch 90% beantworten können müsste. Dass um den blöden Buchstabendreher jetzt so ein Aufhebens gemacht wird, liegt nur an den Medien, die die Tests durch den Dreck ziehen wollen. Dazu gehört auch das Argument, dass "viele Deutsche den Test nicht bestehen". Selbst wenn ein Deutscher den Test nicht schafft, hat er die Antwort irgendwann mal gehört/gelernt. Niemand verlangt von einem Ausländer, dass er sich alles auswendig bis ans Lebensende merkt.
Außerdem halte ich die Fragenauswahl für unsinnig. Es geht fast nur um die BRD, weniger um die deutsche Nation. Es sollten auch Fragen zum Wertesystem gestellt werden, bei deren Verstoß eine Ausweisung erfolgt, sonst ist es wirklich nur ein Test zum lernen. Wenn sich viele Deutsche mit den Fragen nicht auskennen, lässt das zwar tief blicken, aber es spiegelt auch die Situation in Deutschland wieder. Man muss die Begriffe Nation und Volk schon interessant gestalten, damit was hängen bleibt. Sonderlich positiv wurde/wird Deutschland in der Gesellschaft aber nicht vermittelt, Gesprächsthema ist es eher selten. Damit verliert es auch die Grundlage in der Bevölkerung.
Klar ist auch, dass so ein Test nicht reicht, um jemanden zum Deutschen zu machen. Sprachtest und Gesinnung sind individuell zu prüfen.
Ich bin der Meinung, dass Ausländer Deutschland etwas "bringen" sollen, und damit meine ich nicht deren Kultur. Es geht hierbei nicht um einen solidarischen Akt, sondern um die Stärkung der Wirtschaft. Das würde den Kreis der Einzubürgernden automatisch einschränken.