Also ich finde die UNI kann man nicht mit Schulen vergleichen. Da wird 110% Einsatz verlangt. Man spricht zwar immer so schnell vom lockeren Studentenleben aber wenn man da weiterkommen möchte dann heissts pauken pauken pauken. Und das ungewohnte daran ist dann für die meißten wahrscheinlich, dass das zu einem sehr großen Teil selbstständig geschehen muss. Man bekommt nicht mehr alles schön mundgerecht vorgesetzt wies in der Schule der Fall war sondern muss vieles selber erarbeiten, was einen großteil der "Freizeit" in Anspruch nimmt.
Durch die große Eigenständigkeit oder Eigenverantwortlichkeit gerät man dann schnell in Versuchung die Bücher zu früh wegzulegen und sich dem "lockeren Studentenleben" zu widmen. Das merkt man dann spätestens am Ende des Semesters, wenn die Klausuren vor der Tür stehen.
Gerade die FOS Klasse, die ich ja nach der Ausbildung nur 1 Jahr machen musste fand ich recht locker. Ich hab kaum gelernt und nen recht passablem Abschluss geschafft. Ich hatte zwar Bedenken, weil ich in eine Klasse kam, die schon 1 Jahr hinter sich hatte aber das war kein Problem. Wie du ja selber geschrieben hast ist das erste Jahr hauptsächlich Praktikum, so das ich da eigentlich nicht hinterhehing. Jo, das Jahr ging schnell rum und ich fands nicht schwerer als beim Realschulabschluss.
Die UNI hat mich dagegen ziemlich vor die Wand geklatscht
Ich will dir keine Angst machen. Ist nichts unmögliches was die da verlangen. Aber wenn dir das Fach nicht liegt und die Motivation zum lernnen fehlt, dann ist das die pure Zeitverschwendung. Zudem es ja mitlerweile auch nicht mehr günstig ist. Komischerweise sind trotzdem die Studentenzahlen so hoch wie noch nie in Hessen. Viele behaupten aber auch, dass die ersten Semester immer schwieriger werden. Die dienen nämlich auch oft als "Ausleseprozesse" für faule Leute (wie mich?!).
Spätestens nach dem Grundstudium sollte es dann lockerer werden.