Beim Trainingsauftakt zum Großen Preis von Kanada erwies sich die Rennstrecke in Montreal wie so oft als tückisch. Einige Fahrer verbremsten sich auf der noch rutschigen Strecke in den Schikanen, drifteten entweder knapp an den Streckenbegrenzungen (zum Beispiel Felipe Massa) vorbei, rutschten in die Wiese (zum Beispiel beide Renault-Fahrer) oder mussten nach einem Fahrfehler gar aussteigen.
Ausgerechnet Weltmeister Sebastian Vettel verbremste sich bei noch verbleibenden 35 Minuten in der letzten Schikane, sprang über einen Randstein und landete unsanft in der "Wall of Champions", in welche schon viele Formel-1-Weltmeister gekracht sind.
Besonders bitter für den Deutschen: Wegen Problemen am Auto musste der Heppenheimer zuvor lange warten, kam so nur auf acht Runden und keine aussagekräftige Zeit. Nun stellt sich die Frage, ob das Auto rechtzeitig bis zum 2. Freien Training repartiert werden kann, denn möglicherweise ist das Monocoque beschädigt worden und müsste getauscht werden.
Wesentlich besser verlief der Auftakt für Nico Rosberg, der in seinem Mercedes mit 1:15.591 Minuten zur Bestzeit fuhr. Teamkollege Michael Schumacher belegte mit 0,958 Sekunden Abstand den dritten Rang. Zwischen die beiden Deutschen schob sich Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der 0,548 Sekunden Rückstand zu verzeichnen hatte.
Auf die vierte Position kam Felipe Massa im zweiten Ferrari (+1,067 Sekunden) vor Jenson Button (McLaren, +1,085), Teamkollege Lewis Hamilton (+1,251), Rubens Barrichello (Williams, +1,399), Paul di Resta (Force India, +1,703), Nick Heidfeld (Renault, +1,854) sowie Force-India-Tester Nico Hülkenberg (+1,95

.
Nach seinem schweren Unfall in Monte Carlo ist Sergio Perez im Sauber wieder zurück auf der Strecke und verpasste die Top 10 als Elfter nur knapp (+2,071). Dahinter: Mark Webber im Red Bull (+2,229). Sebastian Vettel wurde 16. (+3,261), Timo Glock 23. (+4,929).
Ausführlicher Trainingsbericht folgt an dieser Stelle in Kürze