Race Results
http://www.formula1.com/results/season/2011/844/6825/
Fahrer Team Zeit/ Rückstand 1. Sebastian Vettel Red Bull 1:29.30,259 Std. 2. Lewis Hamilton McLaren + 0:22.297 Min. 3. Vitaly Petrov Renault + 0:30.560 4. Fernando Alonso Ferrari + 0:31.772 5. Mark Webber Red Bull + 0:38.171 6. Jenson Button McLaren + 0:54.304 7. Felipe Massa Ferrari + 1:25.186 8. Sebastien Buemi Toro Rosso + 1 Runde 9. Adrian Sutil Force India + 1 Runde 10. Paul di Resta Force India + 1 Runde 11. Jaime Alguersuari Toro Rosso + 1 Runde 12. Nick Heidfeld Renault + 1 Runde 13. Jarno Trulli Lotus + 2 Runden 14. Jerome D'Ambrosio Virgin + 4 Runden 15. Timo Glock Virgin Ausfall 16. Rubens Barrichello Williams Ausfall 17. Nico Rosberg Mercedes Ausfall 18. Heikki Kovalainen Lotus Ausfall 19. Michael Schumacher Mercedes Ausfall 20. Pastor Maldonado Williams Ausfall 21. Sergio Perez Sauber disqualifiziert 22. Kamui Kobayashi Sauber disqualifiziert
Heidfeld, Rosberg & Schumacher: Drei Crash-Opfer im deutschen Lager
http://www.auto-motor-und-sport.de/f...r-3565411.htmlMercedes erlebte beim Saisonauftakt in Melbourne die Total-Pleite. Noch vor Halbzeit des Rennens waren beide Autos draußen. Beide Male sorgte Feindkontakt für den Ausfall. Auch Nick Heidfeld ging leer aus, nachdem er sich im Zweikampf das Auto beschädigte.
Die Lange Anreise nach Australien hat sich nicht für alle deutschen Piloten gelohnt. Vor allem im Mercedes-Lager wurde Frust geschoben. Nach nur 25 Runden konnten die Mechaniker einpacken. Michael Schumacher und Nico Rosberg waren schon aus ihren Autos ausgestiegen.
Für Schumacher begann das Unglück schon in der ersten Runde. Der Toro Rosso von Jaime Alguersuari schlitzte dem Rekordchampion den rechten Hinterreifen auf. "Ich hatte einen guten Start, aber in Kurve drei wurde ich hinten getroffen", berichtet Schumi von den ersten Metern der neuen Saison.
Schumi stellt sein Auto aus Sicherheitsgründen ab
An der Box gab es einen neuen Reifen und Schumacher fiel ans Ende des Feldes zurück. Damit war die Sache aber noch nicht erledigt. "Der zerfetzte Reifen hat meinen Unterboden beschädigt. Der Schaden war so erheblich, dass ich aus Sicherheitsgründen anhalten musste." Aufgeben gilt aber nicht: "Ich denke, dass wir Potenzial besitzen, wie man im Wintertest gesehen hat, und ich bin überzeugt, dass wir zurückschlagen werden."
Der Frust am Kommandostand wurde noch größer, als plötzlich auch der zweite Silberpfeil mit einem Gegner kollidierte. Rubens Barrichello nahm Nico Rosberg aufs Korn. Wie bei Schumi wurde auch Rosberg die dritte Kurve zum Verhängnis. Dem Deutschen nutzte es wenig, dass die Rennleitung später eine Durchfahrtsstrafe gegen Barrichello aussprach.
Barrichello schießt Rosberg ab
"Ich habe Rubens im Rückspiegel gesehen, aber er war relativ weit entfernt. Deshalb war ich überrascht, als er mich getroffen hat", schildert Rosberg den Unfall aus seiner Sicht. Der Williams torpedierte den silbernen Seitenkasten, was nach einigen Metern zum rauchenenden Ausfall führte. "Ich habe gleich gedacht, das war es, und habe am Streckenrand angehalten. Das ist sehr schade für das Team, da wir so hart gearbeitet haben im Winter."
Auch Teamchef Ross Brawn schob Frust. "Das war ein enttäuschendes Ende eines enttäuschenden ersten Wochenendes der Saison", klagte der Engländer. Nach dem Wintertest wollte Mercedes eigentlich um die Podiumsplätze kämpfen. Auch ohne die Unfälle wäre man davon weit entfernt gewesen. "Wir werden unsere Stärke als Team beweisen, das Rennen hinter uns lassen, uns sammeln und nach vorne schauen", gab Brawn als Parole aus.
Heidfelds Renault nach Kollision unfahrbar
Bei Renault war die Stimmung deutlich besser. Vitaly Petrov hatte seinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 gefeiert. Da ging der 12. Platz von Nick Heidfeld naturgemäß unter. Nach dem Rennen rätselten alle, warum der Deutsche die starke Pace seines Teamkollegen nicht mitgehen konnte. Auf Anfrage von auto motor und sport zückte Teamchef Eric Boullier nur sein Handy. Darauf zu sehen: Der komplett zerstörte rechte Seitenkasten des Heidfeld-Renaults.
"Das ist direkt in der ersten Kurve passiert", klagte der Franzose. "Das KERS hat danach nicht mehr funktioniert und die Aerodynamik war natürlich gestört." Auf den Fernsehbildern war die Kollision genauso wenig zu sehen wie der Schaden. Nur der Funkspruch von Heidfeld, in dem er seinem Team mitteilte, dass sein Auto unfahrbar sei, ging über die Sender. Nach der Pleite im Qualifying ging damit auch das Rennen komplett in die Hose.
Vettel gewinnt Auftakt in Melbourne
http://www.auto-motor-und-sport.de/f...n-3562723.htmlSebastian Vettel macht da weiter, wo er 2010 aufgehört hat. Der Weltmeister triumphierte souverän beim Saisonauftakt in Melbourne. Zweiter wurde Lewis Hamilton im McLaren. Auf Rang drei lief sensationell Vitaly Petrov im Renault ein.
Sebastian Vettels Traum will einfach nicht enden. Nach seiner überragenden Leistung im Qualifying blieb der Champion auch im Rennen fehlerfrei. Der 11. Sieg seiner Karriere geriet dabei nie in Gefahr.
"Ich bin sehr zufrieden. Das war für uns ein Rennen ins Ungewisse. Wir wussten ja nicht, was wir erwarten konnten", freute sich Vettel. "Ich bin ja heute das erste Mal hier ins Ziel gekommen. Wir können wirklich mit dem Tag zufrieden sein."
Den Grundstein für seinen ersten Erfolg in Melbourne legte der Heppenheimer schon am Start. Obwohl er ohne KERS unterwegs war, beschleunigte er den McLaren von Lewis Hamilton auf dem Weg in die erste Kurve aus und verteidigte die Spitze. Danach ging es nur noch darum den Vorsprung zu verwalten.
Hamilton mit beschädigtem Unterboden
Hamilton kämpfte am Sonntag mit stumpfen Waffen. Bei einem Ausritt in die Wiese beschädigte sich der Engländer den Unterboden und konnte den Sieg Vettels nie ernsthaft gefährden. Nach dem schwachen Testwinter war Hamilton mit Rang zwei aber dennoch zufrieden. "Unsere Pace war sehr gut heute. Darauf können wir sehr stolz sein."
Auf dem dritten Podiumsplatz feierte am Ende überraschend Vitaly Petrov. Der Russe ging schon am Start am Ferrari von Fernando Alonso vorbei und hielt sich dank einer guten Zweistoppstrategie bis ins Ziel vor dem Ferrari, der drei Mal an die Box ging. Schon im vergangenen Saisonfinale in Abu Dhabi musste sich Alonso den Renault-Heckflügel des Russen lange von hinten anschauen."Petrov hatte einen guten Start und auch sein letzter Stint war sehr gut. Den Podestplatz hat er sich verdient," musste Alonso neidlos anerkennen.
Webber fällt hinter Alonso zurück
Hinter dem Spanier belegte Mark Webber Rang fünf. Zur Enttäuschung seiner vielen Fans auf den Tribünen konnte der Australier im Rennen nicht glänzen. Auch er fiel schnell hinter Petrov zurück. Nach seinem dritten Boxenstopp verlor Webber auch noch den Platz gegen Alonso, als er sich kurz verbremste und in die Wiese musste.
Auch Jenson Button blieb am Sonntag nicht fehlerfrei und viel von Startplatz vier auf Rang sechs zurück. Im Zweikampf mit Felipe Massa nutzte der Brite den Notausgang, um am Ferrari vorbeizukommen. "Felipe war so langsam unterwegs, ich weiß nicht, was da los war. Aber er hat gut geblockt und ich kam einfach nicht vorbei. Wenn ich in der Situation versucht hätte, auf der Strecke zu bleiben, wären wir gecrasht. Also bin ich ausgewichen." Da er den Brasilianer nicht wieder vorbei ließ, sprach die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe aus. Am Ende fiel Button auf Rang sechs zurück.
Beide Sauber disqualifiziert
Auf Rang sieben sorgte Rookie Sergio Perez für die größte Überraschung. Mit einer sensationellen Einstopp-Strategie schob sich der Sauber von Startplatz 13 weit nach vorne. Dass man mit nur zwei Sätzen der neuen Pirelli-Reifen über die Renndistanz kommt, hatte nach den Eindrücken beim Test wohl niemand erwartet. Kamui Kobayashi schien auf Rang acht die Sauber-Punkte-Party perfekt zu machen. Doch dreieinhalb Stunden nach dem Rennen wurden beide Sauber disqualifiziert, weil der Heckflügel nicht den Regeln entsprach.
Felipe Massa im zweiten Ferrari kam nach einem schwachen Rennen mit vielen Verbremsern nur auf Rang neun über die Ziellinie, erbte nach der Sauber-Disqualifikation allerdings den siebten Platz von Perez. Auch Sebastien Buemi im Toro Rosso rutschte nach vorne. Statt Rang zehn feierte der Schweizer den achten Platz.
Auch Force India beendete das Rennen plötzlich doch noch in den Punkten. Adrian Sutil und Paul di Resta fanden sich am Ende auf Rang neun und zehn wieder. "Leider haben die Boxenstopps heute gar nicht geklappt, die haben viel zu lange gedauert. Da müssen wir uns noch unheimlich verbessern. So kann man am Ende nicht weiter nach vorne kommen," zeigte sich der Gräfelfinger mit seinem Team unzufrieden.
Nick Heidfelds Zähler stehen dagegen noch bei Null. Im Gegensatz zu Petrov kam der Mönchengladbacher nie auf Touren und landete auf einem enttäuschenden 12. Platz. Eine Startkollision riss dem Renault den Seitenkasten auf. "Das Auto war danach unfahrbar. Das einzig gute an meinem Rennen heute war der Start. Da habe ich einige Plätze gut gemacht."




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