Zitat Zitat von Tibull Beitrag anzeigen
Also auch wenn du hier ja viel diskutierst hast du dich auf das Beispiel jetzt wirklich nicht eingelassen ... ich meinte dabei: dann könnte ich ein Computerprogramm sein
Würden sich in dem Fall denn irgendwelche deiner Eigenschaften ändern oder wäre dies eine zusätzliche Eigenschaft? Nehmen wir an ich schreibe ein Computerprogramm und ich erschaffe darin einen Charakter mit einem eigenen Bewusstsein. Dieser Charakter weiß nicht, dass er in einem Computerprogramm lebt und geht jetzt rum und erkundet die Welt die ich erschaffen habe. Dann könnte er trotzdem wahre Aussagen über diese Welt treffen. Selbst dann, wenn diese nur auf meiner Festplatte existiert. Beispiel: Die Erkenntnis, dass er ein Bewusstsein und einen Körper hätte wäre immer noch wahr. Das beide Dinge nur als Datein auf meinem Computer existieren wäre eine zusätzliche Wahrheit.

Zitat Zitat von Tibull Beitrag anzeigen
aber der Sinn dahinter war eher zu beschreiben das unsere Sensoren (Sinne) nicht das ans gehirn vermitteln, was da ist, sondern nur die informationen die sie bekommen und wir können nicht wissen, ob sie das auf die gleiche weise tun wie bei anderen ( ich seh eigentlich blau aber hab gelernt es ist rot und umgekehrt o.ä.) und ob unser gehirn die informationen richtig interpretiert.
Richtig unsere Sinne lassen sich täuschen deshalb haben in der Wissenschaft Augenzeugenberichte das geringste Gewicht. Beweise müssen von unabhängigen Experten überprüfbar und reproduzierbar sein.
Wir können nicht mit Sicherheit sagen ob rot oder blau für jeden Menschen gleich sind, wenn wir sie als Farben definieren. Wir können dies aber wenn wir sie als Wellenlängen definieren.

Zitat Zitat von Tibull Beitrag anzeigen
begrenzte infos -> keine absolute wahrheit -> keine wahrheit wie du sie hier vertrittst
Wenn du meinen vorletzten Post noch einmal liest wirst du feststellen, dass ich keine absolute Wahrheit vertrete. Ich habe gesagt, dass wir lediglich Aussagen darüber treffen können was wahrscheinlich wahr ist und was nicht.


Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
Was genau soll da jetzt keinen Sinn machen? Es gibt zwei Arten von Phänomenen. Die, die man reproduzieren kann und die, die einmal wissenschaftlich dokumentiert worden sind, aber danach so nie wieder mehr auftraten.
Also man kann diese Phänomene reproduzieren? Wieso reproduziert man sie dan nicht? Dann hätte keine Wissenschaftler ein Problem damit.

Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
Letztere werden von der "westlichen" Wissenschaft allgemein nicht anerkannt, da man solch einmalige Erscheinungen nicht erklären kann.
Sie werden von der Wissenschaft nicht anerkannt, weil es (wenn ich den Text richtig (verstanden habe) keine Wissenschaft ist. Wenn ich ein Experiment mache und behaupte ein bestimmtes Ergebniss bekommen zu haben und 200 andere machen das Experiment und bekommen ein anderes Ergebniss, dann ist die Chance groß, dass ich entweder ein Fehler gemacht habe, mich geirrt oder gelogen habe.

Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
Dieses war zwar so nicht wahr, aber Menschen und Wissenschaft haben es als Wahrheit anerkannt, da man mit damaligen Mitteln nicht überprüfen konnte, ob es auch so stimmte. Wer hätte zu der Zeit gesagt, dass es unwahr sei? Wir sagen es heute, weil wir überprüfen können, dass es unwahr ist. Genau selbiges lässt sich auch auf viele wissenschaftliche Aussagen von heute übertragen... in einigen Jahrzehnten oder auch Jahrhunderten (falls wir da noch leben sollten) wird man möglicherweise viele Dinge auch als unwahr erachten, was wir heute als wahr empfinden. Es ist immer die relative Wahrheit.
Wie ich jetzt zum dritten mal sage ist es vollkommen irrelevant ob Menschen etwas als Wahrheit bezeichnen. Sollte es heute irgendetwas in der Wissenschaft geben was wir heute als wahr bezeichnen und in paar hundert Jahren finden wir raus, dass es doch falsch ist, dann war es heute aber auch schon falsch.
Wahrheit ist weder von der Menge der Menschen, noch von der Zeit in der Menschen daran glauben abhängig.

Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
Das ist ein schlechter Vergleich. Bei einer Straße oder einem Diktat weiß ich, dass es ein Ende hat. Es gibt keine endlose Straßen oder Dikate, es sei denn die Straße hat die Form einer Acht oder das Diktat wiederholt sich immer wieder. Nur in diesem Falle würde ich mich im Kreis drehen. Niemand jedoch kann sagen, wo das Wissen endet und ob es überhaupt ein Ende hat. Wir können zwar immer mehr entdecken, aber niemand kann mit Gewissheit sagen, wo wir mit unserem Wissen jetzt stehen.
Also wenn eine Straße kein Ende hat kann ich nicht anfagen sie zu befahren? Natürlich kann ich das und genauso kann ich Angaben darüber machen wie weit ich bereits gefahren und im gleichem Sinne kann ich Angaben machen wo wir mit unserem Wissen im Moment stehen. Was ich nicht machen kann ist zu sagen, um nochmal auf meine Straße zurückzukommen, wie weit ich noch fahren muss bis ich das Ende erreiche.