Die Erfahrung widerspricht dieser hier scheinbar sehr verbreiteten Meinung. Nach diversen Tests von Fachzeitschriften und Onlinemagazinen scheinen die Minimalanforderungen bis auf wenige Ausnahmen immer für das Spielen mit minimalen Details auf einer Auflösung von 1024x768 geeignet zu sein.
Das die Triple-SLI-Fetischisten und sonstige Highend-Hardware-Jünger aus diesem Forum mit derartigen Optionen nichts anfangen können, ist nicht Schuld der Entwickler. Man sollte bedenken, dass Personen, die nicht allzu viel Wert auf ihre Hardware legen bzw. dementsprechend wenig investieren, also die Zielgruppe solcher Angaben, garantiert keinen 22"-TFT mit einer nativen Auflösung von 1680x1050 auf dem Schreibtisch stehen haben werden und die Angaben für sie somit durchaus Relevanz haben.
Über die "empfohlenen" Angaben kann man durchaus streiten, da kein Norm existiert, die besagt, dass mit der empfohlenen Hardware ein bestimmtes Leistungsniveau erreicht werden muss. Eine solche Norm kann jedoch in einer derartigen Form aufgrund der großen Differenzen zwischen den Optionen verschiedener Spiele auch gar nicht existieren. Zudem gibt es sich deutlich unterscheidende Meinungen darüber, wann ein Spiel flüssig läuft. Während einige für sich proklamieren, noch Unterschiede zwischen 59 und 60 FPS zu sehen, genügen anderen schon 30 FPS für einen ungetrübten Spielgenuss. Worauf also sollte man die "Empfohlene Hardware" zuschneiden? Auf eine winzige Käufergruppe von Menschen, die für ihren PC mehr Geld ausgeben als für ihre Miete?
Als einzige Lösung erscheint ein alternatives, mindestens dreistufiges Empfehlungsmodell, welches die minimale, eine balanciert-durchschnittliche und ein maximale Hardwarekonfiguration angibt. Aber was gibt man bei Spielen wie Crysis dann als Maximale Systemanforderungen an? Es würde dem Entwickler nichts anderes übrig bleiben als den aktuellen Stand der Consumer-Technik aufzulisten, versehen mit der Vermerkung, dass selbst diese nicht ausreicht. Eine wirkliche Alternative ist dies also auch nicht und komplexere Modelle mit FPS-Angaben und Screenshots des Spiels bzw. der Optionen kosten einerseits zu viel Geld und vertreiben andererseits die Kundschaft.
Deswegen halte ich das aktuelle Modell "min. Voraussetzungen" und "empf. Voraussetzungen" auf der Spielepackung und Details in diversen Magazinen oder auf Gameseiten für einen akzeptablen Mittelweg.





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