Ich finde das Spiel eigentlich auch recht gut. Aber ...
von einem Meisterwerk ist es sehr weit entfernt.
Mir geht's zunehmend auf die Nerven. Warum? Diese andauernden Farbverwischungen und Bildverschiebungen sind ja mal so was von nervig!
Wenn das sich wenigstens auf die Zwischensequenzen beschränken würden. Aber nein auch das ganze Spiel über! Da wird man jedes mal komplett rausgerissen
aus dem Spielfluss, der für mich wegen Zwischensequenzen alle 2 Minuten eh nicht so richtig aufkommen will.
Ich hatte bis vor kurzem noch kein Max Payne gespielt, habe mir aber vor ein paar Tagen die Story vom ersten Teil durchgelesen und den 2. gespielt, der mir auch sehr gefallen hat.
Ich muss sagen der 3. ist zwar "aufwändiger" gestaltet - manchmal ist weniger aber eben doch mehr.
Vor allem keine Minute Durchatmen. Beim 2. Teil konnte man wenigstens manchmal ein paar Meter gehen ohne dass gleich Feinde gekommen sind.
Wenn man das hier machen will muss man rückwärts durch bereits gespielte Abschnitte gehen, falls möglich, außerdem wird man andauernd genervt man solle doch weitergehen.
Hinzu kommt dass, wenn mal ruhige Momente sind, diese nur in einer Zwischensequenz vorkommen und dann unnötig durch diese blöden Effekte verunruhigt werden.
Und weil diese Zwischensequenzen nur aus Videos bestehen (die erstens schlechter aussehen wie ingame (da bei mir downsampling) und vermutlich auch
maßgeblich für die 28 GB verantwortlich sind) besteht nicht mal Hoffnung darauf, diese blöden Störelemente jemals los zu werden.
Ich verstehe schon, dass das Stilelemente sein sollen, dafür werden sie aber viel zu oft, unpassend und aufdringlich eingesetzt.
Wenigstens habe ich die Maussteuerung jetzt mit etwas Rumspielen einigermaßen in den Griff bekommen. Was jetzt noch stört ist, dass er oft nicht direkt stehen bleibt
wenn man die Richtungstasten loslässt, was für mich ein Kontrollerphänomen ist, das nichts auf Tastatursteuerung zu suchen hat.
Bei diesem andauernden pausenlosen Geballer (was ich ausdrücklich nicht positiv finde) frage ich mich eigentlich die ganze Zeit, wann denn nun der Schnitt kommt,
der das Tutorial beendet (hey ich weiß jetzt wie alles geht, lasst mir mal wenigstens etwas mehr Freiheit wie z.B. in MP 2) und das eigentliche Spiel beginnen lässt?!
Ich komme mir stellenweise wirklich wie in CoD vor.
Feinde kommen angerannt, bleiben in ihrer Deckung stehen und heben ab und an mal den Kopf, sodass man sie treffen kann.
Außerdem finde ich es aus meiner Sicht untypisch, dass Max, der schon mehr als oft genug gegen die Vorschriften verstoßen und seine Polizeikollegin wegen einer Killerin,
in die er verliebt war, erschossen hat (bevor er wusste, dass sie eh eine Verräterin war) sich so den Ars ch wegen einer aufreist, die er eigentlich gar nicht kennt.
Und noch mehr, dass sich diese Geschichte über das ganze Spiel zieht, was für mich immer langweiliger wird.
Ich dachte das Thema sei nach zwei Stunden gegessen und Herr Payne würde sich anderen mehr persönlicheren Sachen zuwenden, was viel mehr zu ihm passen würde.
Vor allem sind die inneren Monologe zwar typisch, aber komplett überzogen für die aktuellen Situationen, sodass sie auf mich aufgesetzt wirken.
Wie gesagt in den Vorgängern ging es um die Rache an seiner Frau und um das Leben seiner "Geliebten". Er hatte richtige Angst um sie. Das hier ist nur irgendeine reiche Göre,
die einem Max Payne eigentlich richtig egal sein sollte. Ganz am Anfang sieht man ja schon die (kurz- vor-) Schlussszene und kann dadurch erahnen, dass es noch persönlicher wird,
aber alles was er davor labert geht mir ziemlich am Hintern vorbei.
Habe laut Steam jetzt 4 Stunden gespielt und bin schon 1 Stunde mit buntem Hemd rumgelaufen. Und eigentlich interessiert mich kaum noch wie es weiter geht.
Ich dachte nach MP 2 kann man hier nichts verkehrt machen und das kostenlose L.A. Noir hat mich auch gelockt.
Soll mir eine Lehre sein. Hoffentlich ist wenigstens LA besser ...