an dieser stelle muss ich mich mal selber zitieren weil es mir mittlerweile zu doof ist in jedem forum immer wieder meine Meinung zu der ganzen sache zu schreiben.
Dieses geschribbsel hab ich am 27.08.2006 im bf2 archiv-forum gepostet.

Was man hier auch noch erwähnen sollte ist das es sich bei dieser Killerspieldiskussion auch um einen Generationskonflikt handelt.
Diese Politikelite ist mit Cowboy und Indianer spielen und ähnlichen Freilandspielen groß geworden. Die hatten nicht solche Freizeitangebote wie Kino, Fernsehen, DVD und natürlich auch PC. Die sind nicht mit so etwas aufgewachsen, weswegen ihnen auch der Bezug und das Verständnis für so etwas fehlt.
Außerdem gehören die meisten von denen zu der Generation die den 2. WK noch miterlebt haben beziehungsweise in den nachfolgenden Jahren aufgewachsen sind. Die meisten von denen haben sicherlich Familienmitglieder im krieg verloren und können es dementsprechend nicht nachvollziehen wie die heutige Jugend an Ballereien Spaß findet.
Und das ist verständlich.

Selbst ich hatte bedenken bei gewissen spielen. Brothers in Arms zum Beispiel. Dieses spiel stellt nicht nur wie Call of Duty und Medal of Honour reale Kriegschauplätze nach sondern erzählt die wahren Kriegserlebnisse einiger Soldaten. Und zur realistischern spielweiße auch Taktiken.
Dieses spiel ist gut, ohne frage, es war mal ne Abwechslung zu sonst relativ “öden” von A nach B Geballere in CoD und MoH.

Aber da man nicht fiktive Gefechte spielt hat es mich schon etwas beunruhigt. Ich habe wahre Begebenheiten nachgespielt. Geschehnisse in denen Menschen gestorben sind bzw. schwere Traumas davongetragen haben.

Vor kurzem habe ich ingamematerial aus Brothers in Arms Hells Highway gesehen. Dieses spiel wird mit der Unreal Engine 3 erstellt. Es sieht fantastisch, realistischer aus. Texturen von Gebäuden, detaillierte Umwelt, Physik und natürlich die Charakterdarstellung, Bewegungen, Mimik und Gestik sehr natürlich.

Realismus ist schön und gut. Aber bei so einem Hintergrund ( in helles Highway geht es um Market Garden) finde ich es schon......!

Bei spielen mit erdachten Szenarien, zum Beispiel Crysis oder Ureal Tournament ist es was anderes. Und auch Battlefield 2 ist das nicht schlimm.

Aber die Spieleentwickler die sich an historischen Begebenheiten orientieren, haben auf grund der immer besseren werdenden Technik die Verantwortung Spiele solcher Art nicht als puren spaß zu vermarkten. Es ist blanker hohn so was als spaß darzustellen. Besonders denjenigen gegenüber die solche Kriegshöllen erlebt haben, auch wenn sie schon tot sind! Man sollte schon etwas Respekt zeigen!