Sie haben das Spiel vereinfacht (Suit Modes)
aber auch erweitert (Sliden)
Es vergrößert (Dogtags, Unlocks)
und verkleinert (Levelbreite)
Die Grafik ist schöner (Indirekte Beleuchtung)
aber auch weniger schön (Triste Farben)
Die Story ist besser (komplexer),
aber auch schlechter (lückenhaft vermittelt)
Der eine sieht eher die Vorteile, der andere eher die Nachteile.
Allerdings wurde die Sache vermutlich anders aussehen, wenn der (grafische) Wow-Effekt von Crysis 1 nicht so stark gewesen wäre.Was mir aber gefehlt hat, ist das erkennbare Bestreben, etwas wirklich einzigartiges und Neues zu erschaffen, wie das mit Crysis 1 passiert ist. Wenn man sich da mal einige Interviews ansieht und sieht,was Crysis 1 in seiner Schönheit, seines Umfangs und seiner Vielfalt und Variation des Gameplays darstellt, dann sieht man da wirklich etwas besonderes. Da hat niemand darüber gesprochen, ob das Spiel jetzt der und der Gruppe gefallen wird bzw. ob das auch den Shooter Königen ähnlich genug ist.
Es wurde eine Vision verwirklicht, die nicht auf Marktanalysen basiert, sondern auf dem Kopf von Cevat Yerli und seiner Truppe. Bei der Entwicklung von Crysis 1 wurde über revolutionäre Dinge diskutiert, die an die Grenzen des bisher Erreichten bzw. Möglichen gingen, sei es nun grafisch oder storymäßig (entscheidungsbasiertes System).
Bei Crysis 2 wurde darüber geredet, wie man es denn geschafft habe, das Spiel auf Konsolen zu quetschen, welche Abstriche zu machen waren und wieso New York denn so toll sei. Da hat einfach etwas gefehlt. Ungefähr so, als ob die gesamte kreative Energie zulasten vieler ökonomischer Überlegungen dezimiert wurde.