Ich kann, glaube ich, ganz gut mitreden. Ich hatte schon mittellange Haare, ganz kurze Haare, mm-Schnitt, verschiedene Bärte und Zeiten, in denen ich mich entweder nirgends oder überall rasiert habe. Ich habe tagelang nicht geduscht, teilweise mehrmals täglich geduscht, haufenweise Kosmetikprodukte verwendet oder nicht mal Zahnpasta.
Das Komische ist: Ich hänge gar nicht so sehr an meinem Erscheinungsbild. Versteht das nicht falsch! D.h. im Detail nämlich nur, dass ich mich vor Veränderungen nicht fürchte. Sie sind sogar ein Bestandteil meines Lebens. Manchmal gehe ich mit einem richtigen Vollbart in die Schule, manchmal mit einem getrimmten Bart, manchmal glattrasiert. Teilweise habe ich alte Kleidung an, die an einen Obdachlosen erinnert, dann wieder teure Hip-Hop-Kleidung, dann auch mal ein Hemd usw. usf.
Aber im Großen und Ganzen gefällt mir der Stil am besten, der einen Kompromiss zwischen "Gefällt den anderen" und "Gefällt mir" bildet. Dann fühle ich mich allgemein besser. Und darum geht es auch. Meist ist es auch so, dass mir Dinge dann doch auf einmal gefallen, von denen ich immer gesagt habe "Das ziehe ich nicht an" oder "Das rasiere/schneide ich mir nicht".