PC Games war in Gestalt von Christian Schlütter und Robert Horn zu Besuch bei Crytek, um sich das Action-Spektakel Crysis 2 genauer anzuschauen. Eindrücke aus Frankfurt liefern wir ihnen heute innerhalb einer umfangreichen Crysis-2-Preview, in der unter anderem die Anfänge einer ersten Beispielmission des Ego-Shooters beschrieben wird. Darüber hinaus haben wir detaillierte Informationen zu den neuen Nanosuit-Features parat. Um es vorweg zu nehmen: Crysis 2 wird - wie nicht anders zu erwarten war - in einer fantastischen Optik präsentiert, auch auf Konsolen. Crysis 2 gelangt nicht nur für PC, sondern auch für PlayStation 3 und Xbox 360 Ende des Jahres in den Handel. In Crysis 2 verschlägt es Sie nicht wie im Vorgänger in den Dschungel, sondern nach New York, wo - wie auch im ersten Teil des Actionspiels - Aliens ihr Unwesen treiben. 2023, drei Jahre nach den Geschehnissen von Crysis, haben die Außerirdischen große Teile der Erde in ein Schlachtfeld verwandelt. Tokio, London und Rio de Janeiro wurden attackiert und entvölkert. Die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag. Die Aliens schießen Sonden in die Innenstädte, die wie Meteore einschlagen und riesige Krater hinterlassen. Über den Wolkenkratzern kreisen riesige käferähnliche Raumschiffe. Armee und Söldnerorganisationen versuchen, Gegenwehr zu leisten. Die Menschheit steht am Rande der Auslöschung. Um das zu verhindern, kommt der noch namenslose Hauptheld zum Einsatz, der die Invasoren in die Flucht schlagen soll. Das Aussehen der Gegner hat sich in Crysis 2 merklich geändert. So bekommen Sie es nun unter anderem mit humanoiden Schergen zu tun, die Ihnen ans Leder wollen. Treffen Sie im Laufe des Spielgeschehens mit nur einer Pistole bewaffnet auf eine der außerirdischen Lebensformen, sorgt eine verbesserte Gegner-KI dafür, dass Sie frontal angegriffen werden. Haben Sie beispielsweise einen Raketenwerfer zur Hand, kann es durchaus passieren, dass sich Ihr Widersacher in Deckung begibt, um Sie danach zu flankieren. Die Aliens kommen im Gegensatz zu Crysis teilweise mit ähnlichen Nanosuit-Fähigkeiten daher, wie der Hauptakteur des Shooters. Eine bestimmte Spezies kann damit sprinten, über Gegner springen und sogar Gebäude erklimmen. Für den Hauptheld sind ganz neue Kampfanzug-Features vorgesehen, die in kombinierter Form effektivere Auswirkungen mit sich bringen.
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Crysis 2 in der Vorschau mit Beispielmission: PC Games war in Frankfurt beim Entwickler Crytek und hat sich den kommenden Action-Kracher vor Ort angesehen. Nähere Informationen, Bilder und Details zur Crysis-2-Präsentationen sowie einen Ausblick auf die neuen Aliens legen wir Ihnen in der nachfolgenden Preview zum Ego-Shooter ans Herz.
Die Beispielmission zu Crysis 2 wurde auf einer Xbox 360 präsentiert, denn das Studio entwickelt, wie bereits eingangs erwähnt, parallel für Konsolen und PC. Der Beginn der Mission erinnert uns stark an die First-Light-Szene aus Crysis. Aus einem Tunnel tritt der Held auf einen hellen Hinterhof hinaus. Kaum haben sich unsere Augen an das Licht gewöhnt, donnert eines der Käfer-Raumschiffe über uns durch die Luft, verfolgt von zwei Helikoptern des Militärs. Die Hubschrauber scheuchen das Aliengefährt um den nächsten Wolkenkratzer und treffen es mit einer Rakete. Das Raumschiff stürzt ab und reist dabei ein riesiges Loch in das Hochhaus vor uns. Eine Staubwolke rast auf uns zu, wird nur von der Wand vor uns aufgehalten. Wir fühlen uns an die Fernsehbilder des 9/11-Anschlags erinnert. Gerade Amerikaner werden bei der Szene einen Kloß im hals haben. Plötzlich eine Funkdurchsage: “Prophet, hast du das gesehen?” Sollte der Teamleiter, der am Ende des Vorgängerspiels zurück auf die Insel flog, tatsächlich der Protagonist von Crysis 2 sein?
Wir wollen das nicht so ganz glauben, fragen nach und ernten ein verschmitztes Lächeln vom Executive Producer Nathan Camarillo: Zumindest glauben die Leute in New York, dass ihr Prophet seid. Und dafür gibt es gute Gründe”, mogelt sich Camarillo um eine Antwort herum. Jedenfalls bekommt unser Held eine neue Aufgabe. Er soll eine DNA-Probe von den Aliens an der Absturzstelle des Raumschiffs besorgen. Allerdings sehen wir im Hinterhof keinen Ausgang in diese Richtung. Camarillo manövriert den Nanosuit-Träger zu einem Parkhaus. Per Knopfdruck hebt er das Gitter hoch, das den Eingang versperrt und bahnt sich dann einen Weg durch die Autowracks auf den verschiedenen Ebenen des Gebäudes. Wir sehen Waffen und Leichen herumliegen.Nach dem Ausflug in das Innere eines Gebäudes, schlägt sich der Hauptheld etwas später durch die Häuserschluchten des Manhattan Financial District. Die zerstörte Stadt erinnert an New Orleans nach dem Hurrikane Katrina. Aus einem Fenster hängen Banner: “Wir brauchen Essen und Wasser!” Wir fragen die Entwickler nach Zivillisten. Die Antwort: “Bei jeder Katastrophe gibt es Wahnsinnige, die die Warnungen ignorieren und da bleiben.” Lange jedenfalls können diese armen Seelen nicht ausgehalten haben, denn die Straßen sind menschenleer – abgesehen von den paramilitärischen Truppen, die dort patrollieren. Als unsere Spielfigur den ersten Gegner anvisiert, fällt uns dessen Beschreibung auf. “Crynet Ops Infantry” steht dort. Greift nun der Hersteller des Nanosuits selbst in das geschehen ein? Und warum attackieren die Crynet-Leute dann den Träger ihres eigenen Anzugs? “Das ist nicht der finale Name”, versucht Camarillo sofort einzuschränken. Fest steht: “Eine dritte Fraktion wird in New York Unfrieden stiften und sowohl den Spielern als auch die Aliens angreifen.”
Vertikales Gameplay: In der Beispielmission nähert sich der Protagonist langsam der Absturzstelle, merkt aber schon von Weitem, dass es dort von Gegnern nur so wimmelt. Also lässt Camarillo ein eingestürztes Treppenhaus eines nahegelegenen Gebäudes hochhüpfen. Von dort aus hat er einen guten Blick auf die ganze Szenerie rund um den Einschlags-Krater, kann die Positionen der Soldaten markieren, ihre Gespräche mit anhören uns sich dann via Tarnfunktion immer weiter anschleichen: “In Crysis konntest du höchstens auf ein Auto oder einen kleinen Hügel steigen. jetzt hast du mehr Möglichkeiten, eine Situation anzugehen!”, erklären uns die Entwickler.Aber auch die Gegner benutzen die verschiedenen Ebenen der Spielumgebung, schießen von oben oder unten auf den Protagonisten. In der beispielmission hat inzwischen ein Militärfahrzeug auf einer kleinen Anhöhe Stellung bezogen und beharkt Camarillos Charakter mit einem fest angebrachten Maschinengewehr. Dieser schleicht sich per Tarnfunktion in den Rücken der Feinde, wechselt dann blitzartig in den Power-Modus und prügelt den Gegner vom Wagen. Einen Knopfdruck später hat er das Geschütz vom Wagen gerissen und mäht damit durch die restlichen Gegner. Als sich der Rauch gelegt hat, stiefelt der Held zu der Stelle, die unser HUD als Zielort angibt. Dummerweise versperren Trümmer den Weg des unteren Teil des Kraters. Der “Vielleicht-Prophet” muss also einen alternativen Weg finden. Per Taktik-Modus scannt er die Umgebung und findet als bald einen alten Aufzugsschacht. Die Stahltüren sind dank Nanosuit flugs aufgestemmt. Der Charakter springt hinunter und landet in hüfthohem Wasser. Gerade in diesem gefluteten Tunnel zeigt sich, dass Crysis 2 einen weitaus düstereren Ton anschlägt als sein Südsee-Vorgänger.