Die Geschwindigkeit des Interfaces hat aber nichts mit der Geschwindigkeit der Platte zu tun. Keine Platte der Welt kann annähernd 150 MB/sec übertragen.
Das ist wie beim Auto. Wenn du damit maximal 90 km/h fahren kannst, dann ist es egal, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 150 oder 300 km/h liegt. Schneller als 90 wirst du trotzdem nicht fahren und selbst das erreichst du nur, wenn kein Verkehr vorhanden ist. In Wirklichkeit kannst du vieleicht 50 km/h fahren bzw. 50 MB/sec übertragen. Mehr geht sowieso nicht. Da reicht also auch eine 150'er Autobahn.
Aber kommen wir zur Raptor:
Man spürt schon, ob man eine Raptor drin hat oder nicht. Mein Betriebssystem und meine Anwendungen liegen auf einem Raid1 aus zwei Raptoren und erreicht somit die einfache Geschwindigkeit einer einzelnen Platte. Da spüre ich schon deutlich, dass Anwendungen schneller starten, schneller installieren und das System schneller bootet.
Die Festplatte stellt die größte Bremse eines Rechners dar und genau dort muss man ansetzen, wenn man die Gesamtperformance des Rechners erhöhen will.
Ohne eine schnelle Platte kann der Arbeitspeicher oder Prozessor noch so schnell sein. Mehr Geschwindigkeit wirst du beim Arbeiten mit dem System nicht erlangen.
Ich selbst habe zusätlich auch noch ein Raid0 und das geht dann so richtig ab. Besonders seit dem SP1 von Vista erreiche ich wahnsinns Geschwindigkeiten beim kopieren oder entpacken.
Vista scheint nämlich erst einmal alles am Stück in den Speicher zu lesen, bevor es dann wieder am Stück auf die Platte geschrieben wird. Dadurch reduzieren sich die Zugriffszeiten enorm und 500 MB hat man so innerhalb von ein paar Sekunden kopiert.
Wenn du mich fragst, würde ich dir auf jedenfall eine Raptor empfehlen. Für Desktop-Systeme bekommst du nichts Besseres. Die ist bei Single User Zugriffsmustern sogar schneller als 15.000 Server Platten, die ihre Vorteile hauptsächlich nur bei massiv parallelen Zugriffen ausspielen können.
Die Raptor ist also immer noch das Beste, was du für den Standard-PC bekommen kannst. Außerdem sollte man nicht außer acht lassen, dass diese Platte sehr sehr zuverlässig ist.
Die Lautstärke ist eigentlich auch in Ordnung. Zwar ist sie nicht so leise wie eine Spinpoint, aber das kann man bei den geringen Zugriffszeiten wohl auch nicht erwarten. Das Laufgeräusch an sich ist aber sehr leise. Lediglich die Kopfbewegungen (das klackern beim Zugriff) ist deutlich hörbar, was ich aber gar nicht so schlecht finde. Da merkt man wenigstens, dass sie arbeitet. Bei den ganz leisen Platten hört man ja gar nichts mehr und man muss immer auf die LED gucken um zu überprüfen, ob sie arbeitet oder nicht.
Die Temperatur unterscheidet sich auch nicht mehr von normalen Platten, seitdem alle Platten mit flüssigkeitsgelagerten Lagern ausgestattet sind. Da braucht man sich auch keine großen Gedanken machen.
Es stimmt aber auch, dass dir die Platte während des Spielens absolut keine Performancevorteile bringt. Dort kommt es nur auf Graka, CPU und den Speicher an. Du spürst die schnellere Platte aber, wenn du Level lädst. In Multiplayer-Spielen kann das zum Beispiel bedeuten als Erster auf der Map zu sein. In BF2 hatte ich so immer die freie Auswahl bei den Fahrzeugen, da ich immer als Erster auf der Map war. Als dann die ganzen anderen Spieler spwanten war ich schon längst mit dem Jet unterwegs.
OK. Zugegeben. So einen riesen Zeitvorsprung habe ich nur mit einem Raid0 aus 4 Platten erreicht, aber mit einer Raptor erreicht man immer noch einen kleinen Vorsprung, gegenüber Usern mit normalen Platten.
Alles in Allem kann ich die Platte sehr empfehlen. Neben einer schnellen SSD ist das die beste Möglichkeit ein System zu beschleunigen.
PS:
Natürlich sollte man auch immer alles schön defragmentieren, sonst gehen die ganzen Vorteile wieder flöten. Vista macht das aber auch schon automatisch im Hintergrund. Bei XP müsstest du das entweder manuell machen oder durch ein externes Defragmentierungstool regelmäßig durchführen lassen.






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