Also bisher konnte Havok-FX nur Effektphysik berechnen. Dazu gehört alles was zwar gut aussieht, aber das Spielgeschehen nicht beeinflusst. Zum Beispiel größere Explosionen mit mehreren Trümmerteilen oder Blätter im Wind und so etwas.

Eine Eigenschaft der Effektphysik ist nun die, dass die CPU von den Physikberechnungen nichts mitbekommt. Sie weiß also nicht, ob der Spieler von einem Trümmerteil getroffen wurde oder nicht.

Somit kann sie dem Spieler auch keine Health-Point abziehen. Sie ist also nicht interaktiv. Ein anderes Beispiel wäre, wenn du ein Loch in eine Mauer schießt. Die Graka weiß zwar, dass da ein Loch ist, aber die CPU nicht. Also wird man mit dem Spieler auch nicht durch das Loch laufen können, weil die CPU denkt, dass dort immer noch eine Mauer steht.

Das ist der Nachteil von DX9. Die Shader sind unidirektional. Die Graka kann also lediglich Informationen von der CPU empfangen, aber nicht wieder zurück liefern.

Mit DX10 hat sich das aber geändert. Dort kann die Graka die Ergebnisse ihrer Physikberechnung der CPU mitteilen und somit auch in das Spielgeschehen eingreifen.

Zum Beispiel kann die CPU dann etwas von den Healtpoints abziehen, wenn der Spieler getroffen wird. Auch die Physik, wie man sie in HL² findet, um Rätsel zu lösen sind erst mit DX10 möglich.