Gigabyte war einer der wenigen Mainboard-Hersteller, die auf der Hardware-Messe-Computex im Juli noch keine Boards mit Sockel 1155 für Intels neue Sandy-Bridge-CPUs zeigten. Auf dem IDF gelang es uns, noch vor dem Start von Intels Hausmesse, die ersten Sockel-1155-Boards von Gigabyte aufzustöbern.
Wer Gigabyte-Boards kennt, merkt sofort: Die neuen Sockel-1155-Boards P67A-UD5 und P67-UD7 verfügen über ein schwarzes PCB anstelle der sonst üblichen blauen Platinenfarbe. Damit soll offenbar gekennzeichnet werden, dass es sich um High-End-Boards handelt. Zur einfacheren Unterscheidung sind beim P67A-UD5 manche Teile des Kühlers blau, beim P67A-UD7 sind sie hingegen goldfarben.
ie der Name verrät, kommt bei P67A-UD5 und P67A-UD7 Intels neuer P67-Chip zum Einsatz. Anders als der zweite Sockel-1155-Chip H67 kann der P67 nicht die integrierte Grafikeinheit von Sandy-Bridge-Prozessoren nutzen. Dafür eignet er sich voraussichtlich für SLI und Crossfire - wir gehen davon aus, dass für die offizielle SLI-Unterstützung wie üblich eine Lizenz von Nvidia nötig ist.
Beim Topmodell P67A-UD7 wirbt Gigabyte sogar mit Unterstützung für Drei-Wege-SLI sowie Crossfire mit drei Grafikkarten. Wir vermuten, dass die UD7-Variante hierfür den Nvidia-Zusatzchip NF200 SLI nutzt, der zusätzliche PCI-Express-Lanes liefert - beide Boards verfügen nämlich über ein Kühlsystem mit vier Elementen, die per Heatpipe verbunden sind. Zwei Kühlblöcke sitzen auf den Spannungswandlern beim CPU-Sockel und einer ist offenbar für den P67 zuständig (Single-Chip-Design). Somit bliebe ein Kühlelement für den NF200 SLI. Als wir das P67A-UD7 umdrehten, erkannten wir tatsächlich auf der Rückseite, dort wo der mittlere Kühler sitzt, mehrere Bauteile, die uns von anderen Boards mit NF200-SLI-Chip bekannt vorkommen (siehe Bild rechts). Beim P67A-UD5 fehlen diese Bauteile - damit wird unsere Vermutung, dass das P67A-UD7 den NF200-SLI besitzt, untermauert
Weitere Unterschiede zwischen den beiden Boards: Das P67-UD5 verfügt über zwei USB-3.0-Ports, während das P67-UD7 gleich vier entsprechende Anschlüsse nutzt. Da Intels P67-Chip kein USB 3.0 unterstützt, kommen beim P67-UD7 zwei Zusatz-Controller von NEC zum Einsatz. SATA 6Gb/s beherrscht der P67 hingegen nativ - beide Boards verfügen daher über zwei SATA-6Gb/s-Anschlüsse (weiß gefärbt). Die UD7-Variante bietet zudem sechs SATA-3Gb/s-Ports (schwarz gefärbt), während es beim P67-UD5 vier entsprechende Anschlüsse sind. Außerdem hat dasP67A-UD7 zwei LAN-Ports samt Teaming-Technik, Dual-BIOS sowie 24 statt 20 Phasen für die CPU-Stromversorgung. Dank des Stromspar-Tools Dynamic Energy Saver 2 werden diese aber nur bei übertakteten Systemen komplett genutzt. Im Standard-Betrieb kommen weniger Phasen zum Einsatz.
Auffällig ist zudem, dass P67A-UD7 und P67A-UD5 über Sockel von unterschiedlichen Herstellern verfügen: Beim UD5-Board stammt der Sockeldeckel von Foxconn, beim UD7 ist LOTES der Hersteller. Angeblich wurde der LOTES-Sockel allerdings noch nicht von Intel freigegeben. Die Plastikabdeckung stammt in beiden Fällen von Foxconn.
Die beiden P67-Boards von Gigabyte sollen verfügbar sein, sobald die ersten Sandy-Bridge-CPUs in den Handel kommen - also voraussichtlich im Januar 2011.
http://www.pcgameshardware.de/aid,77...ainboard/News/
Vorstellung von „Sandy Bridge“ zur CES 2011
Die Consumer Electronic Show in Las Vegas wird wie im Jahr 2010 auch im Jahr 2011 Intels wichtigsten Start des Jahres für das gesamte Desktop- und Notebook-Geschäft markieren. Die Messe findet im kommenden Jahr vom 6. bis 9. Januar 2011 statt, unabhängige Tests der vielfältigen Modelle dürften passend zum Start erscheinen. Berichte aus dem deutschen Handel legen zudem dar, dass die Prozessoren direkt ab Anfang Januar auch verfügbar sein sollen.
http://www.computerbase.de/news/hard...-zur-ces-2011/