Leistungsaufnahme
Funktionieren die Stromsparmechanismen auf der Radeon HD 5870 oder nicht? Die Temperaturen lassen es vermuten und wir können auch mit Blick auf die Leistungsaufnahme Entwarnung geben. So zieht die Radeon HD 5870 unter Windows gerade einmal 134 Watt aus der Leitung (gemeint ist der gesamte PC), womit ATi sich den zweiten platz hinter der Radeon HD 4670 erkämpft. Die Radeon HD 4890 ist mit 179 Watt um einiges hungriger.
Unter Last erreicht die Grafikkarte 331 Watt, was zwar kein gutes Ergebnis, aufgrund der Leistungswerte aber vorzeigbar relativ eine Verbesserung darstellt. Frei nach dem Porsche-911-Turbo-Slogan „Effizienz braucht Leistung“. Absolut ist die Leistungsaufnahme der Karte gegenüber dem Vorgänger dennoch erneut gestiegen.
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Temperatur
Dank der neuen Stromsparmechanismen wird die RV870-GPU auf der Radeon HD 5870 nicht wärmer als 34 Grad Celsius, was ein neuer Bestwert in dieser Disziplin bedeutet. Den zweiten Platz belegt die deutlich langsamere GeForce GTS 250, die sich auf 39 Grad „erhitzt“. Unter Last funktionieren die Stromsparmechanismen dann nicht mehr, der Rechenkern wird mit 76 Grad Celsius aber dennoch nicht heiß. Auf der Chiprückseite messen wir maximal 56 Grad Celsius. An warmen Sommertagen sollte es also aufgrund der Reserven zu keinerlei Schwierigkeiten mit der Grafikkarte kommen.
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Lautstärke
Unter Windows hinterlässt das Kühlsystem der Radeon HD 5870 eine sehr gute Figur. Mehr als 43 Dezibel können wir nicht messen. Im Vergleich dazu agieren sowohl die Radeon HD 4890 als auch die GeForce GTX 285 um einiges lauter.
Unter Last dreht der Lüfter der neuen ATi-Karte leider hörbar auf und erzielt ein Ergebnis von 55,5 Dezibel. Damit platziert sich die Radeon HD 5870 genau im Mittelfeld des Testfeldes. Radeon HD 4890 sowie GeForce GTX 285 sind allerdings erneut lauter.
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Fazit
Die Radeon HD 5870 von ATi hat uns im Laufe dieses Tests insgesamt sehr gut gefallen, da ATi gut an den Kritikpunkten der vorherigen Generation gearbeitet hat. Die Performance erreicht zwar keine neuen Dimensionen, genügt aber eindeutig, der Karte das Prädikat „schnellsten Single-GPU-Grafikkarte auf dem Markt“ zu verleihen. Die Geschwindigkeit liegt in etwa auf dem Niveau einer Radeon HD 4870 X2, ohne jedoch die üblichen Multi-GPU-Nachteile mit sich zu bringen.
Sowohl in Sachen Leistung als auch bei der Bildqualität und den Features macht die Karte im Vergleich zur Vorgängergeneration einen gesunden Schritt nach vorne. Mit der DirectX-11-Unterstützung ist der Käufer darüber hinaus für die Zukunft gerüstet und die Leistungsaufnahme unter Windows kann sich ebenso (endlich!) sehen lassen.
Natürlich ist die Radeon HD 5870 nicht „die perfekte Grafikkarte“. So benötigt die neue Generation absolut unter Last erneut mehr elektrische Leistung als der Vorgänger, auch wenn die Effizienz gestiegen ist. Auch die anisotrope Filterung oder die immer noch hohe Lautstärke unter Last gehören zu den Aspekten, die in Zukunft noch eine Verbesserung erfahren können. Dennoch: Eine bessere High-End-Grafikkarte als die ATi Radeon HD 5870 gibt es derzeit im Handel nicht – unabhängig davon, wie viele GPUs eingesetzt werden.
Für etwa 350 Euro wird der 3D-Beschleuniger (ab heute) über die Ladentheke wandern, was ein angemessener Preis für die gezeigte Leistung ist. Schlussendlich fehlt allerdings noch der richtige Gegenpart in Form der G(T)300-GPU von Nvidia. Wenn dieser Chip erscheint, werden die Karte neu gemischt. Bis dahin hat ATi mit der Radeon HD 5870 und der Radeon HD 5850 (von der es bei uns demnächst eine kleine Performance-Preview geben wird, Verfügbarkeit erst in einigen Wochen für 229 Euro) aber klar die Nase vorn.
Positive Eigenschaften- Derzeit schnellste Single-GPU-Karte
- Fast durchgängig AA/AF möglich
- Verbesserte anisotrope Filterung
- Super-Sampling-AA
- DirectX 11
- Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
- Leise unter Windows
Negative Eigenschaften- Relativ laut unter Last
- Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last
- Anisotrope Filterung könnte besser sein
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