Da ich in letzter Zeit immer wieder mit dem Thema Softair konfrontiert wurde (u.a. auch durch diesen Thread hier) und ich wieder einmal ein wenig Geld hatte,
hab ich mich dazu entschlossen, mir auch ein "Scharfschützengewehr" zu kaufen.
Kontret handelt es sich hierbei um das in China hergestellte "Steyr SSG 69 P2" von ASG, das man, je nach Shop, um rund € 100,- kaufen kann.
Beziffert wird die Leistung mit rund 1 Joule bei 0,25g 6mm Kugeln, was in etwa 300 FPS bzw. 90 m/s entspricht.
Aus meiner Sicht und Erfahrung muss ich allerdings sagen, dass sie doch etwas mehr hat (ich schätze so um die 1,3, vielleicht mehr - hab keine Möglichkeit
es wirklich zu messen).
Die Verarbeitung des Gewehrs ist, trotz des Rufs, den das Produktionsland "geniest", überraschend gut:
Lauf, Bolzen, Schienen (2x21mm) sowie Abzug sind aus Metall, der Schaft aus robustem und wiederstandsfähigem Kunststoff. Einzig das Magazin macht
einen relativ billigen Eindruck, tut aber dennoch zuverlässig seinen Dienst.
Natürlich bleibt die obere Schiene, wie es sich bei einem echten "SSG" gehört, nicht unbestückt. Auf ihr lässt sich, mithilfe der nötigen Montageteile,
praktisch alles anbringen. In diesem Fall ist es ein 6x40 Zielfernrohr von Strike Systems (rund € 30,- + € 10,- für Montageringe)
Um in den vollen Genuss der Zielvorrichtung zu kommen ist es unabdingbar, das Hop-Up optimal an das Gewicht der Kugel sowie der (scheinbar von
Gewehr zu Gewehr unterschiedlichen) Leistung einzustellen - auch das ist mit diesem Gewehr problemlos möglich.
Das Schießen mit dem Gewehr fühlt sich relativ echt an: Aufgezogen wird die Feder durch einen Repetiervorgang - ebenso wie bei den meißten echten
Gewehren.
Zu guter letzt die Ausstattung: Mit dabei sind recht brauchbare Dinge wie z.B. einen BB-Loader sowie eine Putzstange, Montagewerkzeug (das Gewehr wird
in 2 großen Einzelteilen geliefert und muss mithilfe von 3 Schrauben und einem Imbusschlüssel zusammengeschraubt werden) und, um das Gewehr ganz
auf seine individuellen Bedürfnisse anpassen zu können, "Butt-Plates" zur Verlängerung bzw. Verkürzung des Teils des Gewehrschaftes, der an die Schulter
angelegt wird. Neben diesen Dingen finden sich auch andere Bestanteile wieder wie z.B. eine eher minderwertige Schutzbrille.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gewehr für den Preis auf jeden Fall zu dem Besten zählt, das es derzeit auf dem Markt gibt. Die
Schusseigenschaften sind großartig (Cola-Dose auf 20m mit 0,25g Kugeln kein Problem) und durch das verstellbare Hop-Up lässt sich auch nochmal
mehr rausholen (wenn man z.B. schwerere Muni verwenden will - das muss ich übrigens noch testen, 0,40er Kugeln sind bereits bestellt). In wie weit es mit
den teuren Gas-Tanakas mithalten kann, weiß ich nicht. Aber ich denke mal, dass es den Aufpreis von € 100,- auf (für z.B. Tanaka) € 500,- wohl eher nicht
wert ist
Ich würde das Gerät auf jeden Fall für rund € 100,- weiterempfehlen.
Edit:
Nachträglich: Hab mit ihr die 0,40g Kugeln getestet. Wenn man das Hop-Up fast auf Maximum steht is es möglich, ein Ziel von der Größe eines
Tischtennisschlägers auf 25m+ zu Treffen. FPS wären dann, wenn man von 1,3 Joule Leistung ausgeht, nur noch 265 FPS bzw. 80 m/s. Die Genauigkeit
hat mich allerdings trotzdem überrascht.