Ubisoft: Kopierschutz ist überlebenswichtig

Eines der Themen, bei denen der Blutdruck vieler PC-Spieler ungewöhnlich schnell steigt ist der neue Kopierschutz von Ubisoft. Möchtet ihr etwa Assassin´s Creed 2 spielen müsst ihr die ganze Zeit über online mit den Ubisoft-Servern verbunden sein. Gibt es Probleme mit den Servern, wegen denen eine Verbindung nicht möglich ist, kann das Spiel nicht gestartet werden.

Während der Publisher Ubisoft nicht müde wurde, dieses System zu verteidigen, hat sich nun das erste mal ein Entwickler des franzöischen Unternehmens dazu geäußert. Max Béland, Creative Director von Splinter Cell Conviction, nannte den Kopierschutz bei einem Interview mit VG247 "überlebenswichtig": "Ja, Splinter Cell Conviction wird den gleichen Kopierschutz wie alle PC-Spiele von Ubisoft verwenden. Wir halten den Schutz unserer Spiele für überlebenswichtig für unser Geschäft und er wird uns erlauben, weiterhin kreative und innovative Spiele für den PC-Markt zu entwickeln..

Es fällt leicht, ihn nun für diesen Kommentar zu verteufeln. Es gibt allerdings einen Punkt, den viele Spieler vergessen: Ubisoft brachte auf vielfachen Wunsch im Jahr 2008 mehrere Spiele komplett ohne Kopierschutz heraus. Eines dieser Spiele war Prince of Persia. Es war im Grunde ein Experiment, ob der Markt so etwas tatsächlich belohnen würde. Er tat es nicht. Während sich das Spiel auf der Xbox 360 und PS3 zusammen knapp 2 Millionen mal verkaufte, kam es auf dem PC nicht einmal auf 100.000 verkaufte Exemplare. Stattdessen wurde es so sehr runtergeladen, wie kaum ein anderes Spiel 2008. Einige Tage nach dem Release von Assassin´s Creed 2 verschenkte Ubisoft den Titel sogar als Entschuldigung für die Server-Probleme.

Eine Kopierschutzmaßnahme ist nicht dazu da, jedem noch so hartnäckigen Raubkopierer es unmöglich zu machen, sich das Spiel illegal herunterzuladen. Es geht darum die Leute, die sich immer mal wieder etwas einfach aus einer Laune heraus herunterladen, abzuschrecken. Denn es ist nicht mehr damit getan, ein Spiel zu installieren, einen Crack herunterzuladen und loszuzocken.

Ob diese Art und Weise des Kopierschutzes der richtige Weg ist, darüber darf gestritten werden. Irgendeine Methode, seine Spiele effektiv zu schützen, muss sich allerdings jeder Publisher einfallen lassen. Wie sieht ihr das? Ist Valves Online-Plattform Steam die beste Möglichkeit? Oder doch lieber den Oldschool-Kopierschutz eines The Whispered World, der an die Pappzirkel der ersten beiden Monkey Island-Teile erinnert, dafür aber bei jedem Spielstart neu eingegeben werden muss?

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