
Zitat von
IceWolf
Kp, was hier sonst noch abgeht grade.
Ich mach ab Oktober 2010 oder auch schon Juni (waren doch die Einberufungstermine?)
meine AGA.
Danach werd ich mich für die Piloten/ Offizierslaufbahn bewerben.
Ich bin ein friedliebender Mensch und tu keiner Fliege was zuleide.
Wenn ich jedoch meine Familie oder mich bedroht sehe, dann machts 'klick' und den Rest kennt ihr sicherlich.
Und ich glaube, dass der Bund mir mit der AGA die Fähigkeit und Gewissheit gibt meine Familie im Kriegsfall (und in dem Sinne ist dann Deutschland meine Familie) zu verteidigen und zu beschützen.
Der Gedanke mich zu verpflichten rührt aber daher, dass Fliegen mein größter Traum ist. Und ich glaube, dass die Luftwaffe keine hirnlosen Mörder sind, wie man es evtl. noch von Grennis (sry, ich halte euch nicht für Mörder, aber leider viele andere) behaupten könnte.
Außerdem sollte man mal im Hinterkopf behalten, dass unsere Großväter oder Urgroßväter im 2. WK gekämpft haben. Und zwar ohne Rücksicht auf jedwede persönliche Situation.
Und wer sagt, ich will nicht zum Bund, das ist mir zu brutal/ unmenschlich, der sollte sich mal mit Großvater/ Urgroßvater zusammensetzen und ihn nach dem Krieg fragen.
Desweiteren ist nicht jeder, der beim Bund arbeitet zwangsläufig eine militärische Persönlichkeit (klingt seltsam, weiß aber nicht wie man es sonst sagen soll).
Es gibt auch viele Stellen in der BW, in denen man z.B. als Logistiker etc. arbeitet.
Und ich denke, da es der Bundeswehr nicht erlaubt ist, einen Angriffskrieg/ offensiv Krieg zu führen, kann man guten Gewissens jeden Vorwurf, einer mörderischen/ menschenverachtenden Politik zuzustimmen, weil man beim Bund arbeitet, von sich weisen.
Jedoch sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass Soldaten nunmal zum töten ausgebildet werden, und dass man Soldaten und Gehorsam missbrauchen kann.
Aber eine Ausbildung zum töten bedeutet keineswegs, dass man auch töten WIRD.
Bsp.: Afghanistaneinsatz
Intention der Aktion war/ ist es, humanitäre Hilfe zu leisten.
Leider ist es aber so, dass, und die Schuld gebe ich persönlcih der Politik/ der menschlichen Sturheit, 'wir' (alle Außländer in Uniform) nicht gern gesehen sind.
Zwar nicht bei allen Menschen, so aber doch bei den Taliban und anderen lokalen (nicht demokratischen) Machthabern.
Und wenn ein Soldat während eines Hilfseinsatzes angegriffen wird, dann wird/ muss er sich verteidigen. Und WENN die Situation nur zwei Optionen bietet:
Du oder Ich, dann wähle ich das Du.
Dazu fällt mir ein meiner Meinung nach passendes Zitat ein:
"Ziel des Krieges ist es nicht, für sein Vaterland zu sterben, sondern dass der ******* dort drüben für seins stirbt." (ist glaube ich von Napoleon).
Zurück zu Afghanistan: Leider wollen es weder die Machthaber der dort beteiligten Staaten, allen voran die USA, nicht warhaben, dass Menschen ihre Souveränität erhalten/ wieder erlangen wollen.
Stellt euch mal vor es würden hier Soldaten einmaschieren, alles zerstören und dann sagen, wir wollen euch helfen.
Wir würden uns, zumindest ich für meinen Teil sehe das so, wehren.
Und das gleiche tun die Leute in Afghanistan auch. Sie wehren sich.
(Auch hier gilt, nicht alle, sondern einige)
Ich habe gestern den Film Avatar gesehen und halte ihn für ein geniales Werk, dass wiedermal zeigt, dass ein 'zivilisierter' Mensch nicht einsehen kann, dass es Leute gibt (die Ureinwohner Pandorras) die mit ihrem 'einfachen' Leben zufrieden sind.
Ich halte die gesamte Menschheit für das größte, unmenschlichste Monster der Geschichte. Schlimmer als alle Bösen der Geschichte beisammen (Hitler, Stalin, Mao etc. etc.).
Ihr seht hoffentlich, dass ich Krieg und Töten verabscheue und ebenso Gewalt.
Aber trotzdem werde ich zum Bund gehen.
EDIT:
Noch zum Bild unserer Soldaten in der Öffentlichkeit.
Ich denke man sollte Leuten, die sowas auf sich nehmen mit Respekt entgegentreten.
Allerdings finde ich es höchst, und zwar wirklich HÖCHST, gefährlich und unüberlegt Soldaten so zu feiern wie es teilweise in anderen Ländern geschieht (s. USA).
Denn das ist Verherrlichung von Gewalt und Militarismus.
Respekt zu zeigen, vor jemandem, der bereit ist 'seinen Beitrag' zu leisten, dass finde ich in Ordnung.
@Berliner19:
Welcher Dienstgrad bist du denn?
Und was machst du momentan beim Bund?