Belgischer Radprofi Weylandt nach Sturz tot
Der Belgier Wouter Weylandt ist beim Giro d´Italia tödlich verunglückt.
Rapallo (dpa) - Der Radsport steht nach dem Tod des belgischen Sprinters Wouter Weylandt unter Schock. Der 26-Jährige starb am Montag beim Giro d'Italia nach einem schrecklichen Sturz während der dritten Etappe an seinen schweren Kopfverletzungen.
Trotz 40-minütiger Wiederbelebungsversuche noch an der Unfallstelle 24 Kilometer vor dem Zielort Rapallo kam für den Teamkollegen von Fabian Wegmann jede Hilfe kam zu spät. "Er hatte einen Schädelbasisbruch und schwere Gesichtsverletzungen", sagte Rennarzt Giovani Tredici. Weylandt ist der vierte Tote in der Geschichte der Italien-Rundfahrt. 2010 hatte er die dritte Etappe des Giro noch gewonnen.
"Wouter Weylandt war schon bewusstlos, als wir eintrafen. Wir haben 40 Minuten lang versucht, ihn zu reanimieren. Aber es war nichts mehr zu machen", so der Rennarzt. Der Sprecher von Weylandts Luxemburger Team Leopard Trek, Tim Vanderjeugd, versuchte nach eigenen Angaben vorerst vergeblich, die schwangere Frau unmittelbar nach dem tödlichen Unfall zu informieren.
Der Präsident des Welt-Radverbandes UCI, Pat McQuaid, sprach den Angehörigen, dem Team und allen Freunden Weylandts "im Namen der gesamten Radsport-Familie" sein Mitgefühl aus. Aber auch den Kollegen beim Giro, die ihre Trauer überwinden und das Rennen fortsetzen müssten, wie der Ire betonte. Weylandts Teamkollegen ließen zunächst offen, ob sie beim Giro weiterfahren werden.
"Das Team befindet sich in einem Zustand von Schock und Trauer. Wir sind mit unseren Gedanken und dem tiefsten Beileid bei der Familie und den Freunden von Wouter", wurde Teammanager Brian Nygaard bei "cyclingnews.com" zitiert. "Das ist ein schwerer Tag für den Radsport und für unser Team, und wir sollten alle Halt und Unterstützung bei den Menschen suchen, die uns nahe stehen." Der britische Rennfahrkollege und Sprint-Rivale Mark Cavendish twitterte: "Meine Gedanken sind bei seiner Familie."
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