Der Airbus hatte über den indonesischen Batam-Inseln unmittelbar südlich von Singapur Probleme bekommen. Nach Angaben der indonesischen Behörden handelte es sich um einen Motorschaden. Wie der AFP-Reporter beobachtete, strömte während der Notlandung an der Unterseite des Flugzeugs Rauch aus. Eines der Triebwerke an der linken Tragfläche sah aus, als sei es explodiert. Sechs Feuerwehrwagen eilten nach der Landung zu dem Flugzeug.
Der Augenzeuge Noor Kanwa auf der Insel Batam sagte, er habe eine laute Explosion am Himmel gehört. Dann seien Metallteile herabgestürzt. Sie seien in einem Industriegebiet gelandet. Ein indonesischer Fernsehsender zeigte Bilder der am Boden liegenden Metallteile, auf denen ein Teil des rot-weißen Qantas-Symbols zu sehen war.
Eigentliches Reiseziel: Sydney
Qantas hat unterdessen alle weiteren Flüge mit dem Riesenairbus A380 zunächst abgesagt. "Qantas-Chef Alan Joiyce sagt, dass die A380-Flüge eingestellt werden, bis wir sicher sind, dass die Qantas-Sicherheitsvorgaben eingehalten werden", teilte das Unternehmen in Sydney mit. Qantas schicke eine andere Maschine nach Singapur, um die gestrandeten Passagiere von dort aus nach Sydney zu fliegen.
Die australische Regierung versicherte, bei der Notlandung sei niemand zu Schaden gekommen. "Das Flugzeug ist ohne Zwischenfälle am Changi-Flughafen gelandet, und kein Passagier oder Besatzungsmitglied ist verletzt", erklärte das Außenministerium. Qantas zufolge waren 433 Passagieren und 26 Besatzungsmitglieder an Bord. Die notgelandete Maschine hatte ursprünglich von Singapur nach Sydney fliegen sollen.
Der Airbus 380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Als erste Fluggesellschaft stellte Singapore Airlines die Maschine im Oktober 2007 in den Dienst. Der Jungfernflug ging von Singapur nach Sydney. Die Lufthansa erhielt ihren ersten A380-Airbus im Frühsommer dieses Jahres. Von den drei A380 der Lufthansa seien derzeit zwei in der Luft, sagte ein Sprecher der Airline. Der Flugbetrieb mit den drei Maschinen werde normal aufrecht erhalten.