Zitat von
Hepta
"...Es gibt nunmal nicht nur Schwarz und Weiß, gut oder böse. Es gibt auch eine Grauzone, und in der passiert nunmal die meiste *******."
So (oder so ähnlich) hat einmal ein Soldat im Irak die Fehlentscheidungen, die immer wieder passieren, zu erklären versucht (nachzulesen in dem Buch "Der Ewige Krieg" von Dexter Filkins - an dieser Stelle: Sehr empfehlenswertes, wertvolles Buch).
Meiner Meinung nach trifft das hier exakt zu, selbst wenn es die unschuldigen Toten nicht mehr zum Leben erweckt. Die Soldaten hatten nunmal Angst um ihr Leben, und die Iraker einfach keine Lust, den Rest ihres Lebens in der "Kampfzone", die zufälligerweise auch ihre Heimat ist, in ihren Häusern und Kellern zu verbringen - das ist kein Verbrechen, sondern ein Grundrecht - Freiheit. Sie müssen die Amerikaner und diese Kampfeinsätze sowie diese "Vorkommnisse" nun fast schon 10 Jahre lang erdulden, und das mit keinerlei Aussicht auf ein Ende.
Dieser Krieg wird so kein Ende finden, da es keinen eigentlichen Feind gibt. Saddam ist tot, die Aufständischen zerschlagen - und dennoch finden sich "Terrorzellen", die alle unabhängig voneinander agieren und Anschläge verüben. Deren Motive mögen für manche unverständlich sein, aber offensichtlich können sich immer wieder Menschen dafür begeistern. Und zwar ebenso begeistern, wie sich junge, 19-20-jährige Amerikaner begeistern können, so leichtfertig aus einem schwer bewaffneten Apache-Kampfhelikopter aus einer immensen Entfernung (man beachte die Zeitdifferenz zwischen Abschuss und Aufprall der Geschoße) Menschen zu töten.
Krieg ist immer sinnlos, aber ganz besonders dann, wenn er eigentlich schon verloren ist.