Zitat Zitat von Willy Beitrag anzeigen
Manche Leute kommen nur mit auswendig lernen durchs Leben. Und niemand stört sich daran. Ist an der Schule nicht anders als im Job. Manchmal fragt man sich schon, wie gewisse Leute es so weit schaffen können.

Grauenhaft.
"Mit auswendig lernen" wird man allerdings kein Lehrer, weil man das Studium nicht schafft. Ich sehe die Probleme eher in den Bereichen der pädagogischen Ausbildung, Belastbarkeit und Berufsvorstellungen von Lehrern.
Es gibt noch immer Personen, die auf Lehramt studieren, weil sie glauben, als Lehrer viel Freizeit und wenig Stress bei einem vergleichsweise sicherem Job und akzeptablen Gehalt zu haben. Dem ist definitiv nicht so. Lehrer gehören zu einer Berufsgruppe in der starke psychische Belastungen zum Alltag gehören und die gemessen an ihrer Funktion und Leistung deutlich unterbezahlt ist.
Selbstverständlich gibt es auch viele Ausnahmen aber die sind mit Sicherheit weniger auf das Studium als auf die mangelnde Selektion danach zurückzuführen. Personen, die psychisch nicht in der Lage sind, dauerhaft als Lehrer tätig zu sein, müssten herausgefiltert werden. Dies geschieht jedoch kaum und ist im Wesentlichen ein Versäumnis der Bildungspolitik. Ohne diese Selektion landen immer wieder Fachidioten in Schulen, die eigentlich kaum Interesse daran haben, Bildung zu vermitteln, sondern die Tätigkeit als Lehrer zum reinen Selbstzweck ausführen.
Das solche Menschen geistig verkümmern ist klar, weil sie in dem Bereich, der sie interessiert fachlich unterfordert sind. Der Schulstoff wird im Studium meistens bereits innerhalb des ersten Semesters komplett (und erheblich ausführlicher als in der Schule) abgearbeitet. Sämtliche Vertiefungsfächer, Seminare etc., also das, was eigentlich erst interessant ist, ist für den Schulalltag nicht wirklich relevant. Insofern kann eine Person, die ihre Priorität auf ihr Fachgebiet statt auf das Lehren legt als Lehrer nicht glücklich werden.