Jemanden dafür verurteilen, was derjenige lieber mag oder nicht, darf man ja eigentlich nicht, tue ich aber zugegeben auch gerne...

Meine subjektive Meinung:
Mit den PCs/Konsolen ist es ähnlich wie mit dem Fernsehen.

Die Leute werden einfach immer fauler und anspruchsloser. Wo früher noch abends zusammen Dokus geguckt wurden, läuft jetzt hauptsächlich Unterschichtenfernsehen, basierend auf dem - heutzutage anscheinend immer beliebteren - Fremdschämen.
Bloß nicht mehr nachdenken, nur noch sehen, dass andere noch blöder sind wie man selbst.

Zugegeben, mit Konsolen sehe ich es (noch) nicht so weit, aber die Tendenz ist da. Wo man sich früher mit Adventures und Denkspielen beschäftigt hat, sind jetzt die anspruchslosesten Spiele die mit den besten Verkaufszahlen. Kann man ja irgendwie auch verstehen, die Leute wollen sich beim Zocken entspannen. Mit meinem (RL-) Freundeskreis habe ich zum letzten mal vor fast 10 Jahren was zusammen am PC gezockt. Die chillen sich lieber gemütlich an die Konsole und schalten das Hirn ab; Ist denen nach eigener Aussage zu anstrengend mit dem ganzen konfigurieren, einstellen und (eventuellen) Fehlern finden.
Diejenigen, die genau daran die meiste Freude haben, sind eben in der Minderzahl.

Na ja, ich will nicht zu sehr vom Thema abschweifen und auch niemanden (direkt ) verurteilen. Das mit dem Fernsehen ist evtl. auch ein wenig weit her geholt, aber als ich versucht habe, das Ganze etwas distanzierter zu betrachten, sind mir die Parallelen einfach zu sehr aufgefallen. Habe vor einiger Zeit übrigens einen interessanten Film zu dem Thema gesehen, der mir spontan wieder eingefallen ist: Free Rainer. Der hat zwar ironischerweise selber die meisten der Macken, die er eben so bemängelt, aber das mag evtl. auch an der Zielgruppe liegen

Na ja, ich denke nicht, dass der PC aussterben wird. Schade ist halt nur der konsolenbedingte Qualitätsverlust, der im PC-Bereich ja eindeutig zu bemerken ist. Damit meine ich übrigens das Abschaffen von Features, die Einschränkung des Users/Spielers, und das allgemeine Absinken des Anspruchs.