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Thema: Formel 1 Saison 2011 - Sammelthread

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    Prophet
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    Schumacher: "Es ist ganz schrecklich!"

    Nach dem furchtbaren Rallyeunfall von Robert Kubica drücken die Fahrerkollegen dem Polen ganz fest die Daumen. Als Michael Schumacher am Sonntag am Rande der ISPO in München von dem Unglück erfuhr, wollte er sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern - es fehlten die Informationen, zu jenem Zeitpunkt schwebte Kubica noch in Lebensgefahr. Mittlerweile ist klar, dass der Renault-Pilot die Folgen des Crashs überleben wird. Allerdings ist fraglich, ob - und wenn ja, wann - er wieder Formel 1 fahren kann.Ich bin noch immer entsetzt über die Meldungen, die mich über Robert Kubica erreichen. Es ist schockierend, was man da hören muss, ganz schrecklich", schreibt Schumacher am Montag auf seiner Homepage. Die rechte Hand des Kanada-Siegers von 2008 ist dermaßen schwer verletzt, sodass die behandelnden Ärzte derzeit von einer Genesungszeit von rund einem Jahr ausgehen. "Ich hoffe sehr, dass die medizinischen Maßnahmen alle gegriffen haben und noch greifen werden, damit er wieder der Alte sein kann und keine Schädigungen zurück bleiben", meint Schumacher. "Wir drücken ihm von hier aus alle Daumen und denken ganz fest an ihn und seine Familie. Alles Gute, Robert!" Kubica war nach einer siebenstündigen Operation am Sonntagabend in ein künstliches Koma versetzt wordem, aus dem er am heutigen Montag geweckt werden soll.
    http://www.formel1.de/de/3260/Schumacher%3A+%22Es+ist+ganz+schrecklich!%22/newsID/1664926



    Renault: Wer kommt nach Kubica?

    Robert Kubica wird nach seinem Rallye-Unfall wahrscheinlich für die komplette Saison ausfallen - Renault nun auf der Suche nach einem Ersatzmann


    Dass Robert Kubica nach seinem schweren Rallye-Unfall für die Formel-1-Saison 2011 ausfallen wird, steht laut Chefarzt Professor Mario Igor Rossello fest. Sein Arbeitgeber Renault ist zwar derzeit noch damit beschäftigt, sich zu sammeln und den Schock zu verdauen, doch schon sehr bald wird man sich in Enstone auch mit der Nachfolgefrage beschäftigen müssen.Etablierte Piloten, die für 2011 noch keinen festen Vertrag haben, gibt es einige - und dem Vernehmen nach hat bei Teamchef Eric Boullier auch schon ein paar Mal das Handy geläutet. Als wahrscheinlichster Kandidat gilt ein Deutscher: Nick Heidfeld war bei Renault bereits vor dem Kubica-Unfall immer wieder im Gespräch und könnte nun vom Pech seines ehemaligen Teamkollegen bei BMW profitieren.
    Weitere mögliche Kandidaten, die frei verfügbar wären, sind Vitantonio Liuzzi, Pedro de la Rosa und Giancarlo Fisichella, der das Team aus den Jahren 1998 bis 2001 und 2005 bis 2007 wie seine Westentasche kennt. Vielleicht rechnet sich aber auch Christian Klien eine Chance aus, der den Kampf um das zweite Renault-Cockpit Anfang 2010 mangels finanzieller Unterstützung nur knapp gegen Witali Petrow verloren hat.
    Weil Renault nach einer potenziellen Nummer eins sucht, gilt eine Beförderung eines Testfahrers (Romain Grosjean oder Bruno Senna) als unwahrscheinlich. Andererseits hoffen Talente wie Nico Hülkenberg oder Daniel Ricciardo auf ein Formel-1-Cockpit, die jedoch schon bei anderen Teams unter Vertrag stehen. Das gilt auch für Timo Glock, der vergangenen Sommer intensiv mit Renault geflirtet hat, dann aber doch bei Virgin geblieben ist.
    Die Sensation schlechthin wäre, falls Kimi Räikkönen als Ersatzmann gewonnen werden könnte. Der Weltmeister von 2007 hat für die bevorstehende Rallye-WM-Saison zwar schon bei Citroen unterschrieben, doch angeblich hat sein Management vor dieser Unterschrift auch bei Renault angefragt. Räikkönen wollte nur mit einem Siegerauto in die Formel 1 zurückkehren - und das könnte der neue R31 nach Kubicas Wochenbestzeit in Valencia unter Umständen sogar sein...
    Tatsache ist, dass sich das Team sehr schnell etwas überlegen muss, denn die nächsten Testfahrten stehen schon ab Donnerstag in Jerez de la Frontera auf dem Programm. Vor dem ersten Rennen in Bahrain bleiben nur noch zwölf Streckentage Vorbereitungszeit. Insofern erscheint es naheliegend, dass Boullier eher nach einem Routinier Ausschau halten wird, den man als stabilen Wert ins kalte Wasser werfen kann.
    http://www.formel1.de/de/3260/Renaul...newsID/1664927




    Marussia-Virgin: MVR-02 soll Glock beglücken

    In London hat Marussia-Virgin den neuen Boliden für Timo Glock und Jerome D'Ambrosio vorgestellt: Seitenkästen wie am McLaren, Nase eher tief

    Spoiler Bild:


    Ebenso wie Lotus und HRT geht auch das bisherige Virgin-Team in die zweite Formel-1-Saison. Man ist ab sofort kein Neuling mehr, will sich entsprechend nicht mehr in der Liga der Rookies messen, sondern das Mittelfeld der Königsklasse angreifen. Die Briten haben sich aus diesem Grund fast ganz neu aufgestellt. Der Einfluss aus Russland wurde so groß, sodass man unter dem Titel Marussia-Virgin ab sofort unter russischer Lizenz antritt.Auf Führungsebene gab es deutliche Umstrukturierungen. Unter anderem holte man Marussia-Boss Nikolai Fomenko als leitenden Ingenieur ins Team, der erfahrene Ian Phillips ist neuer Betriebsdirektor. All dies soll die noch junge Mannschaft nach vorne bringen, sodass Timo Glock und dessen neuer Teamkollege Jerome D'Ambrosio tatsächlich auf dem Niveau von Toro Rosso, Sauber und Co. agieren können.
    Grundlage für mögliche Glanzlichter bildet der neue MVR-02, der am Montag in London vorgestellt wurde. Der neueste Entwurf von Designer Nick Wirth bringt auf den ersten Blick keine allzu großen Überraschungen mit. Die Form der Front ist im Vergleich zum Vorgänger kaum verändert, folgt also dem Trend zur sehr hohen Nase offenbar nicht.
    Insgesamt wirkt der MVR-02 extrem schlank und lang. Am Frontflügel sind kleine Veränderungen zu erkennen, der größte Unterschied wird jedoch am Heck sichtbar. Marussia-Virgin hat vor dem Heckflügel viel Platz geschaffen - nicht ganz so viel wie am neuen Williams, aber die Heckpartie wirkt "entrümpelt". Interessant sind die Seitenkästen des neuen Glock-Autos.
    Wie am neuen McLaren-Mercedes sind die Seitenkästen durchgängig unterschnitten. So ist ein neuer Luftkanal entstanden, der den Abtrieb am Heck erhöhen soll. Auf den bislang vorliegenden Fotos sind keine Auspuffendrohre zu erkennen. Gut möglich, dass auch Marussia-Virgin auf einen Strom der Abgase nach Renault-Vorbild setzt. Auch bei McLaren wird so etwas möglicherweise zum Einsatz kommen.
    Das neue Fahrzeug wurde erneut ohne Windkanalversche entworfen. Designer Nick Wirth und sein Unternehmen Wirth Research entwickelten den MVR-02 mit Hilfe von CFD (Computational Fluid Dynamics), der modernen Strömungsanalyse per Computer. In den neuen Räumen des Designstudios hofft man auf den großen Wurf. Nachdem die Partnerschaft mit CSC intensiviert und die Rechenleistung erweitert werden konnte, weht in der Fabrik immerhin ein neuer virtueller Wind.
    Das Team hatte zu Beginn der ersten Formel-1-Saison reichlich Probleme. Zunächst musste man das Chassis komplett umgestalten, weil sich der Tank als nicht ausreichend groß herausstellte. Später blieben die Piloten immer wieder mit Hydraulikproblemen stehen. Diese Sorgen will man hinter sich lassen. Ab sofort setzt man nicht mehr auf die anfälligen Xtrac-Bauteile, sondern baut ein eigenes Getriebe.
    http://www.formel1.de/de/3260/Maruss...newsID/1664930
    http://www.formula1.com/gallery/launches/2011/566.html



    Kubica nach Koma wieder ansprechbar

    Ob Robert Kubica wieder vollständig genesen wird, steht noch nicht fest, alle Beteiligten sind nach der Operation und dem Erwachen aus dem Koma aber optimistisch

    Wie von den Ärzten im Santa-Corona-Krankenhaus in Pietra Ligure bei Genua angekündigt wurde Robert Kubica heute Morgen aus dem künstlichen Koma geweckt. "Es geht ihm schon besser", berichtet Renault-Teamchef Eric Boullier im 'BBC'-Interview und bestätigt, dass sein Schützling sogar schon mit den Ärzten kommuniziert hat.Auch Manager Daniel Morelli war bereits bei Kubica und kann Positives berichten: "Ich habe endlich selbst mit ihm gesprochen. Robert versteht alles, was man ihm sagt, ganz genau", wird der Italiener von 'IVG.it' zitiert. "Seine Gehirnfähigkeit ist intakt und wir sind extrem erleichtert. Das ist wirklich ein Zeichen, das Hoffnung macht. Natürlich spürt er aber sehr starke Schmerzen im Arm und im Bein. Er wird noch Zeit brauchen."

    Noch kein endgültiges Urteil

    Das bestätigt auch der Krankenhaus-Chefarzt: "Die Nacht war ruhig, der Patient ist stabil", erklärt Professor Mario Igor Rossello. "Die Hand scheint auf Stimulation gut zu reagieren und die Gefäße sehen reaktiviert aus." Und weiter: "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob die Operation erfolgreich war. Wir werden fünf bis sieben Tage brauchen, um einschätzen zu können, ob die Gliedmaßen ausreichend versorgt werden und um ihre Funktionalität zu evaluieren."
    Allerdings sei das Endergebnis der Operation "extrem zufriedenstellend", auch "weil seine Hand warm ist". Zumindest die Befürchtung, dass der Formel-1-Pilot seinen Arm wegen einer notwendigen Amputation verlieren könnte, scheint damit relativiert zu sein. Boullier: "Bei so einem Unfall sagen die Ärzte immer das Worst-Case-Szenario voraus. Er musste sieben Stunden lang operiert werden, um seine Hand und seinen Arm zu behandeln, aber jetzt sind die Ärzte glücklich."
    Den Unfall hat der Franzose nicht live miterlebt: "Ich weiß nur, dass er zwischen zwei gezeiteten Prüfungen abgeflogen ist", sagt er. "Er war gerade auf dem Weg zum Start der nächsten Prüfung, verlor in einer schnellen Kurve die Kontrolle über das Auto und traf die Leitplanke sehr ungünstig." Allerdings wundern sich viele, dass Renault die Teilnahme an einer so riskanten Rallye wie der in Italien überhaupt erlaubt hat. "Das ist eine gute Frage", gesteht selbst Boullier.

    Racer aus Leidenschaft

    Aber: "Robert ist ein echter Racer, Motorsport ist sein Leben. Er liebt das Rennfahren mit allem, was vier Räder hat. Das kann ein Go-Kart sein, ein Rallye- oder ein Formel-1-Auto. Er hat noch nie mehr als einen Tag vergehen lassen, ohne mit irgendeinem Auto irgendeine Art von Rennen zu fahren. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er weiterhin Rallyes fährt, weil er dadurch ausgeglichener ist. Wir kannten das Risiko und er auch. Wir haben das gemeinsam entschieden."
    Nun beginnt die Suche nach einem Nachfolger, denn dass Kubica diese Saison noch Formel 1 fahren wird, gilt als sehr unwahrscheinlich: "Natürlich beginnen wir bereits, an einem Alternativ zu arbeiten", gibt Boullier zu Protokoll. "Robert wird definitiv ein paar Monate ausfallen. Ich rechne zwar damit, dass die Heilung weniger als ein Jahr dauern wird, aber heute ist es noch zu früh, um das wirklich genau einzuschätzen."
    http://www.formel1.de/de/3260/Kubica...newsID/1664931
    Geändert von Tig3r0023 (07.02.2011 um 14:16 Uhr)

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