Cebit 2007: Alle Infos zu Intels neuer Chipsatz-Serie Bearlake
Pünktlich zur Computex-Messe in Taiwan (05. bis 09.06.2007) will Intel seine neuen Desktop-Chipsätze vorstellen und damit den 975X und die 965-Serie ablösen - soweit so bekannt. Auf der Cebit haben wir jedoch schon jetzt alle Infos zur Bearlake genannten Reihe erfahren. So unterstützt nur das Topmodell X38 den neuen PCI-Express-2.0-Standard sowie Crossfire (zweimal 16 Lanes). Der Speicher-Controller arbeitet ausschließlich mit DDR3-Modulen - offiziell wird sogar DDR3-1333-RAM unterstützt. Der P965-Nachfolger P35 bietet hingegen nur einen x16-Steckplatz. Neben DDR3-1066-Speicher arbeitet er allerdings auch mit DDR2-Modulen zusammen. Dementsprechend bringen manche Hersteller wie Elitegroup oder MSI Platinen mit DDR2- und DDR3-Slots. Gigabyte bietet hingegen zunächst nur Platinen, die entweder über DDR2- oder über DDR3-Bänke verfügen. Für Abit ist DDR3 vorerst noch gar kein Thema. Der Hersteller verriet uns, dass passende Platinen erst dann kommen, wenn entsprechender Speicher deutlich günstiger geworden ist.
Auffällig: Alle übrigen Bearlake-Varianten verfügen über eine integrierte Grafikeinheit. Das schnellste Modell kommt beim G35 zum Einsatz und unterstützt neben Intels "Enhanced Clear Video Technology" sogar DX10 und OpenGL 2. Dafür muss der G35 ohne DDR3-Unterstützung auskommen. Der G33 läuft hingegen mit DDR2-800- oder (maximal) DDR3-1066-RAM, hat jedoch keine DX10-fähige Grafikeinheit. Beim günstigsten Modell G31 fehlt sogar die "Clear Video Technology". Außerdem arbeitet er laut Übersichtstabelle maximal mit 266 MHz FSB, unterstützt keine Quad-Core-CPUs und soll mit der alten ICH7-Southbridge kombiniert werden. Alle anderen Bearlake-Modelle arbeiten mit 333 MHz FSB und den kommenden 45-Nanometer-Prozessoren. Als Southbridge kommt dann die neue ICH9 zum Einsatz. Hierbei unterscheidet Intel zwischen vier Varianten: Neben dem gewöhnlichen ICH9 steht wieder eine Version mit integriertem RAID-Controller zu Wahl - die ICH9R. Die ICH9DH (Digital Home) verfügt zudem über Viiv, die ICH9DO (Digital Office) sogar über Viiv 2. Alle ICH9-Chips bieten Gigabit-LAN und sechs SATA-II-Ports.
Zwei weitere Bearlake-Modelle - der Q35 und der Q33 - sind für das Corporate-Stable-Programm gedacht. Sie verfügen über eine einfache Grafikeinheit ohne DX10- oder Clear-Video-Unterstützung. http://www.pcgameshardware.de/?article_id=571768