Ergebnis 1 bis 10 von 8500

Thema: Movies - Filme - Films

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Erfahrener User Avatar von Masterdid69
    Registriert seit
    21.04.2011
    Beiträge
    427

    Standard

    Lässt aber auch ein bischen durch sickern, wie du evtl. zum Thema Krieg stehst

    Finde gerade das Ende sehr gut, da dort der Abstieg in die Seele und die Sinnlosigkeit des ganzen so exzellent, natürlich metaphorisch, dargestellt wird ... kitschig ... naja ... würde es eher künstlerisch insziniert nennen

    Man muss das aber auch auf das Jahr 1979 beziehen, wo das richtige/dieses Ende aus rechtlichen Gründen (auf verlangen der phillipinischen Regierung) aus nicht gezeigt werden durfte. Und als noch große Verblendung, also noch größere als heute, herrschte und somit dieser aufklärerische, bzw. aufweckende Effekt noch einen ganz anderen Stellenwert hatte.

    Alles davor ist natürlich auch der wahnsinn
    Geändert von Masterdid69 (12.06.2011 um 13:19 Uhr)
    "Ich weis nicht ob es besser wird, wenn es sich ändert. Aber ich weis das es sich ändern muß, wenn es besser werden soll."
    G. C. Lichtenberg *1742, †1799, deutscher Schriftsteller


  2. #2
    Professional
    PotW Gewinner: 1
    Avatar von Chrjs
    Registriert seit
    10.11.2007
    Ort
    Bad Schwartau
    Beiträge
    3.073

    Standard

    Zitat Zitat von Masterdid69 Beitrag anzeigen
    Lässt aber auch ein bischen durch sickern, wie du evtl. zum Thema Krieg stehst

    Finde gerade das Ende sehr gut, da dort der Abstieg in die Seele und die Sinnlosigkeit des ganzen so exzellent, natürlich metaphorisch, dargestellt wird ... kitschig ... naja ... würde es eher künstlerisch insziniert nennen

    Man muss das aber auch auf das Jahr 1979 beziehen, wo das richtige Ende aus rechtlichen Gründen (auf verlangen der phillipinischen Regierung) aus nicht gezeigt werden durfte. Und als noch große Verblendung, also noch größere als heute, herrschte und somit dieser aufklärerische, bzw. aufweckende Effekt noch einen ganz anderen Stellenwert hatte.
    Alles davor ist natürlich auch der wahnsinn
    Genau, der Wahnsinn, und das finde ich in den ersten anderthalb Stunden des Films so klasse dargestellt. Am Ende wird alles so aufgebauscht und langgezogen, dass es eine Qual ist.
    Da verliert sich der Zusammenhalt der Gruppe, alles wird abstrakt, was bestimmt so gewollt ist, weil die Situation dort ja so einmalig ist, aber gleichzeitig verschwindet damit auch das letzte bisschen Fahrt aus dem Film und ich habe mir angefangen zu wünschen, die elend langen Moralpassagen würden enden. Ich habe die Botschaft bereits verstanden, aber es musste noch fünf Mal wiederholt werden.
    Dazu der Kitsch und die satten Farben, das trübt in meinen Augen den gesamten Film, wo er in der Mitte und zu Beginn doch ganz andere Mittel auffährt.

    Meine Haltung zu Kriegen hat sich durch diesen Film und Erzählungen eines Bekannten nur noch bestätigt.

  3. #3
    Erfahrener User Avatar von Masterdid69
    Registriert seit
    21.04.2011
    Beiträge
    427

    Standard

    Ok, verstehe, ging mir auch so, bei mir war es hauptsächlich mein Opa, der im 1. und 2. Weltkrieg war, als auch eine Kriegsgefangenschaft mit gemacht hat ... ja stimmt schon, das Ende muss einem liegen, um es mal so auszudrücken

    Das Ende ist halt stark vom Meta-Psychologischen geprägt, was ja aus der Zeit, gerade durch die 68iger, auch viel auf psychologischen Drogen beruht, die damalige LSD-Welle ... also jetzt als Hippie oder Soldat, das ist komplett egal ... wird ja mit dem Surfer im Film selbst auch angeschnitten ... bzw. Platoon bringt das ja auch.

    Wer sich mit dem Thema schon etwas auseinander gesetzt hat, was nicht damit gleich zu setzten ist, das auch genommen zu haben, denke ich, kann das Ende etwas mehr schätzen
    "Ich weis nicht ob es besser wird, wenn es sich ändert. Aber ich weis das es sich ändern muß, wenn es besser werden soll."
    G. C. Lichtenberg *1742, †1799, deutscher Schriftsteller


  4. #4
    Professional
    PotW Gewinner: 1
    Avatar von Chrjs
    Registriert seit
    10.11.2007
    Ort
    Bad Schwartau
    Beiträge
    3.073

    Standard

    Zitat Zitat von Masterdid69 Beitrag anzeigen
    ...
    Das Ende ist halt stark vom Meta-Psychologischen geprägt, was ja aus der Zeit, gerade durch die 68iger, auch viel auf psychologischen Drogen beruht, die damalige LSD-Welle ...

    Wer sich mit dem Thema schon etwas auseinander gesetzt hat, was nicht damit gleich zu setzten ist, das auch genommen zu haben, denke ich, kann das Ende etwas mehr schätzen
    Werde ich mir mal zur Gemüte führen. Da ich damit noch nie in Kontakt kam und es nicht "meine Zeit" ist, kommt es mir ohne das Hintergrundwissen wahrscheinlich sehr merkwürdig vor. Trotzdem bleibt es für mich ein Einschnitt in den Film, der für mich von der Machart her nicht zusammenpasst.

  5. #5
    Erfahrener User Avatar von Masterdid69
    Registriert seit
    21.04.2011
    Beiträge
    427

    Standard

    Hier mal ein Auszug aus Wiki, wobei das natürlich nur die Spitze des Eisberges ist ... man kann da aber schon etwas reininterpretieren, wie sich so etwas dann zum Thema Krieg dartstellt:

    Spoiler Lies mich:
    Spirituell [Bearbeiten]
    LSD wird als Entheogen betrachtet, weil es intensive spirituelle Erfahrungen hervorrufen kann, währenddessen Konsumenten das Gefühl haben, mit einer größeren spirituellen oder kosmischen Ordnung in Kontakt zu treten. Einige Konsumenten berichten von Einsichten in die Funktionsweise des Gehirns, und einige erfahren langanhaltende Veränderungen ihrer Lebensperspektiven.[21] Einige Konsumenten betrachten LSD als „religiöses Sakrament“, oder als ein „mächtiges Werkzeug um mit dem Göttlichen in Kontakt zu treten“. Stanislav Grof schreibt, dass die während LSD-Erlebnissen beschriebenen mystischen und religiösen Erfahrungen sich nicht zu unterscheiden scheinen von ähnlichen Beschreibungen in heiligen Schriften der Weltreligionen und Texten antiker Zivilisationen.[22]
    Psychologisch [Bearbeiten]
    LSD verändert die individuelle Wahrnehmung so, dass sie dem Konsumenten als intensives Erleben erscheinen, das Zeitempfinden verändert wird und Umgebungsereignisse deutlicher hervortreten. Dies wird vom Konsumenten als Mehrerleben innerhalb einer kürzeren Zeitspanne empfunden. Hinzu kommen optische, sensorische und akustische Halluzinationen. Diese müssen nicht unbedingt als Halluzination erfahren werden, sondern können auch als differenziertere Wahrnehmung gegenüber vergleichbaren Erfahrungen ohne LSD-Wirkung erscheinen. Reale Gegenstände können als plastischer empfunden und wie in Bewegung befindlich erlebt werden.
    LSD versetzt viele Konsumenten in einen Zustand, der dem einer Psychose ähnlich ist (Modellpsychose). Besondere Gemeinsamkeiten hat die LSD-Wirkung mit der Schizophrenie. Im Unterschied zur Psychose ist sich der Konsument in der Regel bewusst, dass die veränderte Wahrnehmung willentlich herbeigeführt wurde. Bei hohen Dosierungen kann das Bewusstsein für den Rausch fehlen und die Kontrolle über die eigenen Handlungen vermindert werden oder ganz ausfallen.
    Die Konsumenten sind in den allermeisten Fällen klar und sich ihrer Situation bewusst, auch wenn sie selbst willentlich geringen Einfluss auf ihre Wahrnehmung haben. Das Erinnerungsvermögen an das Erlebte ist im Allgemeinen uneingeschränkt. Amnesie wurde bei Versuchspersonen selten beobachtet und vornehmlich nur in Fällen, wo emotional extrem belastendes Material die LSD-Sitzung prägte.[20]
    Eine euphorische Grundstimmung – ausgelöst beispielsweise durch eine als schön empfundene Landschaft und Musik – kann den ganzen Rausch über anhalten und den gesamten Verlauf der Erfahrung bestimmen. So können aber bestehende Ängste und Depressionen einen so genannten „Horrortrip“ hervorrufen, der als äußerst unangenehm und als vom Konsumenten nicht mehr steuerbar empfunden wird. Eine erfahrene und vertraute Person als nüchterne Begleitung („Tripsitter“) kann durch geeignete Maßnahmen solche Erfahrungen verhindern oder abmildern und dadurch den Verlust der willentlichen Einflussnahme des Konsumenten kompensieren.


    Ich persönlich finde diesen Wandel in dem Film sehr gelungen ... da es ja prinzipiell eben ja nicht um das militärische und politische geht, sondern ja eher um die Psyche und deren Veränderung im Verlauf einer solchen exemplarischen "Mission" ... eben z.B. dass der Halt in der Gruppe iwann nicht mehr existiert, sogar eigentlich sehr wahrscheinlich noch nie da war ... oder der Cornel von der Hubschrauber-Division, der hat mit seiner Psyche ja auch schon voll abgehakt gehabt zum anschauen zwar schon iwie lustig, aber genau genommen "voll daneben".
    Geändert von Masterdid69 (12.06.2011 um 13:58 Uhr)
    "Ich weis nicht ob es besser wird, wenn es sich ändert. Aber ich weis das es sich ändern muß, wenn es besser werden soll."
    G. C. Lichtenberg *1742, †1799, deutscher Schriftsteller


Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •